Stillen aus der Sicht eines Vaters und Mannes | Wie stehen Väter dazu?

         

Heute lasse ich den Vater meines Sohnes, der auch gleichzeitig mein Ehemann ist, zu Wort kommen. Wie stehen eigentlich Männer und Väter zum Thema Stillen? Finden sie es gut und wenn ja, wieso? Heute könnt Ihr die Meinung eines Papas lesen, dessen Sohn bereits 16 Monate gestillt wird.

 

Ein schwieriger Anfang

Tja, was soll man da groß zu schreiben, dachte ich als Laura mir den Vorschlag machte. Für mich ist das Stillen mittlerweile so normal, dass ich da eigentlich gar nicht drüber nachdenke. Zu Beginn, direkt nach A.s Geburt, war das natürlich anders. Im Krankenhaus hatte man durch die Empfehlungen und Ratschläge des Personals erst einmal den Eindruck als würde das mit dem Stillen sowieso bei niemandem klappen. Man soll dem Kind ständig die Flasche geben und immer eine bestimmte Mindestmenge. Das verunsichert einen dann doch ganz schön, wenn das eigene Kind, noch im Krankenhaus, nach diesem Maßstab, manchmal zu wenig trinkt. Zum Glück hat Laura sich von den ganzen Ratschlägen nicht entmutigen lassen und immer darauf bestanden A. anzulegen.

Anders wäre es vermutlich auch gar nicht gegangen. Wenn ich ihm in den ersten Wochen nach der Geburt mal eine Flasche geben wollte, hat er sich meist geweigert davon zu trinken oder im besten Fall mal dran genippt, anscheinend wusste er was am Besten für ihn ist und hat von Anfang an die furchtbar nahrhafte Muttermilch favorisiert. Da er dann auch recht schnell, ziemlich gut zugenommen hat, haben wir das mit der Flasche sehr schnell komplett sein lassen. Zumal man dann auch immer mehr Artikel gelesen hat, welche die negativen Seiten, wie beispielsweise Saugverwirrungen und ähnliches beschrieben haben.

 

Stillen in der Öffentlichkeit

Nach ein paar Tagen zu Hause, gab es die ersten Outdoor-Aktivitäten mit Kind. Aufregende Dinge wie Einkaufen, Frühstücken und Arztbesuche. Kein Scherz, die ersten Ausflüge mit dem eigenen Kind, kurz nach der Geburt, sind doch wirklich aufregend. Oft denkt man nur „Hoffentlich schläft er die ganze Zeit“, einfach weil man die Situationen nicht gewohnt ist, dann wird er wach und hat Hunger oder fühlt sich einfach unwohl. Was nun? Im Supermarkt auf die Bank setzen und Stillen? Mitten im Kaffee die Brust rausholen? Am Anfang eine wirklich seltsame und auch irgendwie beunruhigende Vorstellung. „Hoffentlich sagt niemand etwas“. Dann gucken einige auch noch als hätten sie das nächste Weltwunder entdeckt. Und dann… Dann ist das Kind bei seiner Mutter, in tiefster Geborgenheit und ist sofort beruhigt und fühlt sich wohl und alle Leute um einen herum sind einem so was von egal.

Früher haben wir oft noch ein Tuch oder eine Decke drüber gelegt, nur hat das A. meist nicht so gut gefallen und als er rausgefunden hatte wie man dieses störende Objekt aus dem eigenen Sichtfeld entfernen kann war’s damit sowieso vorbei. Außerdem ist Laura natürlich auch immer sicherer geworden und bald war das Stillen in der Öffentlichkeit, für uns drei das normalste der Welt. Komische Blicke gibt es immer mal aber ansonsten habe ich nicht viel Negatives mitbekommen und wenn doch, wird sich halt verbal behauptet.

