Mobbing auf der Geburtenstation | Falsche Ratschläge und Bevormundung

29. Januar 2017

Ich habe lange darüber nachgedacht diesen Beitrag zu schreiben, da ich noch ein weiteres Kind genau in dieser Klinik bekommen möchte. Warum? Weil die Geburt an sich unglaublich toll und einfach war, mir jedoch die Behandlung seitens einiger Schwestern und Hebammen, innerhalb der drei Tage Aufenthalt, rein gar nicht gepasst hat. Sogar wenn ich heute noch mit Freundinnen, die dasselbe Schicksal erlitten habe, spreche, werde ich unglaublich wütend. Aber liest selbst.

 

Das Wunder der Geburt

Wenn man zum ersten mal schwanger wird, hat man wirklich keinerlei Ahnung auf was man sich einlässt. Besonders die Geburt ist ein Mysterium. Ich hatte einfach Glück: nach drei Stunden Wehen war mein Sohn schon auf der Welt und ich war der glücklichste Mensch überhaupt. In dem Moment hätte ich nicht damit gerechnet, dass genau die Personen denen man in dieser intensiven Zeit Vertrauen schenken soll, unglaublich unmenschlich sein können.

Es gab mehrere Situationen die von Anfang an nicht meinem Willen entsprachen, genauso oft wurde ich auch abfällig behandelt.

 

Gegen Vorurteile kämpfen

Schon als ich mich in der Geburtenstation mit Wehen meldete wurde ich auf meinen Nachnamen angesprochen. „Ach, sind sie zufällig mit einer Mitarbeiterin von uns verwandt?“ Die Habamme spielte darauf an, dass ein Familienmitglied in der Geburtenstation angestellt war, jedoch nach kurzer Zeit dort kündigte. „Ja genau, wir sind verwandt“ – Achso, naja okay. Ein wenig stutzig war ich zu diesem Zeitpunkt: was macht es denn für einen Unterschied mit wem ich verwandt bin oder nicht? Machte mir aber keine weiteren Gedanken, für mich hatte das eine mit dem anderen nichts zu tun. Jedoch war dies einer der Punkte, die mir immer wieder von einigen Schwestern und Hebammen, nach der Geburt vorgesetzt wurden.

Ein weiterer Knackpunkt ,der anscheinend die Gemüter der Damen dort erregt hat war, dass ich mich gegen eine Nachsorge-Hebamme entschieden habe. Mehrere Male würde ich ermahnt mich doch für eine Hebamme zu entscheiden, denn sie wäre ja so unersetzlich und immer wieder lehnte ich dankend ab. Allgemein waren mein Mann und ich keine Personen die ununterbrochen Schwestern oder Hebammen an unseren drei Aufenthaltstagen um uns herum haben wollten. Sollten wir eine Frage haben, würden wir uns von alleine melden. Auch diese Tatsache stieß dort nicht auf Begeisterung, denn wie zum Teufeln können es frisch gebackene Eltern, einfach ohne unzählige Fragen gegenüber dem Fachpersonal, alleine schaffen?

 

Nun möchte ich gerne ins Detail gehen:

1. Situation

Morgens zur Visite kamen Hebamme, Schwester und Praktikantin zu uns ins Zimmer. „Das ist Frau Niemeyer, sie hat sich GEGEN eine Hebamme entschieden.“ Mir war sofort klar, wie die Schwester mich darstellen lassen wollte. Als ob mein Mann und ich unfähig und unverantwortlich sein und wir noch sehen werden was wir davon haben.

„Hier haben sie die Vitamin-D Tabletten für ihren Sohn. Wie man diese nutzt können sie ja einfach in ihrer Familie fragen, dann müssen wir ihnen das nicht erklären.“ In dem Moment war ich so schockiert und unsicher. Ich wusste ehrlich gesagt nicht was ich sagen sollte. Als ob ich abgestraft werden muss, dass ein Familienmitglied dort gearbeitet hat und ich keine Hebamme möchte.

2. Situation

Mein Mann und ich hätten unseren Sohn gerne einmal im Krankenhaus gebadet und sagten der besagten Schwester bescheid. Alles kein Problem, sie würde uns bescheid geben sobald sie Zeit hätte. Wunderbar dachten wir uns. Zwischendurch ist mein Mann alleine mit A. zum Hörtest gegangen. Gegen Nachmittag kam die Schwester noch einmal vorbei um nach uns zu schauen und wir fragten was denn jetzt mit dem Bad für unser Baby sei. „Sie haben sich ja nicht gemeldet, jetzt haben sie Pech und müssen ihr Kind alleine zu Hause baden.“ in einem schnippischen Ton, dass ich mal wieder perplex war. Anstatt meinem Mann beim Test noch einmal darauf aufmerksam zu machen, dass wir uns melden sollen oder das Baby jetzt gebadet werden kann, kam nichts.

 

Das Recht auf Hilfe und Gleichberechtigung

Wenn ich darüber nachdenke bin ich immer noch wütend. Sind nicht gerade diese Damen da um einem zu helfen? Eine Stütze zu sein und Tipps im Umgang mit Babies zu geben? Extra Hilfe zu verwehren, aufgrund des Alters, der Einstellung, der Nationalität oder einem anderen unwichtigen Grund kann nicht akzeptiert werden. Das Traurige ist: wenn ich mit anderen Frauen über dieses Thema spreche haben sie fast alle ähnliche Erfahrungen gesammelt. Man wird als unfähige junge Mutter dargestellt und konnte selten richtige Hilfe erwarten.

 

Falsche Ratschläge und Bevormundung

Ehrlich gesagt habe ich mich in der Schwangerschaft nicht groß mit dem Thema Stillen beschäftigt – es wird schon klappen, sagte ich mir jedesmal. Der Zeitpunkt des ersten Anlegens im Kreissaals war gekommen und ich war glücklich. Alles klappte bilderbuchmäßig. Wir wurden ins Familienzimmer gebracht und die erste Nacht verging wie im Flug. Einmal kam eine Hebamme vorbei und überprüfte meine Anlegetechnik von A., alles war zur vollsten Zufriedenheit, zumindest dachte ich das.

Da ich echt blauäugig an dieses Thema rangegangen bin, hatte ich wirklich keinerlei Ahnung vom Stillen und wollte mich auf das Fachpersonal verlassen. Also lies ich mir die alten Märchen vom Stillen erzählen und glaubte sie. Blind stillte ich nicht länger pro Seite als 15 Minuten und das alle drei bis vier Stunden. Keine Spur von richtigen und hilfreichen Tipps, wie das Stillen nach Bedarf. Ein weiterer Schlag ins Gesicht war für mich die Nutzung von Flasche und Schnuller ohne unsere Erlaubnis. Wir wurden nicht eine Sekunde darüber aufgeklärt, dass es wohlmöglich zu einer Saugverwirrung kommen könnte – wozu es im Nachhinein dann wirklich gekommen ist.

Nun möchte ich gerne ins Detail gehen:

1. Situation

A. muss noch schrecklichen Hunger gehabt haben und wir waren komplett Überfragt was wir tun sollten, da uns ausdrücklich erklärt wurde, dass wir nur 15 Minuten auf jeder Seite stillen sollen. Natürlich haben wir den Schwestern und den Hebammen geglaubt, täglich geben sie frischen Mamas Hilfestellung. Also riefen wir eine Hebamme und wollten wissen was zu tun ist. Obwohl wir uns vorher nicht mit den Anzeichen von Hunger eines Säuglings beschäftigt haben, war uns sofort klar, dass er noch weiter trinken wollte. Die Hebamme erklärte mir, dass dies keine Hungeranzeichen wären (was im Nachhinein nicht stimmte) und nahm A. zum morgendlichen wiegen und frisch machen mit. Da wir so erschöpft waren, schliefen wir beiden plötzlich ein. Niemand weckte uns und es waren schon mindestens drei Stunden vergangen – A. hätte schon längst wieder gestillt werden müssen. Sofort schickte ich Jan los, um A. zu holen. Er brachte ihn mir und was fand ich im Bettchen? Einen Schnuller. Außerdem wurde er, ohne uns zu fragen, einfach mit dem Fläschen gefüttert.

