World Breastfeeding Week 2019 Challenge | by Trendshock

03. Februar 2019

Jeden Tag finde ich im Netz, besonders auf Instagram, neue Challenges. Ich selbst habe als Leser schon interagiert oder bin selbst als Host in Erscheinung getreten. Da die meisten meiner Leser mich als Stillverfechterin kennenlernen konnten, könnte nichts Näher liegen als das ich ab diesem Jahr die „World Breastfeeding Week Challenge“ auf allen Social Media Plattformen ins Leben rufe. Meine Idee dahinter?

Was ist die World Breastfeeding Week?

Erst einmal zur wichtigsten Frage: Aus welchem Grund wurde die Weltstillwoche im Jahr 1991 ins Leben gerufen? 1990 wurde die „Innocenti-Deklaration über Schutz, Förderung und Unterstützung des Stillens“ verabschiedet und so kam es zur Gründung der „World Alliance for Breastfeeding Action“, in der alle still-fördernden Organisationen, zu denen auch UNICEF und die WHO gehören, zusammen agieren. Die World Breastfeeding Week basiert auf der Innocenti- Deklaration und der, von der WHO und UNICEF herausgegebenen globalen Strategie zu Säuglings- und Kleinkindernährung.

Jährlich, vom 1. August bis zum 7. August, findet die Weltstillwoche in über 120 verschiedenen Ländern statt und wird noch einmal gesondert in 40. Kalenderwoche in Deutschland zelebriert – Álso dieses Jahr vom 30. September – Sonntag, 6. Oktober 2019.

Dieses Jahr wird die Weltstillwoche unter dem Motto „Eltern stärken für das Stillen“ geführt.

Warum ich eine Challenge organisiere?

Vor meinem ersten Stillkind dachte ich, dass man einfach Milch hat, anlegt und fröhlich stillen kann. Dieser Illusion wurde ich schnell beraubt. Falsche Ratschläge und ein rauer Ton seitens des Krankenhauspersonals haben die Stillbeziehung meines erstens Kindes und mir auf die Probe gestellt. Als einer der ersten Frauen, die öffentlich über das Thema Stillen auf Instagram aufmerksam machte, wurde ich von einem Shitstorm überschwemmt. Für mich ein weiterer Grund noch mehr auf dieses Thema aufmerksam zu machen.

Seit meinem ersten Beitrag sind einige Jahre vergangen und ich habe unglaublich viele Geschichten zum Thema Stillen gehört. Schöne, traurige, einige, die mich wirklich wütend gemacht haben. Heute werden Frauen immer noch falsch beraten: Sei es von Fachpersonal, Freunden, Familie oder sogar Fremden. In den sozialen Medien ist das Stillen oftmals immer noch verpönt, in einigen Regionen wird man sogar immer noch schief angeschaut, wenn man in der Öffentlichkeit stillt und alles über 6 Monaten ist eh zu viel des Guten.

Lasst uns mit Vorurteilen aufräumen und mit Wissen punkten.

Weltweit statt Deutschland

Ich habe mir die Frage gestellt: Will ich die weltweite Stillwoche oder nur die Deutsche promoten? Vielleicht sogar beide? Ich bin letztendlich zu dem Entschluss gekommen, dass die Weltweite für mich mehr Aussagekraft hat.

Der deutschsprachige Raum ist nicht nur Deutschland: Nein, viele meiner Leserinnen kommen aus der Schweiz, aus Österreich oder sind auf der ganzen Welt verstreut. Für mich gibt es nämlich bei diesem Thema keine Ländergrenzen!

Was mich außerdem dazu bewegt hat die weltweite Stillwoche zu nutzen? Nicht in jedem Land haben wir Frauen die Möglichkeit unabhängig uns über das Thema Stillen zu informieren. In vielen Ländern wird immer noch propagiert, dass Ersatzmilch die bessere Wahl für Säuglinge ist. In einigen Ländern kann diese falsche Annahme tödlich enden.

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11 Gedanken zu „World Breastfeeding Week 2019 Challenge | by Trendshock“

  1. Melanie Evli sagt:

    Tolle Idee liebe Laura!!! Da mach ich mit. Ich habe mittlerweile mein 3tes Stillkind und er wird in ein paar Tagen 1 Jahr alt. Seit einem halben Jahr nun schon darf ich mir, mal wieder, anhören, wann ich endlich abstille. Er ist zu groß, er muss anders einschlafen und all die tollen Sprüche. Ich bin dabei um endlich damit aufzuräumen. Es gibt nichts Schöneres als Stillen für mich und ich hoffe mein Muckel möchte das noch lange….

    1. Laura sagt:

      Liebe Melanie,

      ich freu mich so, dass Dir die Challenge gefällt <3

      1. Melanie Evli sagt:

        Ich bin einfach total begeistert, was du immer für tolle Ideen hast!!

    1. Laura sagt:

      Vielen lieben Dank, liebe Linda 🙂

  2. Rebecca sagt:

    Super Sache, vielen Dank dafür! Stillen ist auch für mich ein sehr sensibles Thema, da ich 5 Monate lang jeden Tag gekämpft habe. Das Drama fing im Krankenhaus an und es gab seitdem jeden Tag Tränen und Schweiß, jede Menge Zweifel und Jeden Tag dachte ich darüber nach aufzugeben. Selbst meine Stillberaterin war ratlos und ihre Kolleginnen auch. Ich habe alles, wirklich ALLES! durch und nichts unversucht gelassen. Nach etwas über 5 Monaten hat es dann endlich so geklappt, ohne Kampf, ohne sämtliche Hilfmittel und dann erst habe ich langsam anfangen können es zu genießen. Meine Maus ist nun 9 Monate alt und wir stillen noch und es ist (zum Glück) kein Ende in Sicht. Der Kampf hat sich sowas von gelohnt! Ich freue mich auf die World Breastfeeding Week und hoffe, dass sie so viele Menschen wie möglich erreicht, Mut macht, zum Umdenken bewegt und es einfach ein interessanter Austausch untereinander wird ?

  3. Vicky sagt:

    Stille solange du kannst und dein Kind es will ist meine Devise.
    Meine Oma legte mir ans Herz, dass ich nur 6 Wochen stillen sollte, jetzt nach 3 Monaten wollen alle dass sie isst ?
    Warum nur, muss man auf alles und jeden immer Druck ausüben.
    Ich stille solange ich bzw mein Kind es will

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe Vicky,

      leider höre ich sowas ganz oft. Selbst wenn Familie und Freunde wissen, dass Ihre Tipps für die Mülltonne sind: Man beharrt leider auf seiner Meinung.

      Lass Dich nicht unterkriegen!

      Liebe Grüße

  4. Jennifer sagt:

    Eine tolle challenge. Da mach ich mit. Noch stille ich nicht, da meine Maus noch nicht auf der Welt ist aber ich hatte schon eine wunderbare Stillberatung und habe ein tolle Stillbuch gelesen, um mich best Möglichst vorzubereiten. Leider wissen einfach viele Frauen gar nicht, dass es Stillberaterinnen gibt bei denen man Hilfe bekommt, wenn es nicht gleich klappen sollte. Und leider wird Pre Nahrung viel zu sehr beworben. Deswegen ist es so wichtig, dass auch mal
    Stillen mehr Aufmerksamkeit bekommt.

  5. Viktoria sagt:

    Wie läuft die „challenge“ ab

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