 

Unterstützung ist das Wichtigste

Ich dachte Anfangs, dass wir vielleicht so sechs bis neun Monate Stillen würden. Mittlerweile sind bald eineinhalb Jahre daraus geworden. Dreieinhalb Monate voll Stillen, dann ein paar Monate mit Brei zufüttern und mittlerweile isst der kleine Mann ganz normal bei uns mit und wenn er es braucht dann geht er zu seiner Mama, an die Brust und ist sofort beruhigt und behütet und fühlt sich einfach wohl. Für mich als Mann ist das natürlich manchmal auch praktisch, da kann man sagen „du musst das Kind nehmen, er kann nur an deiner Brust einschlafen“ oder „Er braucht dich jetzt“ und man selbst hat ein paar ruhige Minuten, alleine mit der Playstation ?.

 

Jedenfalls kann ich jedem Mann nur empfehlen seine Frau immer beim Stillen zu unterstützen, vor allem in der schwierigen Anfangszeit oder wenn es in der Öffentlichkeit mal seltsame Blicke oder einen dummen Spruch gibt. Ich denke für ein Kind gibt es nicht besseres und natürlicheres als von seiner Mutter gestillt zu werden, zumal auch alle wissenschaftlichen Fakten dafür sprechen. Wenn der kleine krank ist oder müde, einfach nur schlecht gelaunt oder sich weh getan hat, das Stillen hilft immer. Es kann wohl kaum eine engere Verbindung zwischen zwei menschen geben oder nichts drück Geborgenheit und Liebe besser aus.

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

47 Gedanken zu „Stillen aus der Sicht eines Vaters und Mannes | Wie stehen Väter dazu?“

  1. Annika sagt:

    Interessant zu lesen!
    Unser Sohn wird seit 6 Monaten gestillt und bei dem Absatz mit der Playstation war sein Kommentar:“Da hat er nicht ganz unrecht“ 😉

    1. Laura sagt:

      Hallo Annika,

      ja Männer freuen sich auch mal etwas „Ruhe“ zu haben 😛

  2. Domenique Reinsch sagt:

    Wow danke! Das hat mich echt ermutigt! Ich stille meinen Sohn Max auch immer noch und er ist jetzt 16 Monate alt. Immer wieder göre ich dass es nun aber wirklich mal an der zeit ist ihm das abzugewöhnen, weil meine Tochter Mia habe ich ja schließlich auch nir 6 Monate gestillt. Aber da war es halt komplett anders! Sie wollte selbst nicht mehr. Aber bei Max spüre ich dass er es einfach immer noch braucht!

    1. Laura sagt:

      Liebe Domenique,

      wunderschön Deinen Beitrag zu lesen. Ich sehe es immer an Aric, er ist so klein. Klar für viele sehen 16 Monate alte Kleinkinder riesig aus und sie haben Zähne und und und. Aber keiner denkt an die Kinder: wie oft Aric trinkt wenn er sich aufregt, wenn er ängstlich ist, wenn er krank ist und das sollen wir lassen, weil andere es für unnormal halten? Kleinkinder haben noch so lange den Saugreflex und Schnuller sind ok aber an einer Brust zu trinken und zu saugen ist für viele ein Problem. Ich hoffe, dass sich das langsam mal ändert. Ich wünsche Euch noch eine wunderschöne Stillbeziehung <3

  3. Herzmelodiee sagt:

    Ein ganz toller Beitrag!!! Mein Mann sieht es genauso und wenn wir unseren Wurm endlich zu Hause haben wird er mich dabei auch zu 100% unterstützen.

    1. Laura sagt:

      Dankeschön <3

      Das ist das Wichtigste! Ein Mann der einen gerade bei so einem Thema unterstützt ist so wichtig! Das wird so toll mit Eurem Baby <3

  4. Janina sagt:

    So toll geschrieben.
    Ach, ihr seid eine ganz zauberhafte Familie.
    Schön, dass Jan dich so unterstützt ❤.

    1. Laura sagt:

      Liebe Janina,

      dankeschön <3 Ja ich bin auch sehr froh, dass Jan so ist. Aber er sieht ja wie Aric es noch braucht und Aric steht hier klar im Vordergrund 🙂

  5. Janina sagt:

    Ein schöner Beitrag, liebe Laura.