 

2. Situation

Da mir von den Schwestern gesagt wurde, dass alle vier Stunden füttern reichen würde und A. daraufhin nicht genügen zugenommen hatte, musste ich zur Stillprobe. Ergebnis: Ich muss mindestens 20ml alle vier Stunden zum normalen Stillen dazu füttern.

 

Bei einem Zweiten Kind wird alles anders laufen

Es kam mir damals so vor als ob die Antwort auf die Frage „Ist das ihr erstes Kind?“ ein Freifahrtschein für das Krankenhauspersonal ist, um sich wie Hyänen auf einen zu stürzen. Wenn ich jetzt noch eine schwere Geburt gehabt hätte und nicht, trotz dieser Situation, so stark und selbstbewusst, aufgetreten wäre, was hätten die Damen dann noch probiert mir einzureden?

Immer wieder erwische ich mich, wie ich mir selbst die Vorwürfe mache. Hätte ich mich vielleicht doch viel mehr mit dem Thema Stillen beschäftigt und mich nicht auf andere verlassen. Oder habe ich wirklich zu viel Vertrauen in Schwestern und Hebammen im Krankenhaus gelegt und hätte mir damals doch lieber eine Nachsorgehebamme geholt? Bin ich vielleicht selbst daran Schuld, dass ich so abwertend behandelt wurde aufgrund meiner Einstellung und meines Alters?

Nein! Ich bin wirklich nicht daran Schuld, genauso wie keine andere Frau an der Art und der nicht vorhandenen Hilfe schuld sein kann. Man begibt sich ahnungslos in die Hände von Fachpersonal und erhofft sich die best mögliche Unterstützung. Ob es bei der Geburt des Babies ist, der Hygiene oder beim Stillen. Das gehört für mich einfach dazu, eine Aufklärung und keine Bevormundung. Ein Krankenhaus hat nicht das Recht Erstgebährende schlecht  zu behandeln und das Personal nicht das Recht seine persönliche Einstellung an den Patienten auszulassen.

Hätte ich damals auf die Ratschläge der Hebammen und Schwestern gehört, hätte die Stillbeziehung von A. und mir nicht lange gehalten. Mir wurde veraltetes und falsches Wissen als Fakt dargelegt. Anstatt einer ängstlichen Mutter unter die Arme zu greifen und ihr von bedürfnisorientiertem Stillen und Saugverwirrung zu berichten, wurde wissentlich meine Stillbeziehung aufs Spiel gesetzt.

 

Was ich anders machen würde?

Viel selbstbewusster auftreten! Bei einem zweiten Kind werde ich bereits bei der Anmeldung ganz klar deutlich machen, dass ich keinen Schnuller oder Fläschchen möchte. Ich werde darauf bestehen. Außerdem werde ich bei einem Zweiten nur so lange es nötig ist im Krankenhaus bleiben. Im Nachhinein haben diese drei Tage dort im kleinen Zimmer und umgeben von unwissenden Menschen, mich noch viel mehr durcheinander gebracht als geholfen.

Was ich einer Erstgebährenden rate? Informiert Euch mehr, besonders über das Stillen. Wenn Ihr wirklich stillen wollt, sagt bei der Anmeldung sofort bescheid wegen Schnuller und Fläschchen. Wenn Ihr unsicher seid und eine Nachsorgehebamme braucht, dann nehmt nicht die erst Beste. Hebamme ist nicht gleich Hebamme. Bei meinem Glück wäre ich damals an eine genauso gute Nachsorgehebamme gekommen, wie einige der Schwestern und Hebammen im Krankenhaus waren. Also fragt andere Mütter, deren Erziehung Euch gefällt: denn jede Mutter hat andere Prioritäten und wird eine andere Hebamme empfehlen.

 

Was ich mir gewünscht hätte?

Fundierte Hilfe von Anfang an. Jemand der einen aufbaut und genau erklärt, wie das mit dem Stillen funktioniert. Mir auch Risiken vom Zufüttern und Schnullergeben erklären und mich nicht einfach mit fünf Hipp Pre-Miichflaschen nach Hause schicken. Hebammen und Schwestern die herzlich sind und sich gerne kümmern. Jemand der mir die Angst ein wenig nimmt und mir geraten hätte A. mit ins Bett zu nehmen, anstatt ihn alleine in dem Babybettchen schlafen zu lassen. Menschen die nicht ihre persönliche Einstellung auf einen selbst projizieren und mich aufgrund meiner Familie anders behandeln. Einfach Damen und Herren die ihren Job machen und versuchen einer jungen Mutter den besten Start in die Mutterrolle zu geben.

 

Wichtig ist auch zu erwähnen, dass wir in einem Krankenhaus entbunden haben, in dem täglich nicht mehr als ein bis zwei Kinder auf die Welt kommen. Auch wenn es an diesem Krankenhaus Personalmangel gegeben hätte, wäre keiner der oben genannten Erfahrungen gerechtfertigt gewesen.

 

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? Ähnliche wie ich und wie habt Ihr reagiert und es verarbeitet? Oder hattet Ihr neben einer Traumgeburt auch eine paradiesische Zeit im Krankenhaus?

 


Geburtsverlaufsbericht und Geburtsprotokoll

Edit: Sechs Monate, nach zahlreichen E-Mails und einem sehr verärgerten Brief, habe ich nun endlich meinen Geburtsbericht erhalten.

Leider wurde ich in diesem Geburtsverlaufsbericht als „sehr unkooperativ“ dargestellt, was meinen Mann und mich sehr verwundert und immer wieder zeigt, dass es doch Sinn macht, den Geburtsbericht anzufordern.

Angefordert habe ich den Geburtsverlaufsbericht und das Geburtsprotokoll. Jedes Krankenhaus muss diese Daten 30 Jahre aufbewahren.

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77 Gedanken zu „Mobbing auf der Geburtenstation | Falsche Ratschläge und Bevormundung“

  1. Janina sagt:

    Wir hatten uns von vorn herein gegen einen Aufenthalt im Krankenhaus entschieden, denn egal in welchem ich bis jetzt war, man wurde nie wirklich human behandelt..Es war eher als wäre man eine Nummer die abgearbeitet wird.
    So war es auch bei der Geburt. Die Hebamme im Kreißsaal war zwar okay, aber kaum war der kleine raus und wir im Zimmer (denn da sollten wir noch bis zum morgen bleiben), hat sich niemand mehr für uns interessiert.
    Zu Hause konnten wir ankommen und als Familie wachsen.
    Schon 4 Monate vorher (was eigentlich sehr spät war für Hannover), habe ich nach einer Hebamme gesucht. Ich weiß nicht wie das bei euch läuft aber hier sucht man die sich selbst aus. Es gab eine Liste vom Frauenarzt mit gefühlt 100 Hebammen.
    Im Netz bin ich die einzelnen mit Bewertungen dann durchgegangen und habe auch geschaut wer was zusätzlich anbietet.
    Ich habe viel telefoniert, Mails geschrieben und dann ein Treffen mit der einen Hebamme vereinbart, die für mich am sympathischsten rüber kam.
    Wir waren sehr glücklich über die Hebamme, die ich auch für das zweite Kind wieder kontaktieren werde.
    Sie war jung, hat uns beim ersten baden geholfen, das Kind bei jedem Besuch gewogen und uns bei jeder Frage weitergeholfen.
    Auch die Termine konnten wir selbst legen wie wir wollten und je nach Bedarf.

    Es ist wirklich schade, dass Frauen, die gerade das größte Glück erfahren haben, so behandelt werden.
    Ich wünsche dir für das Zweite eine traumhafte Zeit und vielleicht ist der Gedanke nicht im Krankenhaus zu bleiben auch eine Überlegung für dich wert.

    1. Laura sagt:

      Liebe Janina,

      ich wünschte, ich wäre damals auch nach der Geburt und der ersten Nacht gegangen. Geholfen haben mir die weiteren Tage leider gar nicht – eher im Gegenteil, es hätte fast unsere Stillbeziehung gekostet. Ich glaube in Hannover ist das auch etwas „einfacher“ eine passende Hebamme zu finden. Jedoch wusste ich zu dem Zeitpunkt gar nicht was für eine Mutter ich werden will. Ich wollte Stillen aber habe mir da nicht viele Gedanken gemacht. Das A mal bei uns im Bett schläft und ich eine bedürfnisorientierte Erziehung möchte, war mir erst ab der Geburt klar.

