Meine Erfahrungen mit dem PraenaTest | Chromosomen-Bluttest

14. Juli 2017

Mit einem wollte ich in meiner zweiten Schwangerschaft nicht konfrontiert werden: Angst. Als ich damals mit meinem Sohn schwanger war, kreisten meine Gedanken immer wieder um die Gesundheit meines ungeborenen Kindes. Da ich mich aufgrund der hohen Rate von Fehldiagnosen und einer bloßen Wahrscheinlichkeit, bei der Nackenfaltenmessung nicht zufrieden geben wollte, habe ich mich damals komplett gegen diese Untersuchung entschieden. Zu dem Zeitpunkt hatte ich mich mit dem Chromosomentests noch nicht beschäftigt und kurz nach der Geburt unseres Sohnes wurde mir durch einen Beitrag des ZDFs klar, dass ich den PraenaTest von Lifecodexx in meiner nächsten Schwangerschaft auf jeden Fall nutzen werde.

Meine persönliche Erfahrung

Da für mich schon lange vor der Schwangerschaft klar war, dass ich den PraenaTest machen werde, habe ich dies bereits bei meinem ersten Besuch beim Frauenarzt angesprochen. Mein Arzt hat mich schon bei meiner ersten Schwangerschaft begleitet und hatte mir bei dieser die Nackenfaltenmessung ans Herz gelegt. Da ich von der Nackenfaltenmessung nicht überzeugt war und bis heute nicht bin, habe ich mich damals dagegen entschieden. Etwas bereut habe ich es immer, da ich während der Schwangerschaft pausenlos beunruhigt war. Ist alles in Ordnung? Kommt mein Sohn gesund auf die Welt? Dieses Mal wollte ich für mich alles abgeklärt haben und mein Frauenarzt teilte die selbe Meinung.

Bei der zweiten Untersuchung in der 8. Schwangerschaftswoche haben wir einen Termin für die Blutabnahme gemacht und meine Praxis bestellte direkt bei Lifecodexx das Testpaket.

In der 12. Schwangerschaftswoche war nun der große Tag gekommen – neben dem üblichen Urintest und der Ultraschalluntersuchung ging es auch zur Blutabnahme. Außerdem musste ich einem Fragebogen ausfüllen. Dort wurde nach meinem Wunschtest gefragt und ob es zu einer Geschlechterbestimmung kommen soll. Des weiteren wurden noch ein paar persönliche Daten benötigt, welche mein Arzt auffüllen musste. Mein Frauenarzt versicherte mir, dass er mich direkt bei Ankunft des Ergebnissen telefonisch kontaktieren wird. Schnell noch die neue Handynummer bei den Arzthelferinnen abgegeben und ab da an hieß es warten.

Ich war mehr als aufgeregt und konnte den Tag des Anrufs gar nicht mehr abwarten. Pünktlich innerhalb der versprochenen Lieferzeit war das Ergebnis bei meinem Arzt. Und dann kam sofort der Anruf meines Arztes: „Ihr Kind ist gesund.“. Neben dem Ergebnis des Chromosomentests wurde mein Arzt auch über das Geschlecht meines Babys informiert. Dies darf er mit aber erst ab SSW 14 + 0 sagen.

Testmöglichkeiten

Es gibt drei verschiedene Optionen, mit denen man Trisomie 21 (Down-Syndrom), Trisomie 18 ( Edwards-Syndrom), Trisomie 13 (Pätau-Syndrom), Fehlverteilungen der Geschlechtschromosomen X und Y (Turner-, Triple X-, Klinefelter- und XYY-Syndrom), 22q11.2 Mikrodeletion (DiGeorge-Syndrom) und das Geschlecht ermittelt kann.

PraenaTest Option 1
Trisomie 21 und Geschlechtsbestimmung

PraenaTest Option 2
Trisomien 21, 18, 13 und Geschlechtsbestimmung

PraenaTest Option 3
Trisomien 21, 18, 13, Fehlverteilung der Geschlechtschromosomen, 22q11.2 Mikrodeletion und Geschlechtsbestimmung

Die unverbindliche Preisempfehlung liegt eines Tests zwischen 199€ und 299€ – je nachdem, was man alles durch den PraenaTest erfahren möchte. Wir haben uns für die Option 3 entschieden, da wir wirklich auf der sicheren Seite sein wollten. Auch wollten wir das Geschlecht unseres Sprößlings erfahren.

In Einzelfallentscheidungen wird der Test auch von privaten und gesetzlichen Krankenkassen bezahlt. Dies ist bei mir nicht der Fall, da ich mit 27 Jahren zu jung bin und in unserer Familie keine Fälle von Chromosomenfehlern bekannt sind.

Meine Gründe für den PraenaTest

Mein Hauptgrund war die Angst. Ich will meine zweite Schwangerschaft genießen und keinen Gedanken daran verschwenden, ob das Kind wohlmöglich krank ist. In meiner ersten Schwangerschaft hatte ich öfter leichte Panikattacken und war mit der Situation überfordert. Was ist, wenn ich ein krankes Kind erwarte und ich nicht auf diesen Fall vorbereitet bin? Wie gehe ich mit diesem Kind um und wie ändert sich mein Leben?