    ..und die Fotos. Wie wunderschön du bist!
    Das sind wirklich ganz besonders schöne Fotos.

    1. Laura sagt:

      Liebe Janina,
      vielen lieben Dank für Deine Worte <3

  6. Josi sagt:

    Oh, was für eine tolle Einstellung! Schön zu lesen, dass es Väter gibt, die so sehr dahinter stehen!
    Ich stille meinen 16 Monate alten Sohn ebenfalls noch. Sein Vater redet mir allerdings, wann immer es geht, rein und versucht mich zum Abstillen zu drängen, da wir kein Paar sind und er sich ausgeschlossen fühlt. Aber ich möchte es dem Lütten nicht tränenreich abgewöhnen..Er wird mir schon zeigen, wenn er so weit ist, denke ich…. u
    Und ich merke immer wieder, wie sehr er es noch braucht, wenn er mal krank ist oder wir zu lange getrennt waren. Außerdem ist unsere Beziehung doch der Grundstein für alle Weiteren in seinem Leben. =/

    Liebe Grüße

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe Josi,

      ich sehe es selbst bei Aric: er braucht es eben manchmal sehr sehr dolle und auf jedenfall täglich. Der Vater muss sich doch nicht ausgeschlossen fühlen, er will doch bestimmt das Beste für seinen Sohn. Du kannst ihm ja einfach die Seite von der WHO zeigen: geraten werden sechs Monate voll stillen und zwei Jahre nach Bedarf (http://www.still-lexikon.de/empfehlungen-der-who-fuer-die-ernaehrung-gestillter-kinder/) Vielleicht versteht er es dann mehr? Oder das der Saugreflex noch lange besteht und deswegen andere Kinder noch Schnuller nutzen… außerdem ist Stillen nicht nur Nahrungsaufnahme.

      Ich wünsche Dir das Beste

      Liebe Grüße

  7. Rantje sagt:

    Mensch, das ist ja mal spannend, das ganze aus der Sicht eines papas zu lesen. Ich habe auch bei uns gemerkt, dass auch bei den Vätern das stillen als das normalste der Welt angesehen wird. Da hatte ich vorher irgendwie nicht mit gerechnet.
    Und die Bilder sind ja wohl einfach mal der HAMMER!
    Liebe grüße!

    1. Laura sagt:

      Liebe Rantje,

      vielen lieben Dank <3

      Ja ich glaube Männer sehen das allse lockerer und völlig normal oder sie lassen sich vom Stillen einschüchtern. Wir können froh sein, dass unsere Männer so toll sind <3

  8. Lumi sagt:

    16 Monate finde ich schon lang ??

    1. Laura sagt:

      Hallo Lumi,

      laut der WHO sollte man sechs Monate voll stillen und bis zum zweiten Geburtstag nach Bedarf. Wenn Du Interesse hast, kannst Du hier noch einmal alles nachlesen http://www.still-lexikon.de/empfehlungen-der-who-fuer-die-ernaehrung-gestillter-kinder/

      Man darf auch nicht vergessen, dass die meisten Kinder entweder im selben Alter künstliche Sauger wie Schnuller nutzen. Von der Natur ist aber die Brust vorgesehen und der Saugreflex besteht manchmal bis zum 4. Geburtstag. Wieso ist es also ok, wenn Kleinkinder Schnuller nutzen (die ganz klar unnatürlich sind) anstatt das sie gestillt werden (was das Natürlichste ist)? Außerdem lasse ich Aric selbst entscheiden, wenn er es braucht, bekommt er es eben.

      Liebe Grüße

      1. Steffi sagt:

        Sehr gut geantwortet😏 ich bin überzeugte Langzeit Stillerin. Meine Tochter habe ich genau 50 Monate gestillt ( ja das sind etwas über vier Jahre), davon waren etwa 20 Monate Tandemstillen mit ihren kleinen Bruder. Und der nuckelt mit 2,5 Jahren noch immer fröhlich vor sich hin. Ich kann noch nicht sagen wie lange noch. Auf jeden Fall wünsche ich dir eine wunderschöne langstillzeit😉

      2. Laura sagt:

        Ich bin ganz neidisch! Ich hätte auch so gerne Tandem gestillt! Mein Großer hat sich ja mit 23 Monaten abgestillt und ich bin schon gespannt wie lange sein kleiner Bruder stillen will.