      Leider arbeiten viele Hebammen nicht so, wie ich es gebraucht hätte. Deswegen bin ich froh, dass ich keine hatte. Entweder hätte ich eine ganz tolle bekommen die uns unterstützt oder es wäre eine Katastrophe geworden. Leider kann man das vorher nicht wissen.

      Also haben wir As Nabel selbst versorgt, A zum ersten Mal gebadet, A selbst gewogen – alles ohne oder mit ein bisschen Hilfe. Umso stolzer bin ich, dass wir so eine unglaublich enge Bindung mit ihm haben.

      Liebe Grüße

  2. Helen sagt:

    Toller Bericht! Leider höre ich sowas viel zu oft aus meinem Freundeskreis…:(

    Ich bin bei Jonahs Geburt kurz vor dem Notkaiserschnitt auch ein eine Hebamme geraten, die ihren Beruf sowas von verfehlt hat. Da liegt man eh schon voller Panik im Kreißsaal und hat Angst, dass das Baby die Geburt vielleicht nicht überlebt und man gerät dann noch an so eine schreckliche Person. Bespiel: Ich lag ja bis zum Schluss am Wehenhemmer um die Geburt vielleicht doch noch aufzuhalten und ihr war es zu viel mich zur Toilette zu begleiten oder das Tokolysegerät abzustöpseln damit ich alleine gehen kann, da hat sie mir einfach einen Katheter gelegt, obwohl mit den Ärzten abgesprochen war, dass ich den erst bekommen, wenn die Pda für den Kaiserschnitt liegt. Waren höllische Schmerzen. Achja und den Kreißsaal habe ich mir übrigens auch mit einer anderen Frau teilen müssen, Begründung „Naja sie entbinden ja wenn dann eh per Kaiserschnitt und die Wehen können sie ja auch ruhig veratmen während noch jemand hier liegt. Ist für mich auch einfacher wenn sie zusammen liegen (Die Dame neben mir lag auch an der Tokolyse). Kannst dir ja vorstellen was das für ein Choas in dem Kreißsaalzimmer war, ich mit Wehen und mein Mann die ganze Zeit bei mir, die neben mir mit Zwillingen schwanger, ihr Mann natürlich auch dabei, zwei Betten, zwei ctg geräte usw usw. Und das alles im Hochsommer. Mal ganz davon abgesehen, dass man sich vielleicht als Paar auch in Ruhe darauf vorbereiten möchte, was in den nächsten Stunden auf einen zukommen wird, wenn das eigene Baby in der 31ssw zur Welt kommt, ist ja schließlich keine schöne Situation. Aber da hatte die Hebamme anscheinend kein Verständnis für.

    Die „nette“ Hebamme arbeitet Gott sei dank nicht mehr in der Klinik, denn wir werden dieses mal auch dort entbinden, weil wir sonst unglaublich zufrieden waren.

    1. Laura sagt:

      Liebe Helen,

      also wenn ich das gerade lese mit Kreißsaal – ich habe Gänsehaut und Tränen in den Augen. Wie kann denn sowas passieren? Mir persönlich geht das viel zu weit. Ich finde schon das Teilen eines Zimmers einfach schrecklich und muss zugeben, dass ich da etwas eigen bin. Aber ein Kreißsaalzimmer ist doch was ganz anderes. Da braucht man seine Ruhe und muss sich auf sich selbst konzentrieren.

      Ich wünsche Euch, dass es bei Paul besser wird. Bekommt Ihr dieses Mal normal oder mit KS?

      Liebe Grüße

      1. Helen sagt:

        Also so wie es im Moment aussieht, kann ich normal Entbinden. Paul liegt schon mit dem Köpfchen nach unten und die alte Kaiserschnittnarbe macht auch keine Probleme. Ein zweiter Kaiserschnitt wäre der Horror für mich! Ich möchte eigentlich dieses Mal so wenig Zeit wie nötig im Krankenhaus verbringen, und vorallem selbstbestimmend Entbinden! Am liebsten wäre mir eine Ambulante Geburt, wenn es Paul und mir soweit gut geht. 🙂 Zu hause kann man sich einfach am Besten erholen und die Kennlernzeit genießen! Dieses Mal werde ich auf jeden Fall hartnäckiger sein und sagen wenn mir was nicht passt!

  3. Lisa Conrad sagt:

    Aus Sicht einer in der Pflege arbeitenden, ist es noch erschreckender. Ich finde es unfassbar wie die Mitarbeiter dort mit dir umgegangen sind. Das wirft ein schlechtes Licht auf eine ganze Berufsgruppe, nur weil es Menschen gibt die nicht in der Lage sind ihre persönliche Haltung und Frustration für sich zu behalten und/oder sie zu kontrollieren. Du kannst wirklich stolz auf dich sein, das du trotz allem dann noch eine wundervolle Stillbeziehung mit A hattest/hast.
    Ich bin gespannt wie meine Entbindung und die Tage darauf ablaufen werden. Ich werde deine Ratschläge aufjedenfall beherzigen und selbstbewusst bleiben.
    Liebe grüße 🙂

  4. OH Hilfe das klingt ja alles gar nicht gut, was euch mit A im Krankenhaus zugestoßen ist. Ich bin perplex!

    1. Laura sagt:

      Hallo Silvia,

      ja ich weiß. Mich stimmt es immer noch traurig, wenn ich darüber nachdenke. Eigentlich hätte es ja wunderschön werden können. Die Geburt war klasse und schnell, aber danach war es für mich wirklich Horror.

      Liebe Grüße

  5. Morimimi sagt:

    Oh je, das hört sich ja nicht so toll an. Ich hoffe, du bist dann für die nächste Geburt so selbstbewusst und taff, dass du auch mal verbal zurückschlagen kannst. Meistens ist man ja erst so baff, sagt nix und im Nachhinein ärgert man sich auch noch über sich selbst.
    Bei uns war es umgekehrt, eine schreckliche Geburt, dafür war der Aufenthalt mit den Schwestern dort sehr nett. Die olle Hebamme saß auf ihrem Stuhl, Bein auf Bein und sagte, ich solle mal anfangen zu pressen. Was für eine Motivation. Ich ärgere mich auch jetzt noch, dass ich ihr danach nicht ordentlich die Meinung gesagt habe. Jedenfalls weiß ich von meiner Hebamme, dass sie dort nicht mehr arbeitet. Also hoffe ich, dass die zweite Geburt besser wird.
    Alles Liebe weiterhin <3

    1. Laura sagt:

      Hallo Liebes,

      ich bin jedesmal so überrumpelt. Ich schließe leider viel zu oft darauf, dass Menschen sich so verhalten wie ich – Pustekuchen. Wie kann man zu einer frisch gebackenen Mutter in irgendeiner Art und Weise frech werden? Man will doch helfen, man will doch, dass die Geburt und das Stillen klappt.

      Liebe Grüße

  6. ekulele sagt:

    Da hast du bzw. ihr ja wirklich schreckliche Erfahrungen machen müssen. Ein Unding! Ich glaube, ich wollte und könnte in diesem KH kein weiteres Kind zur Welt bringen. Mir zumindest geht es so. War ich zuvor sehr angetan vom KH, dem Kreissaal und den Hebammen, wurde ich bei und nach Jontes Geburt schwerst enttäuscht. Es sind sehr, sehr! abwertende Sätze gefallen und ich hatte das Gefühl, dass ich nicht ernst genommen werden. Nach der Geburt wurde ich quasi alleine gelassen, denn die Station war so überfüllt, dass die Schwestern einfach nicht nachkamen. Was mir in diesem Moment auch wirklich Leid tat. Trotzdem hätte ich mehr Empathie und Anwesenheit erwartet…. Beim nächsten Kind werde ich auf alle Fälle wo anderes gebären, dort würde ich mich einfach nicht wohl fühlen…

    Liebe Grüße, Frauke

    1. Laura sagt:

      Hey Frauke,

      es tut mir leid, dass Du ähnliche Erlebnisse machen musstest. In dem Moment als ich so schlecht behandelt wurde, kam es mir gar nicht so schlimm vor. Als ich zu Hause war und über die Worte und die Art nachgedacht habe, ging es mir wirklich sehr schlecht und das für lange Zeit.

