Nachhaltigkeit bei Reima: Funktionsbekleidung für glückliche Kinder

26. September 2019

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Vor wenigen Jahren bin ich auf die funktionelle Outdoor-Bekleidung von Reima gestoßen. Ich war auf der Suche nach hochwertiger Regenbekleidung, für meinen Sohn und bin dann im Onlineshop, von Reima gestrandet. Schnell zogen Regenhose und Jacke bei uns ein und wurden unsere Lieblingsteile.

Innerhalb von drei Jahren, und inzwischen zwei Reima-tragenden Kindern, wurde mir das Thema Nachhaltigkeit immer präsenter. Weltweit gib es keine Marke, die sich ausschließlich auf die ganzjährige Funktionsbekleidung von Kindern zwischen Baby und 12 Jahren konzentriert.

Das finnische Unternehmen Reima feiert dieses Jahr seinen 75. Geburtstag und genau diese Feierlichkeiten nehme ich zum Anlass das Unternehmen hinsichtlichen der Firmengeschichte und Produktion unter die Lupe zu nehmen.

Hinter den Kulissen: 75 Jahre Reima

Reimas Geschichte beginnt im Zweiten Weltkrieg: Ender der 30er Jahre greift die sowjetische Luftwaffe immer wieder Finnlands Hauptstadt Helsinki an und Pallo-Paita Oy, ein Hersteller von Militärkleidung, verlegte 1939 seine Produktion in das 270 Kilometer weiter nordwestlich gelegene Kankanpää.

1944, kurz vor Ende des zweiten Weltkrieges wurde die heutige Firma Reima, unter dem Namen Kankama Oy, gegründet. Als erstes Produkt wurde Frauenarbeitskleidung aus alten Armeeschneeanzügen gefertigt, denn Rohmaterial war in der Nachkriegszeit Mangelware.

In den 50ern begann die Herstellung langlebiger Kinderkleidung, welche ab 2004 komplett im Fokus stand: In diesem Jahr wurde die Produktion ausschließlich auf Kinderfunktionskleidung fokussiert.

2016 wollte Reima die Aktivität von Kindern in den Mittelpunkt stellen: ReimaGO war geboren. Ein Aktivitäts-Tracker plus eine lustige und spielerische App, die Aktivität und Spaß miteinander verknüpft und Eltern zeigt, wie viel sich ihre Kinder bewegen.

Im Herbst 2018 stellte Reima seine Green Line-Reihe vor, deren Produkte aus zertifizierter Bio-Baumwolle bestehen und im Frühjahr 2019 setzte Reima seine Nachhaltigkeitsanstrengungen fort, indem es noch mehr Bio-Baumwolle und umweltfreundliche Tencel®-Fasern verwendete.

Nachhaltigkeit bei Reima

Reima lebt Nachhaltigkeit auf vielen verschiedenen Ebenen. Zwei Beispiele sind das Minimieren von Materialverlust in der Produktion sowie die Abschaffung unnötiger Verpackungen nur für Transportzwecke.

Wo produziert Reima?

Reima lässt in vielen verschiedenen Ländern produzieren. In China wird der Großteil der Kleidungsstücke hergestellt: Weitere Länger sind Vietnam, Indien, Sri Lanka, Taiwan, Italien und Finnland. Luftfracht wird vermieden und interkontinentale Transporte erfolgen hauptsächlich per Schiff, für kontinentale Transporte werden auch LKW verwendet.

Jeder Lieferant, der für Reima Ware herstellt, verpflichtet sich die Anforderungen hinsichtlich sozialer Verantwortung, Materialsicherheit und Qualität des Reima-Verhaltenskodex zu erfüllen oder zu übertreffen. Der Verhaltenskodex umfasst u.a. folgende Bereiche der sozialen Compliance und der Menschenrechte: Einhaltung der lokalen Gesetzgebung, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, Mindestlöhne und Sozialleistungen, Arbeitszeiten, Verhinderung von Diskriminierung, Belästigung und Missbrauch, Vereinigungsfreiheit und Kollektivverhandlungen, Gesundheits- und Sicherheitsfragen sowie ethisches Verhalten.

Es wird direkt mit den Fabriken und Stoffproduzenten zusammengearbeitet. Zusammen werden Stoffe, ihre Strukturen, Farben und Veredelungen für alle Produkte entwickelt.