        Liebe Grüße

  9. Jasmin sagt:

    Oh Laura, ein schöner Artikel und so wunderbare Bilder!

    1. Laura sagt:

      Danke Jasmin 🙂

  10. Biene sagt:

    So ein liebevoller Artikel mit wunderschönen Fotos! Ich freue mich von Herzen für dich, dass du diese zwei Männer an deiner Seite hast .. so ein großes Glück haben nicht viele.

    1. Laura sagt:

      Meine Liebe <3 Dankeschön.

  11. Johanna sagt:

    Schöner Beitrag & wundervolle Bilder ?

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe Johanna,

      vielen lieben Dank <3

  12. JasminP sagt:

    Also ich Stille nun seit 2,5 Jahren meine Maus. Nicht mehr immer täglich aber immer dann wenn sie es braucht. Ich halte mich da an keine Richtlinien der who oder sonstigen, ich Stille wie es meine Maus braucht.
    Mein Mann hatte anfangs Schwierigkeiten dann hat er es aber voll und ganz akzeptiert und mich unterstützt, allerdings seit die Maus ca 1,5 ist macht er wieder druck zum abstillen. Normalerweise entscheiden wir alles zusammen und klären alles, aber nicht in dem Punkt, das ist eine Angelegenheit zwischen mir und meiner Maus und wir machen es solange wir beide damit klar kommen ☺

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe Jasmin,

      ich halte mich auch an keine Richtlinien, aber ich zeige gerne damit auf, dass so lange stillen völlig natürlich ist und sogar empfohlen wird. Leider verstehen das ja sehr viele Leute gar nicht und meinen immer wieder, dass man eigenartig sei und man etwas falsch macht, wenn man länger als zwölf Monate stillt. Da verweise ich sehr gerne auf den Artikel der WHO um den „Gegnern“ den Wind aus den Segeln zu nehmen. Mir geht es dabei auch nur um meinen Sohn und wie er sich am wohlsten fühlt. Würde ich morgen nicht mehr wollen, würde ich ihn nicht aufgrund der WHO ihn bis zum zweiten Geburtstag zwingen 😉

      Liebe Grüße

  13. Sandra sagt:

    Mein Mann gestern ungelogen: Schatz da er so quengelt bekommt er eh den Busen zum schlafen stimmt’s? Dann kann ich ja zocken ????

    1. Laura sagt:

      Hallo Sandra,

      Männer 😛 Irgendwie sind sie doch alle gleich 😛

  14. Jule sagt:

    Ein schöner Beitrag. Und eine gute Idee, meinen Mann einfach auch mal zu fragen. Ich meine, viele Sachen weiß man, aber alles vermutlich auch nicht.
    Ich habe Deinen Beitrag mal auf meiner Seite geteilt. Liebe Grüße von Jule, der Chaos & Queen

    1. Laura sagt:

      Hallo Jule,

      oh wie lieb von Dir! Ja, die Sichtweise eines Mannes zu dem Thema ist ja immer nochmal eine andere.

      Liebe Grüße

  15. Denise sagt:

    Sehr schön geschrieben und toll, es mal von der Papa-Seite aus zu lesen. Unser Sohn ist am 04.07.2015 geboren und ich stille auch noch. Zwar nur Nachts und auch mal wenn ich ihn zum Einschlafen bringen möchte. Ich hatte auch nur 6 Monate wie bei meinem ersten Sohn geplant, aber jetzt sind es schon 18 Monate. Und es ist immer noch was Besonderes!

  16. Alraune sagt:

    Hallo,

    toll und so wahr geschrieben. ? Wir stillen jetzt mittlerweile 23 Monate und noch ist kein Ende in Sicht. Vor allem beim Einschlafen oder wenn er krank ist braucht er die Brust noch ganz extrem.