      Ich hatte wirklich Glück, dass die Geburt so reibungslos verlaufen ist und die Hebamme auch Ahnung hatte. Leider ist sie kurz nach As Geburt in Rente gegangen. Beim Zweiten würde ich mir rein gar nichts gefallen lassen und wenn mir jemand dumm kommt können die sich warm anziehen. Leider wissen die auch ganz genau mit wem sie es machen können und mit wem nicht. Als ob man als Erstgebärende einen Stempel hätte.

  7. Meundminime sagt:

    Huhu Liebes , da hast du ja echt einiges zu verarbeiten gehabt , aber wie du schon sagst es macht einen stärker . Bei mir war es aber ähnlich . Im Kreißsaal selbst wurde ich von der Hebamme so toll betreut, ich habe mich so wohl gefühlt dort. Naja bis zu dem Zeitpunkt ,dass es dann ein Kaiserschnitt werden sollte. Es war mitten in der Nacht und Ärzte sowie Narkoseärztin mussten aus der Bereitschaft geholt werden ,, ja so wurde ich auch behandelt , kein hallo und tschüss vom Arzt der mich aufgeschnitten hat , allgemein die Zustände, das war wie so ein gemetzel und einfach das Gefühl, schnell fertig werden und wieder weg. Naja nachher auf der Station auch nichts gutes erlebt. Stillen klappte erst ganz gut , eine Stillberaterin kam auch vorbei es war ein Freitag und Samstag und Sonntag ging der Horror erst richtig los . Nichts klappte mehr mein kleiner hat nur noch geschrien , nachts war nur eine Nachtschwester da , die auch total überfordert war und andauern mich vergessen hat und ich dementsprechend echt oft klingeln musste. Das schlimmste war einfach , das meine Bettnachberin irgendwann nachts zu mir sagte ob ich denn nicht mit dem kleinen in den Aufenthaltraum gehen möchte, da sie schon total genervt war von dem Geschreie von meinem Sohn und sie nicht schlafen konnt. Ganz ehrlich ich konnte es ihr noch nichtmal verübeln . Aber da war ich an dem Punkt wo ich mich als erste mal Mama sein ganz hilflos ,alleine und schrecklich traurig gefühlt habe . Das waren so schlimme Erlebnisse ! Das Gefühl versagt zu haben. Ich erwarte in 2 Wochen ca. mein zweiten Sohn und so wie du schon geschrieben hast werde ich definitiv stärker und Selbstbewusster auftreten. Ich danke dir, für diesen Beitrag er ermutig mich noch ein Stück mehr. P.S . Ich werde auch wieder in dem Krankenhaus entbinden , Kreißsaal und Hebammen waren top. ! Liebe Grüße

    1. Laura sagt:

      Hey Liebes,

      ich weiß genau wie Du Dich fühlst. Ganz oft hat das Personal einfach gar keinen Schimmer und ist mit der Situation überfordert. Zum Glück hattest Du eine Stillberaterin an der Seite – ich weiß nicht einmal ob wir sowas in unserer Kleinstadt finden. Wir hatten damals ein Einzelzimmer für uns alleine, dass würde ich beim Zweiten genauso wieder machen. Meine eine Freundin hat in der Nähe unserer Stadt entbunden und ich glaube die hatten da ein 4er Zimmer. Wenn ich daran denke – HILFE! Ich finde gerade in so einer Zeit sollte man besonders viel Ruhe mit seinem Kind haben und nicht noch fremde Menschen ertragen müssen. Da muss sich eigentlich etwas ändern. Ich werde beim Zweiten, wenn es möglich ist, sofort abhauen.

      Ich wünsche Dir eine wunderschöne Geburt!

      Liebe Grüße

  8. Eva sagt:

    Ich hatte mir zum Glück vor der Geburt viele Gedanken gemacht und meinen Mann geimpft was ich alles nicht will falls ich es im Delirium nicht durchsetzen kann. aufgrund der horrorstorys die man von anderen hört wollte ich gleich nach der Geburt nach Hause. Im Endeffekt sind wir eine Nacht geblieben und wir wurden wirklich komplett in Ruhe gelassen. Ich hab meine Tochter nicht aus der Hand gegeben, sie hat bei mir mir Bett geschlafen und es hat sich wirklich niemand aufgedrängt. Ich fand es so super, Und morgens sind wir direkt Abgehauen … Mit dem stillen hab ich einfach alles so gemacht wie ich es mir dachte bzw es gelesen hatte und es klappte und klappt nach knapp 8 Monaten immer noch super. Also das wichtigste ist wirklich dass man sich informiert, mit der Nachsorgehebamme kann man auch Pech haben, mir hat eigentlich am meisten unser Geburtsvorbereitungskurs geholfen den wir in einem Geburtshaus gemacht haben

    1. Laura sagt:

      Hey Eva,

      ja im nach hinein bereue ich es sehr, dass wir so lange dort geblieben sind. Geholfen hat es leider gar nicht, sondern hat uns den Weg zum Stillen schon sehr mühsam gemacht. Ich glaube es gibt ganz große Unterschiede wenn es um das Thema Geburtsvorbereitungskurs geht. Wir haben in einer Hebammenvereinigung es damals machen gemacht (die bieten halt Nachsorgehebammen und Kurse an). Die Dame war so etwas von durcheinander, wir hätten uns das schenken können. Ich glaube das Niveau eines Geburtshauses ist um einiges Höher in der Aufklärung.

      Liebe Grüße

  9. Silke G. sagt:

    Darf ich ganz ehrlich sein? Ich finde du bist zu empfindlich. Von Mobbing kann man wirklich nicht sprechen – zumindest konnte ich nichts lesen. Man hat dich mit Nachnamen angesprochen? Das ist eigentlich die Regel (meine Tochter möchte Hebamme werden, die hat mir das eben nochmal bestätigt) . Damit wird schon eine gewisse Distanz und Achtung ausgedrückt. Später bei der Nachsorge oder wenn man vorher viel mit der Hebamme zu tun hatte – wir sich natürlich gedutzt.
    Die Frage nach der Schwägerin? Kann auch freundlich gemeint gewesen sein – um eine gewisse Nähe und das Vertrauen aufzubauen.
    Du hast keine Nachsorgehebamme gewünscht – bist aber pikiert wenn das bei der Visite erwähnt wird? Hier lief das automatisch – die Hebamme die entbunden, besucht einen 3 Tage nach der Geburt zuhause. Darf ich fragen aus welchen Gründen du es nicht wolltest?
    So ganz verstehe ich eh nicht was genau du von den Hebammen erwartet hast – wenn sie dir Hilfestellung gegeben haben, dann haben sie dir nicht gepasst (Schnuller, Flüssigkeit zugabe damit du schlafen kannst – denn das ist es i.d.R. Flüssigkeit kein „Fläschchen“) und du kamst dir bevormundet vor.
    Im KH läuft eh alles ein bisschen straffer – daher wird ja die Nachsorge angeboten. Daher soll man sich ja auch eine Hebamme seines Vertrauens aufsuchen. Daher bieten sie die Möglichkeit an eine zu wählen (meine Schwester hat dies in der Schwangerschaft gemacht, tolle Frau – meine Tochter möchte Hebamme werden, hat sie schon ein paar mal begleitet).
    Davon träumen das beim Zweiten alles anders wird…. Den Traum werd ich dir nicht nehmen wollen. Es ist wie beim bauen… man vermeidet die Fehler die man beim ersten Mal gemacht hat und macht dafür andere 😉
    Zumal jedes Kind anders ist, ebenso wie jede Situation anders und nicht vorrausplanbar ist.
    Mein Posting ist nicht böse gemeint – ich möchte damit nur zum Nachdenken anregen.
    Auf der einen Seite hast du gefordert – aber wenn was kam wusstest du es besser (deiner Meinung nach) oder kamst dir bevormundet vor. Wenn man Hilfe fordert, dann muss man erstmal offen dafür sein. Ob man es später so handelt oder sich eine zweite/dritte/vierte Meinung zuzieht und sich dann das für einen passende heraus pickt sei dahin gestellt. Du sagst du hättest dir von ihnen dies und das gewünscht … aber sie sollten nicht IHRE Einstellung projezieren – sondern bitte DEINE (wofür sie vorher einen Kurs in hellsehen belegen müssten, bzw. wenn du es (besser)weißt brauchst du ja nicht fragen).
    Wie gesagt KH ist KH, da wird das Kind geboren, die Mutter versorgt. In die Familie „einziehen“ und Co. geschieht zuhause – in Ruhe. So habe ich es beide Male erlebt. Im KH ging es um die Geburt, darum das ich gestärkt wurde (warum man dich auch einmal ausschlafen lassen hat) für die nun startende nächste anstrengende Phase. Sicher wurde dort auch das Kind angelegt – aber das richtige „Stillen“ kam erst zuhause (dafür muss Frau ja auch erstmal Milch haben). Auch ich wurde mit jeweils 2 Pre-Proben entlassen (die mir mit den Worten „wenn du sie nachher wegschmeißt ist gut, nur für den Notfall – stell sie dir ganz hinten in den Schrank“). Aber ich bin auch der Meinung es gibt keine „Traumgeburt“ . Eine Geburt ist eine Geburt. Ebenso wie es keine „Traumschwangerschaft“ oder „Traumbabys“ gibt…