Reima überwacht und beaufsichtigt alle Zulieferer in der Produktionskette regelmäßig und hat sich verpflichtet, jede produzierende Fabrik mindestens einmal im Jahr durch einen neutralen Auditor überprüfen zu lassen. Vor und während der Produktion werden Qualitätsaudits durchgeführt.

Kann die Produktion in Asien überhaupt nachhaltig sein? Diese Frage hat der Eco-Shop Loveco ausführlich beantwortet. Außerdem geht Edit Magazin auf die Arbeitsbedingungen in Asien und Osteuropa ein.

Mit welchen Materialien werden die Produkte Hergestellt?

Reima ist kontinuierlich auf der Suche nach Materialien, die den Waschbedarf reduzieren. Kleidungsstücke, die Schmutz- und Wasserbeständig sind, benötigen weniger Waschvorgänge und schonen so die Umwelt. Also immer auf der Suche nach neuen Materialien und Veredelungen, die biologisch besser abbaubar sind und die Umwelt weniger belasten. Reima Regenbekleidung und Windfleecebekleidung haben keinerlei Oberflächenbehandlungen, und ab Herbst 2017 ist die Outdoorbekleidung schmutzabweisend ausgerüstet und das ganz ohne Fluorkohlenwasserstoffe.

Reima und seine Lieferanten sind verpflichtet, die Vorschriften und Einschränkungen von REACH (EU-Verordnung über Chemikalien und ihre sichere Verwendung) einzuhalten.

Der Tierschutz liegt Reima am Herzen: Alle Fellbesätze der Reima Produkte bestehen aus Kunstfell und alle Daunen und Federn der Daunenbekleidung sind Nebenprodukte der Geflügelproduktion. Es besteht eine Zertifizierung, dass sie auf ethische Weise produziert wurden (keine Zwangsfütterung oder Rupfen von lebenden Vögeln). Alle Reima Daunen und Federn sind nach dem Responsible Down Standard zertifiziert. Bei der Verwendung von Merinowolle sorgt Reima dafür, dass die Lämmer nicht mit der schmerzhaften Mulesing-Methode gegen Parasiten behandelt werden.

Haltbarkeit und lange Lebensdauer

Reima ist alles andere als Fast Fashion, denn Haltbarkeit und ein zeitloses Design sind Priorität des Unternehmens. Die Bekleidung und die Schuhe sind durch die hohe Qualität der Materialien darauf ausgelegt eine lange Lebensdauer zu haben. Die Kleidungsstücke sollen aufgetragen und weiter gegeben werden: Aus diesem Grund sind Farben, Schnitte und Materialien zeitlos und können genderfrei getragen werden,

Bevor man neu kauft, sollte man seine Kleidung schonen und reparieren. Aus dem Grund bietet Reima Flickmaterialien und Fußschlaufen für die Reparatur von Reima-Bekleidung an, die weniger als ein Jahr alt ist.

Reima arbeitet mit Emmy, Finnlands größtem Online-Shop für gebrauchte Markenbekleidung, zusammen. Denn der umweltschädlichste Weg ist das Neukaufen!

Ein Produkt für vier Jahreszeiten

Die Key Items sind 3-in-1 und 2-in-1 Produkte: Ein Kleidungsstück, welches man problemlos von einer Saison zur nächsten nutzen kann. Durch Reißverschlüsse können Produkte das ganze Jahr getragen werden.

Jacken werden zu Westen: Ärmel werden abgenommen

Hosen werden zu Shorts: Beine werden abgenommen

Winterjacken werden zu Herbstjacken: Steppjacke wird entfernt

Ziele für die Zukunft von Reima

  • Produktion von Kleidung, die sich leichter wiederverwerten lässt. Wie Kleidung, die aus einem einzigen Stoff hergestellt wird und somit als komplettes Stück recycelt werden kann und somit die zeitaufwändigen manuellen Trenn- und Sortierverfahren einspart. 2020 wird die erste dieser Monomaterial-Jacken auf den Markt kommen.
  • Eigenes Green-Office-Programm zur „grüneren“ Gestaltung sämtlicher Büros erschaffen, um die Umweltbelastung der Betriebsabläufe zu reduzieren
  • Zusammenarbeit mit Protect Our Winters (POW) Finnland, um dem Klimawandel entgegenzuwirken
  • Als Mitglied des amfori BSCI Member Advisory Council werden weiterhin Menschenrechte gefördert. Amfori BSCI ist der führende globale Handelsverband und eine der weltweit größten unabhängigen Auditgesellschaften

Reima gehört zu meinen absoluten Lieblingsmarken, wenn es um Outdoor Bekleidung geht.

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