    Wir haben in der Öffentlichkeit bisher auch nur sehr wenige negative Situationen erlebt. Die meisten sind entweder neutral oder positiv, ältere Damen haben mich sogar schon gelobt dass ich ihn in der Öffentlichkeit stille. ?

    Na und nein Mann stimmt dem Satz natürlich total zu dass es für die Männer total praktisch ist und er deswegen ja auch manchmal abends in Ruhe fernsehen kann während ich die Kids ins Bett bringe und den kleinsten halt in den Schlaf stille. ?

  17. N. sagt:

    Ihr seid beide sooo hübsch!!!! LG

    1. Laura sagt:

      Vielen lieben Dank <3

  18. Mamamulle sagt:

    Ein richtig schöner Artikel aus Papa-Sicht! <3

  19. Franzi sagt:

    Ganz toll geschrieben ❤❤
    Ich muss ehrlich sagen mein Mann hat mich vom ersten Tag an ermutigt,egal wo wir waren oder sind sobald mein kleiner schreit weil er Hunger hat sagt mein Mann“ Nu hol doch endlich die Brust raus und fütter meinen Prinzen “ ich muss da immer drüber lachen und Grade auch wieder weil ich nie gedacht habe das er das alles so locker sieht …..ich habe mega Respekt vor euch Männern die das alles versuchen so locker hin zunehmen, einfach fantastisch ❤❤❤

  20. Marina sagt:

    Liebe Laura und Familie,

    Danke für den Bericht. Ich selbst habe meinen grossen 16 Monate gestillt und musste dann durch eine OP diese Beziehung beenden. Wir waren beide traurig. Mein jüngster ist heute 2,5 Jahre alt und wird noch gestillt. Er wird seinen Zeitpunkt finden und für sich entscheiden wenn er gehen will.
    Ein Lob an deinen Mann das er das mitträgt! Meiner macht es auch, viele tun sich schwer ….
    Alles Liebe!

  21. Nila sagt:

    Nach dreieinhalb Monaten Brei zufüttern? Hoffentlich hat der Papa da etwas falsch in Erinnerung. Beikost darf man definitiv erst mit !Vollendung! des vierten Monats einführen, also eineinhalb Monate später

    1. Laura sagt:

      Hallo Nila,

      nein, bei uns war es leider so. Falsche Beratung der Kinderärzte und eine meine Mutter, die mich dazu gebracht hat. Würde ich nicht wieder so machen, lief aber leider so. 4. Monat empfinde ich nun auch als viel zu früh und vor dem 6. Monat werde ich auf keinen fall zufüttern.

      LG

  22. Carolin sagt:

    Super schön zu lesen! Mein Mann unterstützt mich ein Glück auch total und ich bin einfach nur glücklich, dass es beim 2. Kind gut klappt. Und ich werde sie stillen bis sie es nicht mehr braucht und nicht bis irgendwer meint dass es nicht mehr richtig ist 😀

  23. Marina sagt:

    Sehr interessant, wie dein Mann das sieht. Mein Mann ist Flaschenkinder-Papa (leider hat bei mir bei beiden Kids die Milch nicht gereicht; der Große war mit 6 Wochen leichter als bei der Entlassung aus dem Krankenhaus – kommt halt leider doch auch vor, dass es mit dem Stillen nicht klappt…) und genießt die intime Zeit des Fütterns fast mehr als ich! Beim zweiten Kind hat ihm da, solange ich gestillt habe, tatsächlich was gefehlt, weil er es vom Großen gewohnt war, am Füttern teilhaben zu können – einfach die Erfahrung zu machen, ein Grundbedürfnis des Kindes zu befriedigen.
    Und ich bin ehrlich gesagt sehr froh, dass meine Kinder sich bei ihrem Papa genauso wohlfühlen wie bei mir, sich von ihm trösten und ins Bett bringen lassen (auch Mamas – oder ich zumindest – wollen gern mal an die „Playstation“ oder einfach mal ne Nacht durchschlafen).
    Das soll jetzt keine Werbung für Flaschennahrung sein, ich finde es gut, wenn man stillt und sich nach den Bedürfnissen seines Kindes richtet. Da wir es aber so anders erlebt haben und erleben als du, Laura, fand ich es gerade wichtig, mal die „Gegenseite“ auch zu Wort kommen zu lassen.
    Ich hoffe, ich werde nicht gesteinigt… 😉
    Viele liebe Grüße!