    1. Laura sagt:

      Meine Geburt war super – und um die Geburt geht es auch gar nicht.

      Sie haben da auch etwas nicht ganz verstanden: ich habe mich nie darüber aufgeregt, dass ich mit Nachnamen angesprochen wurde, sondern dass ich aufgrund meiner Schwägerin so eigenartig behandelt wurde. Das war keinesfalls positiv gemeint, sonst würde ich mich ja in diesem Blogartikel darüber nicht beschweren. Natürlich nehme ich das als Angriff auf, dass mit einem Unterton (der abfällig war) extra noch einmal angesprochen wurde, dass ich keine Hebamme will. Wieso ich keine wollte? Weil ich davon ausgegangen bin, dass man mir in den zwei-drei Tagen sowas wie Babyhygiene und Stillen zeigen kann – das könnte sogar ich nun als ungelernte Kraft anscheinend besser. Ich bin sehr froh, dass ich keine Nachsorgehebamme hatte. Wieso? Weil ich mehr Fälle kenne, wo die Hebammen extrem viel Quatsch bezüglich des Stillens erzählt haben. Denn leider sehen viele Hebammen es nicht ein, dass es vielleicht gerade in diesem Job notwendig ist, auch Stillberaterin zu sein. Wenn es im Krankenhaus Gang und Gebe ist, dass man so mit frischen Mamis umgeht, muss ich es doch nicht tolerieren? Gerade in diesem Job sollte man schon feinfühliger sein, sonst hat man einfach den falschen Beruf erlernt.

      Mir ging es um die drei Tage in denen man schnippisch Behandelt wurde (nicht von allen, aber von einigen), mein Kind ohne meine Zustimmung einfach Fläschchen und Schnuller bekommen hat (würden Sie sich mit dem Thema Saugverwirrung auskennen, würden Sie dieses Problem ernster nehmen) und uns bewusst nicht geholfen wurde.

      Wie Sie an den anderen Kommentaren sehen können, bin ich nicht die Einzige, die das als normal empfindet.

      1. Jeanny sagt:

        Entschuldigung, aber da muss ich mal einhaken! Ich kann das gut nachvollziehen, wie es ist im Krankenhaus nicht so behandelt zu werden, wie man es sich vorstellt. Ich bin Kinderärztin und arbeite Tür an Tür mit dem Kreisssaal….Auch ich wurde ein wenig im Regen stehen gelassen, als ich mein 1. Kind bekam, ich müsste das ja alles wissen….nein, wusste ich natürlich nicht. Ich war auch nicht über die Art und Weise der Stationsschwestern da begeistert….Aber bei mir war es genau andersherum, erst kam in den ersten 5 Stunden gar keiner und dann musste ich pumpen, pumpen und weil das Kind so abgenommen hat, zufüttern, aber bloß nicht mit Flasche, sondern mit dem Löffel….wegen der Saugverwirrung! LEUTE, ES GIBT KEINE SAUGVERWIRRUNG!!!! Deswegen schreibe ich, jeder macht seine eigenen Erfahrungen mit dem Stillen, Tips von Hebammen sind gut, weil sie viiiiiiele Kinder und Mütter sehen…..das du dir jetzt erlaubst zu sagen, du könntest besser „Stillberaten“ finde ich anmaßend…..meine Kinder sind wunderbar mit Schnuller und gelegentlicher Flasche gestillt worden, 9 und 10 Monate lang….und ich glaube nicht dass es eine „späte Saugverwirrung“ war, die dazu geführt hat, das sich meine Kinder selbst abgestillt haben.

      2. Laura sagt:

        Allein die Tatsache, dass Du davon sprichst, dass es keine Saugverwirrung gibt, disqualifiziert Dich und Deinen Text. So wie Du hier schreibst und wie Deine Email Adresse lautet, gehe ich stark davon aus, dass Du keine Kinderärztin bist.

        Liebe Grüße

  10. Hille sagt:

    Ich habe mich für eine ambulante geburt entschieden und auch für eine eigene hebamme, über deren besuche zur nachbetreuung ich mich sehr freute. hab im vorfeld die „selbstbestimmte geburt“ gelesen und war mit den hardfacts zum thema stillen vertraut. unsicherheiten klärte ich in ruhe mit meiner hebamme. gebadet haben wir unsere tochter erst nach einer woche daheim im badeeimer in aller ruhe. das nächste kind soll daheim zur welt kommen, im kreise der familie und mit meiner lieben hebamme als begleiterin.

    wenn man mich fragt, ob ich keine angst vor einer hausgeburt hätte und ob ich nicht fürchten würde, dass etwas passiert, dann muss ich schmunzeln. meine angst, im krankenhaus zu entbinden, wäre deutlich größer. nicht wegen der nachbetreuung, die würde ich sowieso in jedem fall umgehen – bonding am schönsten ort der welt, im eigenen bett, ist mir sehr wichtig, aber eben wegen eventueller interventionen während der geburt, die gar nicht nötig sind. auch eine eigenen hebamme kann einen nicht immer schützen – oftmals wollen ärztInnen im spital sehr gerne demonstrieren, wer hier das „hausrecht“ hat.