Für mich ist der PraenaTest von Lifecodexx einfach eine Vorbereitung auf den Fall der Fälle. Ich will auf alle Möglichkeiten vorbereitet sein und nicht bei der Geburt aus allen Wolken fallen. Es ist viel einfacher sich mit einer Tatsache vertraut zu machen, wenn man Zeit zum Nachdenken und recherchieren hatte. Egal wie das Ergebnis ausfällt – jede Familie trifft ihre eigene Entscheidung.

Warum habe ich nicht einfach eine Nackenfaltenuntersuchung gemacht? Bei der Nackenfaltenmessung wird einem am Ende bloß eine Wahrscheinlichkeit präsentiert, also Zahlen, die in einem Verhältnis zu einander stehen. Nachdem ich den Beitrag von Quarks & Co. im Fernsehen gesehen hatte, war mir klar, dass ich diese Untersuchung niemals machen werde. Durch diesen Beitrag bin ich auch auf den Chromosomentest gestoßen und war mehr als begeistert. Das Beste an der Blutuntersuchung? Man bekommt eine klare und deutliche Aussage, die zu 99,8% sicher ist. Außerdem ist der PraenaTest mit keinem Risiko verbunden, da der Schwangeren nur Blut abgenommen wird und kein Eingriff an dem Kind, der Plazenta oder dem Fruchtwasser unternommen wird.

Ein weiterer Punkt, der für den PraenaTest spricht: Er ist der einzige Test, bei dem als erstes überprüft wird, ob genug Genmaterial des Kindes vorhanden ist, um den Test durchzuführen. Sollte dies nicht vorliegen, wird der Arzt sofort kontaktiert und man erspart sich langes Warten und Bangen. Andere Tests führen sofort den Chromosomentest durch ohne vorher das Genmaterial zu prüfen. Sollte das Material nicht gereicht haben, erfährt die Mutter dies erst nach 5 bis 7 Tagen.

Ich bin mehr als froh, dass es diese Möglichkeit der Untersuchung gibt und auch wenn ich persönlich nicht zur Risikogruppe gehöre, ist es befreiendes Gefühl, ein eindeutiges Ergebnis in den Händen zu halten.

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5 Gedanken zu „Meine Erfahrungen mit dem PraenaTest | Chromosomen-Bluttest“

  1. Deborah sagt:

    Ich kann das gut Verstehen. Bei meinem Sohn wollte ich damals auch so viel wie möglich wissen. Um die Gewissheit zu haben, dass er gesund ist. Aber seit dem ich ihm in die Augen schauen kann, weiss ich, es ist völlig egal. Er ist mein Kind! Er gehört zu mir, und letztendlich wäre es egal gewesen ob er gesund ist oder nicht. Ich hätte mich nie gegen ihn entscheiden können. Ich empfand es in der Schwangerschaft auch eher belastend, ständig Entscheiden zu müssen ob ich etwas Testen will oder nicht. Ich finde es nicht nur positiv, dass es all diese Möglichkeiten heute gibt. Man muss doch auch die Chance haben auf die Natur zu Vertrauen, darauf dass alles gut wird.

  2. Chrissi sagt:

    Hey Laura, super geschriebener Artikel! Ich habe vor zwei Tagen rausgefunden, dass ich schwanger bin. Durch dich bin ich auf diesen Test aufmerksam geworden und wusste sofort: Das möchte ich unbedingt auch machen! Ich werde meinen FA direkt beim ersten Termin darauf ansprechen. Das Testpaket wird vom Arzt selbst bestellt ja? Und musstest du das Geld auch beim Arzt bezahlen? Liebe Grüße von mir 🙂

    1. Laura sagt:

      Hey Chrissi,

      toll, dass ich Dich damit erreichen konnte. Nein, Du bekommst dann eine Rechnung nach Hause geschickt. Der Arzt bestellt alles und schickt es dann direkt an das Labor weiter 🙂 Informiere mich dann mal! Würde mich sehr freuen.

      LG

      1. Chrissi sagt:

        Kurzer Zwischenbericht!
        Die Schwangerschaft sitzt da wo sie hingehört, also erstmal alles super! 🙂
        Habe meinen Gynäkologen dann direkt auf diesen Trst angesprochen und er meinte, dass er darauf auf jeden Fall auch noch zu sprechen gekommen wäre! Hat mir jetzt aber auch schon viel erklärt und ist natürlich auf meiner Seite. Aber für den Test ist es jetzt noch zu früh. Wir müssen erstmal hoffen, dass das Herzchen in zwei Wochen bei der nächsten Untersuchung schlägt. (das war beim letzten Mal nämlich leider nicht so – Fehlgeburt in der 8. SSW)
        Umso mehr sind wir gespannt auf dieses Mal und fiebern mit 🙂
        Ich werde Dich auf dem neusten Stand halten!
        Liebe Grüße Chrissi

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