Laura / 08.05.2019 / Familienleben / Family / Food
      

Wächst mein Kind richtig? Was man als Eltern wissen sollte

         

Anzeige*

Sobald wir von einer Vorsorgeuntersuchung vom Arzt nach Hause kamen, musste ich erst einmal schauen in wie fern sich meine Kinder in Größe und Gewicht gleichen und wie der Unterschied zu meinem Untersuchungsheft ist. Sind die Beiden zu groß oder zu klein? Wiegen sie zu viel oder zu wenig? War ich als kleines Mädchen eventuell zu leicht und zu klein? Fragen, die sich jeder Elternteil stellt. Dabei dürfen wir auch nie vergessen: Nicht nur Jungen und Mädchen entwickeln sich unterschiedlich, sondern jedes Kind hat sein eigenes Tempo.

Zusammen mit www.demLebengewachsen.de möchte ich Euch daher darauf aufmerksam machen, wie Wachstumsstörungen und Auffälligkeiten im Wachstumsverlauf festgestellt werden können.


Der erste Schritt: Regelmäßiges Besuchen der Vorsorgeuntersuchungen

Jedes Kind wächst unterschiedlich: Es fängt bei der Geburt an und endet nach der Pubertät. Dazwischen gibt es viele Faktoren, die dazu beitragen, dass sich ein Kind gesund entwickelt.

Der erste Schritt, um Anzeichen von Störungen frühzeitig erkennen – Dies geht am Einfachsten, wenn wir Eltern regelmäßig die Vorsorgeuntersuchungen besuchen. Bei uns wird die Größe und das Gewicht nicht in das gelbe Heft eingetragen, sondern uns bildlich auf einem Diagramm am Monitor gezeigt. Hier besprechen wir jedesmal den Verlauf der drei Kurven (Gewicht, Größe und Kopfumfang) und ob sich meine Kinder nicht verzögert entwickeln. Aber was bedeutet diese Kurve, die Perzentilkurve genannt wird?

Die Perzentilkurve zeigt den möglichen Wachstumsverlauf des Kindes an. Man kann anhand der drei Kurven verfolgen, ob sich das Kind im Normbereich aufhält und ob es gravierende Auffälligkeiten gibt, die genauer untersucht werden sollten.

Die P50 Kurve, die dickere mittlere Kurve, gibt das durchschnittliche Gewicht gleichaltriger Kinder an. P75 besagt, dass 75 Prozent aller Kinder in diesem Alter leichter oder genauso schwer sind, wie der entsprechende Wert. P90 gilt als die Grenze für Übergewicht, da 90 Prozent aller Kinder leichter oder genauso schwer sind wie der entsprechende Wert auf der Kurve. P97 ist die Grenze für Adipositas. Untergewicht liegt vor, wenn der BMI-Wert unter der P10-Linie liegt.

Tipps zur frühzeitigen Erkennung einer Wachstumsstörung

  • Jede Vorsorgeuntersuchung wahrnehmen
  • Das Gelbe Heft: Bringt zu jeder Vorsorgeuntersuchung das Helft mit, damit der Kinderarzt die aktuelle Körpergröße und das Gewicht des Kindes eintragen kann
  • Perzentilkurve beobachten und starke Abweichungen frühzeitig mit einem Facharzt für Wachstumsprobleme (pädiatrischer Endokrinologe) abklären

Hier seht Ihr einmal eine Perzentilkurve, welche auf eine Wachstumsstörung hinweist. Die andere hingegen ist im Normalbreich.

Jungs und Mädchen sind besonders schwer zu vergleichen, da sie sich unterschiedlich entwickeln und Frauen normalerweise von Natur aus eine kleinere  Endgröße erreichen als Männer.


Jedes Kind wächst unterschiedlich

Jedes Kind hat seine eigene Größe. Manche Kinder wachsen und gedeihen schneller, andere brauchen etwas mehr Zeit. Aus diesem Grund sollte man Kinder nicht miteinander vergleichen – nicht im Freundeskreis, in der Familie oder im Internet. Wenn ein Kind aber deutlich kleiner ist als Gleichaltrige oder die Wachstumsgeschwindigkeit auf einmal stark nachlässt, könnte das ein Hinweis auf eine Wachstumsstörung sein.

Neben der Größe der Eltern und dem körpereignen Wachstumshormon gibt es mehrere Faktoren, die entscheidend für die Größe sind. Besonders viel wachsen wir Menschen in unserem ersten Lebensjahr und in der Pubertät.

Das dafür verantwortliche Wachstumshormon wird in der Hirnanhangsdrüse gebildet und auf ein bestimmtes Signal hin wird eine kleine Menge in das Blut ausgeschüttet.  Über die Blutbahnen gelangt es daraufhin an die unterschiedlichen Ziele im Körper.

Einflussfaktoren für das Wachstum eines Kindes

  • Ernährung
  • Größe der Eltern
  • psychische Belastung
  • Umwelteinflüsse (Nikotin und Alkohol in der Schwangerschaft)
  • Wachstumshormon-Ausschüttung
  • chronische Erkrankungen
  • angeborene Erkrankungen

Es ist wichtig, so früh wie möglich Veränderungen zu erkennen und Vermutungen auch direkt beim Kinderarzt anzusprechen oder einen Facharzt aufzusuchen. Denn gerade bei Jugendlichen werden die Vorsorgeuntersuchungen in viel weiteren Abständen besucht, als bei Kleinkindern. Während der Pubertät wird ein Sexualhormon gebildet, welches die Knochen reifen lässt. Ist die Pubertät abgeschlossen, ist somit auch das Wachstum vorbei.

Ehrlich gesagt habe ich mich zum ersten Mal richtig mit diesem Thema beschäftigt und war verblüfft: Ich dachte, dass wenn sich Kinder zu Beginn gesund entwickeln, dass sie dies auch in der Pubertät tun. Dem ist nicht so und lässt mich noch einwenig mehr aufhorchen. Auch wenn meine Beiden jetzt „perfekt“ in der Kurve liegen, heißt das nicht, dass dies auch in 7 Jahren immer noch ist.

Solltet Ihr bei Euren Kindern Bedenken haben: Geht lieber einmal mehr zum Arzt als einmal zu wenig. Weitere Informationen zu diesem Thema findet ihr auf www.demLebengewachsen.de.

Habt Ihr Euch mit diesem Thema schon einmal beschäftigt? Gibt es in Eurer Familie Wachstumsstörungen?

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

          

|