  11. Ulrike sagt:

    Ich möchte auch gerne von meinen Erfahrungen berichten. Kurz vorweg: Ich habe meinen Sohn im Sommer letzen Jahres in Hannover bekommen. Ich war insgesamt 7 Tage im Krankenhaus, davon zwei vor der Geburt (Blasensprung, dann Einleitung) und vier danach (wegen Notkaiserschnitt).
    1. Nach dem Kaiserschnitt wurden mein Mann, unser Baby und ich in den Aufwachraum der Klinik gebracht. Ich war beim Kaiserschnitt bei Bewusstsein, hatte nur eine PDA bekommen. Ich war also vollkommen klar, konnte nur nicht aufstehen und meine Beine nicht fühlen. Der Aufwachraum war in einem vollkommen anderen Bereich der Klinik als die Geburtsstation und der Kreißsaal. Wir haben dort zwei (!) volle Stunden verbracht, damit mein Blutsauerstoff kontrolliert werden konnte (warum auch immer, denn mir ging es gut). In dem Aufwachraum war keine Hebamme und auch keine Kinderkrankenschwester, die uns das Stillen gezeigt hätte. Mein Baby schrie die ganze Zeit, während wir nicht wussten, wie wir ihn beruhigen sollten. Außer uns waren nur alte Menschen dort, die durch Gardinen abgetrennt nach OPs aufwachten und leise vor sich hin stöhnten/röchelten. Nichts gegen andere Patienten, aber ich hatte Angst um mein Neugeborenes. Auf meinen Wunsch hin wollte mein Mann den Aufwachraum verlassen, um nach einer Hebamme zu suchen, was ihm aber vom Krankenpfleger im Raum untersagt wurde. Erst fast drei Stunden nach der Geburt meines Sohnes kamen wir zurück auf die Geburtsstation, wo mir (Gott sei Dank!) eine ältere, ganz fürsorgliche Hebamme gezeigt hat, wie ich mein Baby anlegen kann. Sie blieb fast eine ganze Stunde bei mir und hat mir geholfen meinen Sohn zu stillen. (Erst haben wir die richtige Position gesucht und dann fiel er trotzdem ab und zu ab, so dass wir wieder neu anlegen mussten).
    2. Ich war in einem 2er Zimmer untergebracht und kam dort wirklich kein bisschen zur Ruhe. Entweder eins der Babys schrie oder es wurde beim Anlegen geholfen oder es polterte draußen oder sonstewo auf dem Stationsflur oder mitten in der Nacht war das Licht an, weil man gestillt hat und alles sehen musste, um die Brust zu finden. 😉 Ich habe die ersten drei (!) Nächte nach der Geburt keine einzige Minute geschlafen und es ging mir dementsprechend schlecht. Zu den äußeren Umständen kam ein großes Stimmungstief und schlimme Gedanken (Wie schaffe ich das alles? kann ich je wieder schlafen?…), sodass ich viel geweint habe. An Tag 3 habe ich mehrfach einer Schwester gesagt, dass ich nicht mehr kann und habe schlussendlich von einer Ärztin Baldrian-Tabletten bekommen, mit denen ich den letzten Tag im Krankenhaus irgendwie überstanden habe. Im Nachhinein betrachtet war das bestimmt auch der Hormonabfall/Babyblues, aber ich kann nicht sagen, wann es mir jemals psychisch so schlecht ging, wie an diesen Tagen. So etwas habe ich vorher noch nie und seitdem auch nicht wieder gehabt.
    3. Eine der Kinderkrankenschwestern (eine sehr junge übrigens) war mir sehr unsympathisch und hat sich mehrfach unmöglich verhalten. Zu mir war sie sehr forsch, wenn ich Hilfe beim Anlegen wollte, aber das war noch in Ordnung. Ich bin da eigentlich auch hart im Nehmen, obwohl es mir im KH ja wirklich schlecht ging. Den wirklichen Faux Pas hat sie sich aber bei meiner Zimmernachbarin geleistet: Diese hat ebenfalls ihr erstes Kind bekommen und hatte sehr große Probleme mit dem Stillen, da das Kind nicht satt wurde und ihre Brustwarzen total entzündet und rissig waren. Und als sie beim Stillen geweint hat, weil sie so Schmerzen hatte, hat die Krankenschwester zu ihr gesagt: „Jetzt stellen sie sich mal nicht so an, andere schaffen das doch auch!“ Das fand ich sooo unverschämt. Die junge Mutter hat natürlich noch mehr geweint. Es hat mir so leid getan!!
    4. Noch einmal die andere Seite der Geschichte: Das Krankenhaus, indem ich entbunden habe, ist sehr stillfreundlich. Oder soll man sagen zuuu stillfreundlich?! Wieder im Bezug auf meine Zimmernachbarin! Sie hat unter Schmerzen und Tränen angelegt, aber ihre Tochter war nicht zufrieden; dann sollte sie während die Tochter schlief abpumpen. Auch das hat sie unter Schmerzen getan. Und irgendwann hat sie darum gebeten, Pre-Nahrung zufüttern zu können, weil ihre Tochter nicht satt wird. Der Blick einer der Hebammen, als sie das fragte, war nicht freundlich. „Sowas unterstützen wir hier nicht!“ Die junge Mutter erzählte mir später an dem Abend, dass sie sich dadurch noch schlechter und „unwürdiger“ gefühlt hat, als eh schon.

    Ich möchte betonen, dass ich (bis auf die ersten Stunden nach der Geburt) im Krankenhaus sehr gut betreut wurde, was das Stillen angeht. Man konnte jederzeit klingeln und um Hilfe bitten, die Hebammen haben sich viel Zeit genommen, mir versch. Positionen zu zeigen etc. Dennoch war die Krankenhauszeit mit das Schlimmste, was ich je erlebt habe und ich war so erleichtert, als wir nach Hause durften. Zuhause war es so viel entspannter, ruhiger; das Stillen hat gut geklappt, ich habe angelegt, wann immer ich dachte. Mein Sohn ist jetzt sechs Monate alt und ich stille noch voll. Wir haben vor einigen Tagen mit Beikost angefangen, aber das ersetzt noch keine Stillmahlzeit. Ich bin sehr froh, dass ich ihn stillen kann (auch im Bezug darauf, dass mir ein natürliches Geburtserlebnis verwehrt blieb.)
    PS. Liebe Laura, ich finde deine Stillbilder bei Instagram ganz toll und hoffe, dass ich meinen Jakob auch noch so lange stillen kann, wie du es mit deinem Sohn tust. Darauf kannst du wirklich stolz sein, Daumen hoch! 🙂

    1. Margit sagt:

      Das ist ja schrecklich, dass ihr so alleine gelassen wurdet… Alles Gute!

  12. Myrtha sagt:

    Mein Tip: Ambulante Geburt und eine Machsorgehebamme eures Vertrauens hätte es euch sich einfacher gemacht. Die badet auch mit euch das Baby, hilft beim Stillen und hat immer ein offenes Ohr für euch!

    1. Margit sagt:

      Ja, ich hätte mir auch eineambulante Geburt gewünscht, da mein Mann aber strikt dagegen war, konnte ich es mir nicht vorstellen. Außerdem geht das bei Kaiserschnitt nicht… also wärs bei uns eh nichts geworden!
      Alles Gute…

  13. Lischen sagt:

    Moin.
    Nach meiner ersten Geburt (Kaiserschnitt) müsste ich drei Tage im KH bleiben – und die Schwestern waren eigentlich toll, aber ein wenig zu sehr und stillen bemüht. Mein Sohn schlief dabei immer ein und mit wurde erzählt, ich müsste ihn wecken und wach halten, damit er genug trinkt. Hat aber nicht wirklich geholfen und ich hatte Angst er würde zu wenig kriegen. Allerdings haben sie mir super beim Anlegen geholfen, was anfangs selten gut klappte.
    Alles in allem war ich nach drei Tagen trotzdem fertig und bin nach Hause – wo mir meine Nachsorge Hebamme am nächsten Tag jede Angst wegen zu viel Gewichtsverlust beim Lütten man und ich plötzlich entspannte – und siehe da, es wurde besser! Die Hebamme war für mich vor allem mental sehr wichtig, will sie uns in unserer neuen Rolle sehr bestärkt hat.
    Bei der zweiten war mir klar, das auf jeden Fall so schnell wie möglich heim will – und Dank einem tollen Beleghebammen-Team hat alles super geklappt und ich bin 6 h nach der Geburt nach Hause. Die erste Nacht direkt im eigenen Bett war ein Geschenk!
    Ich habe übrigens auch immer in der Vorsorge schon meine Hebammen dabei gehabt – das hilft auch vor ungewollter Bevormundung, den man weiß mehr, was man will und die Hebammen kennen oft die Eigenarten der KHer.
    Ich wünsche dir beim zweiten einen besseren Start oder die Gelassenheit, dumme Kommentare zu ignorieren 😉