    1. Saskia Schwarzmann sagt:

      Vielen Dank für deine Worte Marina. Bei mir hat es auch nicht geklappt. Habe dann nach 6 Wochen reinster Verzweiflung abgebrochen. Wenn ich dann immer solche Artikel lese kommen mir fast die Tränen weil ich meinem Sohn nicht das „Beste“ geben konnte. Die stillenden werden nicht müde zu erwähnen das es das einzig Wahre ist und überhaupt das die engste Verbindung ever ist… das macht mich traurig. Aber wie du schon geschrieben hast Marina – es gibt auch schöne Seiten bei Flaschennahrung. Der Papa ist auf dem gleichen Stellenniveau als die Mama – finde ich auch schön. Und wir kuscheln gaaaanz viel im Bett zu dritt. Da holen wir uns unsere „Verbindung“ zurück.
      Vielen Dank Marina für das Statement von der „anderen“ Seite
      Liebe Grüße

  24. Julia sagt:

    Es ist ermutigend zu lesen, dass hier auch noch gestillt wird!!! Wir sind jetzt 17 Monate dabei…. von der Umwelt kommen immer mehr Kommentare und das ist es was mich müde macht… mein Sohn hat nie den Schnuller genommen und die Brust ist für ihn daher mehr als nur Milch. In 6 Monaten kommt Baby Nr. 2 und dann geht es ans Tandemstillen;)

    Ein Hoch auf den Vater! Stillen sollte immer mehr zur Normalität werden und das beste ist wenn Mütter dabei von ihren Partnern Unterstützung erfahren!!!! Und wenn ich Vater wäre, fänd ich es auch super wenn der Sprössling gestellt wird…. so hat man ja doch ein wenig mehr Freiheit 😉

  25. Ein toller Beitrag und die Bilder von dir sehen wie immer toll aus. :*

  26. Missy sagt:

    Mein Mädchen wird in 3 Monaten 3 Jahre. Was meint ihr was man sich da anhören kann.. Mano Meter. Als ob es irgendjemanden was an ginge. Das Kind wäre süchtig, man müsste ihr das langsam austreiben und alleine schafft sie das doch nie. Traurig wozu Kinder getrieben und wie Eltern verunsichert werden. Macht das was für euch und eure Kinder das beste ist. Ob mit busi oder ohne Hauptsache alle fühlen sich gut und geliebt.
    Ende

  27. NadineF sagt:

    Also, ich fand den Artikel leider nicht so wunderbar wie die meisten, die ihn gelesen haben. Vielleicht habe ich was übersehen, aber was genau hat der Papa denn getan, um die Mama zu unterstützen? Wenn Männer das Stillen befürworten und den Frauen nicht negativ rein reden- gilt das bereits als Unterstützung? Herrje, das wäre traurig und weit entfernt von meiner Vorstellung von gleichberechtigter Partnerschaft. „Stillen ist toll, da hat der Mann auch mal seine Ruhe“….Ernsthaft? Und diese Sichtweise ist jetzt toll? Wirklich selbstlos die vermeintliche Unterstützung. Ich möchte niemanden angreifen. Ich finde es toll, wenn Mamas so lange stillen wie es ihnen und dem Kind gut damit geht. Aber wenn Männer schon bejubelt werden, weil sie das Stillen respektieren (meines Erachtens völlig selbstverständlich), dann liegt noch so langer Weg Emanzipation vor uns.

    1. Laura sagt:

      Natürlich sollte es selbstverständlich sein, ist es aber nicht. Es gibt heute immer noch sehr viele Frauen, die von ihren Männern beeinflusst werden. Meiner findet es zum Glück super, viele andere aber leider nicht.

          

|