  14. Bee sagt:

    Ein Artikel, der nachdenklich macht! Sehr schön geschrieben! Es tut mir leid, dass du zu denen gehörst, die solche Erfahrungen machen mussten.
    Mir ging es nicht anders.. nach einer tollen, eingeleiteten Geburt mit super Personal würde ich auf den Boden der Tatsachen zurück geworfen-zuletzt jbd ich heute, ein halbes Jahr später von diesem Stationsaufenthalt Alpträume gehabt.
    Ich habe unter der sehr schnellen Geburt (2,5 Stunden ) eine schwere Symphysenverletzung erlitten, durch die ich mehr als 10 Tage nicht mal allein aus dem Bett steigen könnte. Glücklicherweise hätten wir ein Familienzimmer und tolle Großeltern die uns unterstützen. Meine Verletzung wurde erst auf Bitten meiner eigenen Mutter ernst genommen, aber auch da keine Hilfe in Form eines Gehwagens oder ähnlichem gestellt. Am Bettchen meines Sohnes musste ich mich mühsam Richtung Bad bewegen, wenn ich mal keine Hilfe hatte. Das empfand ich als extrem entwürdigend. Da ich nur im sitzen auf der Bettkante schmerzfrei war konnte ich auch nur so stillen. Diese Haltung wurde sogar vor meinen Besuchern sehr unfreundlich kritisiert, als meine Brüste dann durch den Milcheinschuss immer größer würden, kommentierte man auch das sehr verständnislos vor Besuch mit den Worten dass man sowas ja seit Jahren nicht gesehen hätte.
    Das Ende vom Lied war, dass durch den Druck aus richtig stillen sollen und der Unmöglichkeit, das mit den Schmerzen in der Symphyse entspannt zu tun, nichts mehr ging. Nicht mal mehr das abpumpen. Im 3 Stunden Takt tat ich dann wie befohlen: anlegen, zufüttern, pumpen, selber trinken… zum Bad brauchte ich jedesmal 40 min hin und zurück und fand keine ruhige Minute mehr. Überfordert, weinend vor Schmerzen und vollkommen verunsichert entschied ich mich nach einer Woche zum Abstillen. Auch das wurde kritisiert. Aber ich konnte nicht mehr. Ich wollte meinen Sohn ohne Tränen halten und zur Ruhe kommen, nur eine Baustelle haben… und die war es, wenigstens mein Kind wickeln oder tragen zu können. Da er auch gegen meinen Willen ein Fläschchen hatte bekommen müssen, war es eh schon geschehen… ich durfte nach Anweisung des Personals die Klinik erst verlassen wenn meine Brüste kleiner seien… nach einer unendlich langen Woche durften wir gehen. Zuhause stillte ich weiter unter Selbstzweifeön und Schuldgefühlen ab, konnte aber meinen Sohn seit dem eine entspanntere und dennoch optimistischere Mutter sein.
    Kurzum: die dreiste Bevormundung auf Station, gepaart mit Unverständnis für alles nicht alltägliche brachte mich um die Ruhe die ich zum stillen gebraucht hätte. Ich hätte Unterstützung bei der Bewältigung meines orthopädischen Problems gebraucht. Mit meiner tollen Hebamme zu Haus war alles sofort besser. Ich möchte beim zweiten Kind ambulant gebären, sofern möglich, und mich dann auf mich und mein Bauchgefühl verlassen!

    1. Laura sagt:

      Hallo Bee,

      es macht mich traurig so etwas zu lesen. Ich kann es einfach nicht nachvollziehen, wieso das Personal nicht richtig hilft und alles sofort abtut. Anstatt Deine Beschwerden ernst zu nehmen, wirst Du noch vor anderen kritisiert. Eure Stillbeziehung konnte ja gar nicht stattfinden aufgrund dieser ganzen Tatsachen. Aber das Dir nicht geholfen wurde verstehe ich nicht, wenn die Damen doch so für das Stillen sind? Ich hoffe, dass Du bei Deinem zweiten Kind nicht solche Probleme haben wirst. Das mit dem Stillen wird 100% klappen <3

      Liebe Grüße

  15. Katharina sagt:

    Es tut mir sehr leid, dass du solche niederschmetternden Erfahrungen machen musstest.
    Ich hab mich bewusst dagegen entschieden mich zu sehr übers Thema Stillen zu informieren, da meine Hebamme gemeint hatte er ergibt sich alles und sobald ich zuhause wäre würde erfahrungsgemäß alles ganz von allein gehen.
    Ich kann eigentlich nichts negatives über meinen Klinikaufenthalt sage. Das Personal war sehr fachlich und empathisch. Nach meinem Kaiserschnitt hab ich allerdings vermisst mein Kind zum ersten Mal anzulegen. Dies geschah erst einige Stunden nach der Geburt.
    Ich hab mich beim Stillen total verrückt gemacht, eine Hebamme meinte ich dürfte nicht weinen weil das aufs Kind übergeht. Wohl war aber unvermeidlich mit solchen Problemen und Hormonschwankungen.
    Letztendlich lagen meine Probleme daran das ich zu wenig Milch hatte und mein Kind 4270g schwer von 3 Tropfen einfach nicht satt wurde. Letztendlich wurde ihr die Flasche gegeben und ich an die Pumpe gehangen. Warum ich zu wenig Milch hatte hat mir allerdings keiner gesagt. Nach einem Kaiserschnitt setzt der Milcheinschuss 3-4 Tage später ein. Nach 2 Wochen konnte ich ohne Probleme von der Flasche zur Brust wechseln, dank Beharrlichkeit meiner Hebamme und meiner Sturheit und ich konnte fast 18 Monate stilen

    1. Laura sagt:

      Liebe Katharina,

      ich freue mich, dass Du so ein Glück hattest mit Deiner Hebamme. Aber das nicht gleich nach der Geburt angelegt wurde ist eigentlich auch unüblich. Meine Freundin hat mir etwas ähnliches berichtet, ihr wurde das Baby erst drei Tage später zum ersten Mal angelegt.

      Liebe Grüße

  16. A. R. sagt:

    Hallo,

    wie fange ich an?
    Wenn ich heute, 14 Monate später an die Geburt meines Sohnes denke, kommen mir immernoch die Tränen und es ist kaum auszuhalten.
    Die Geburt wurde wegen Gestationsdiabetes eingeleitet, und es hiess, es kann schnell los gehen oder eine ganze Weile dauern.
    Zwei Stunden später sollte ich zum CTG kommen, ich konnte kaum noch laufen vor Schmerzen. Als ich irgendwann in den Kreisssaal kam, hatte ich mich Mental völlig zurückgezogen, weil die Schmerzen so unbeschreiblich schlimm waren.
    Wir waren eingentlich die meiste Zeit alleine. Wenn jemand kam und ich wiederholt sagte das mir übel und schwindelig vor Schrezen sei, hiess es nur: Das kann schon mal passieren.
    Irgendwann, als ich nur noch :ich kann nicht mehr, ich kann nicht mehr wimmern konnte bekam ich eine PDA und jemand half mir endlich den Schmerz weg zu Athmen.
    Letztendlich wurde es ein Kaiserschnitt bei dem ich mich mehrmals übergebn musste während ich zu gemacht wurde. Das schlimme, ich hatte ja kein Gefühl mehr im Körper, also kam es mir vor als würde ich Ersticken.
    Mein Baby wurde mir NIE auf die Brust gelegt.
    Wir kamen in unser Zimmer und lagen dort bis zum nächsten Morgen.
    Mein kleiner schrie sehr viel und ich meinte immer wieder das ich glaube keine Milch zu haben. Jeder sagte:doch, doch sie haben Milch. Irgendwann kam dann eine „Stillberaterin“ die als erstes sagte, Sie haben sich ja sicherlich ausführlich mit dem Thema beschäftigt. Nein habe ich nicht.
    Weil,ich dachte es ist besser das direkt im Krankenhaus erklärt zu bekommen.
    Am Ende nahm er zu viel ab und sie standen mit Fläschchen und Miclhpumpe vor mir.
    Ich habe dann zwei Wochen Tag und Nacht alle drei Stunden abgepumpt. Von Saugverwirrung sagte uns niemand etwas.
    Wir mussten unseren kleinen alle paar Stunden wecken. Er wurde oft einfach nicht wach. Eine der Schwestern hielt ihn so lange in der Luft bis er Schrie, und meinte nur das mögen sie nicht, so bekommt man sie wach.
    Ich war zu fertig um irgendetwas zu tun…

    Wir Stillen immer noch unglaublich viel. Und ich bin so froh darüber.

    Ich verstehe einfach nicht wie solche Geschichten überhaupt möglich sind!

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe A.

      Das hört sich wirklich schrecklich an, ich leide mit Dir. Das keiner einem nur ein bisschen helfen will ist einfach so unverständlich. Man weiß, auch wenn man sich viel anlesen würde, doch gar nicht was auf einen zu kommt. Beim Thema Stillen höre ich von fast jedem Horrorgeschichten – man müsste das ganze Personal einfach besser schulen. Durch unqualifiziertes Gelaber werden ganze Stillbeziehungen schon beendet, bevor sie begonnen haben.

      Liebe Grüße

  17. Margit sagt:

    Ich kann sehr gut nachempfinden, wie das für dich gewesen sein muss! Ich habe auch schreckliche Erfahrungen von meinem Krankenhausaufenthalt. Bei Interesse kann ich gerne ins Detail gehen… Habe sowieso vor um den ersten Geburtstag meines Sohnes herum einen Beschwerdebrief ans Krankenhaus zu schreiben!
    Nach einem akuten Kaiserschnitt konnte mein Kleiner leider nicht bei mir sein und wurde auf die Säuglingsstation gebracht – auch nach mehrmaligen Nachfragen sagte mir keiner Bescheid wie es meinem Schatz geht – erst ca. eine Stunde nach unserem ersten Kennenlernen kam mein Mann u zeigte mir die ersten Fotos! Am Folgetag besuchte ich ihn, legte ihn zum ersten Mal an und ich dachte das passt so! Beim nächsten Besuch wurde ich angehalten, ihn nicht zu stillen, da er alles erbreche, da hatten sie ihm bereits ein Flascherl gegeben, obwohl ich fleißig abgepumpt hatte!
    Auf meinem Zimmer zurück setzte sich eine Schwester in mein Sicht- und Hörfeld um meine Bettnachbarin darüber zu informieren wie wichtig Bonding und rooming in sei… ich heulte in mich hinein… In der Nacht kam mein Süßer durch meinen Mann zu mir – auf meiner Station hatte mich aber keiner darüber informiert… Ich bereitete alles vor, vor allem machte ich mich oben frei und zog den Kleinen gleich aus, um ihn anzulegen… Es kam eine Hebamme, die ich zuvor noch nicht gesehen hatte und zerrte an meinen Brüsten und wuchtete meinen Sohn umher – ich wollte es selber machen, hatte aber keine Kraft und war einfach überfordert mit dem, dass ich so übergangen werde. Als ich im Nachhinein mit meinem Mann darüber sprach stellte sich heraus, dass es ihm genau so ging…
    Dies war jetzt mal ein kleiner Ausschnitt von einer Kette von Respektlosigkeiten, minimalster Scham und Unverschämtheiten vor allem im Bezug auf das Stillen… Es war schrecklich für mich und noch heute, nach fast einem Jahr lassen mich die Gefühle und Bilder noch nicht ganz los…

  18. Jessica sagt:

    Meine erste Geburt und die Zeit danach im Krankenhaus war auch nicht so berauschend. Ich hatte gesundheitliche Probleme und musste ab 36 + im Krankenhaus bleiben. Dass ich für die nächsten Wochen dort bleiben muss, später Kaiserschnitt usw. Alles Sachen, die ich mir so nicht vorgestellt hatte, erzählte mir eine Hebamme. Völlig trocken. In meinem Kopf hatte ich einen Plan. Ich brauche immer einen Plan. Und der ging in Rauch auf. Mir schossen die Tränen in die Augen. Die Hebamme hat mich nur verständnislos gefragt, warum heulen Sie denn jetzt?
    Ich kann bis heute nicht fassen, wie empathielos sie als Hebamme war. Und ich bin kein Mensch, dem man ständig das Händchen halten muss.
    Bis zur Geburt lief dann noch einiges komisch. Das lag aber daran, dass ich das Krankenhaus wechseln musste, weil mein Wunschkrankenhaus keine Kinderstation hat. Ich war bis zur 38. Ssw in einem Klinikum in dem ich alle 2 Tage einen anderen Arzt vor der Nase hatte. Und jeder Arzt erzählte mir etwas anderes. Mein Kind lag falsch herum und mir wurde mal nahegelegt, das Kind mit den Füßen zuerst zur Welt zu bringen, mal eine äußerliche Wendung vorzunehmen. Das alles mit krankhaftem Bluthochdruck. Beides sehr gefährlich für mich und mein Kind. Als ich 38 + war, wollte ich in mein Wunschkrankenhaus zurück. Meine Nachfragen wurden ignoriert. Ich hab dann die Krankenkasse und meinen Frauenarzt angerufen und alles geklärt. Das hat denen vom Klinikum garnicht gefallen. Als dann mein Kind kam hatte ich einen Tag später die erste Diskussion mit einer Hebamme. Mein Kind wurde per Kaiserschnitt geholt. Ich wollte, dass mein Kind bei mir bleibt. Die Hebamme meinte, dass das nicht geht. Ich hätte einen Schnitt und könnte mich nicht kümmern. Ich habe mich durchgesetzt. Mein Kind war nur zum Waschen und wiegen von mir weg. Ich strafte die Dame auch lügen. Ich hatte um 22.42 Uhr einen Notkaiserschnitt und am Abend des nächsten Tages bin ich schon das erste Mal aufgestanden. Ich hab gutes heilfleisch und bin nicht zimperlich. Ab dem nächsten Morgen hab ich mich schon komplett allein um mein Kind gekümmert. Am Anfang kam eine Schwester zu mir, ich hatte mich für die Flasche entschieden, und erklärte mir, die Babys bekämen die Milch prinzipiell nur mit dem teesauger. Beim ersten Kind zweifelt man sowas nicht an. Ich hatte die nächsten Tage eine wunderschöne Zeit. Die kleine war ein sehr entspanntes Kind. Bei der Untersuchung vom Kinderarzt im Krankenhaus kam dann raus, dass sie vielleicht einen Herzfehler hat. Ich musste dann mit einer Schwester und der Kleinen zum Herzspezialisten sie sollte mich beim Krankentransport begleiten, weil ich ja noch die Narbe hatte. Ich hatte die Kleine angezogen und als ich die wickeltasche gepackt habe kam die Schwester mit einem Schnuller.ich hab ihr gesagt, dass wir den nicht brauchen. Das wurde mit einem ernsten Blick ignoriert. Baff war ich auch, als die Kleine bei der Untersuchung etwas unruhig würde und die Schwester ohne zu fragen der Kleinen den Schnuller gab. Ne baff war ich nicht. Ich war sauer. Am nächsten Tag kam die Ärztin zur Visite und meinte, mein Kind würde zu viel abnehmen. Das sei bei der Flasche nicht normal. Man würde mir bei der nächsten Flasche eine Hebamme hinsetzen, damit die kontrolliert, ob ich das auch richtig mache. Und nein, ich dramatisiere es nicht. Im Gegenteil. Ich hing voll im babyblues. Mein Kind verhungert in meinem Arm. Ich war völlig fertig und voller Sorgen. Bis zu dem Moment hatte mich nie jemand gefragt, ob ich bei irgendwas Hilfe oder noch besser Kontrolle bräuchte. Scheinbar hatte ich alles richtig gemacht. Denn dann fingen die Ratschläge an. Ich soll mein Baby schreien lassen, damit sie richtig wach wird. Japp, das fühlt sich noch heute, 9 Jahre später, falsch an. Mein Mittagessen kam und die Hebamme meinte, ich soll mein Kind schreien lassen und erst mal selbst essen. Ich hab mich nicht getraut zu widersprechen. Aber ich kann sagen, ich hab noch nie so schnell gegessen. Am nächsten Tag meinte die nächste Hebamme, ich solle füttern, und wenn die Kleine eingeschlafen ist, nochmal wickeln und wenn sie wach ist nochmal füttern. Und ja, das klappte super. Sie spuckte alles wieder aus. Unser Problem war, dass sie beim Trinken immer schnell einschlief und nie mehr als 30 ml trank. Dafür meldete sie sich alle 1 1/2-2 Stunden. Das gab dann noch richtig Theater. Am Ende hab ich mit meiner Hebamme besprochen, dass sie sich um mich kümmert und ich das Krankenhaus verlasse. Das habe ich dann Vormittags um 11 Uhr gesagt. Bis um 18 Uhr wurde ich ignoriert. Bis mein Mann auf den Tisch gehauen hat. Ich durfte unterschreiben, aber nicht, ohne dass uns nochmal richtig Vorwürfe und Angst gemacht wurde. Die Hebamme stand schon mit der Waage bewaffnet vor unserer Tür. Oh ich liebe sie heute noch dafür. Um es abzukürzen, das Problem hatte ich nach 2 Tagen mit Hilfe eines Beitrags in einer Baby Zeitschrift gelöst. Der Artikel drehte sich um Sauger. Ist das Loch zu groß, verschlucken sich die Babys, ist es zu klein, saugt das Baby sich nen Wolf und schläft vor Erschöpfung ein. Das war doch unser Problem. Als ich an dem Abend noch meine Hebamme gefragt habe, ob der teesauger das Problem sein könnte, hat sie mich gefragt, wie ich dazu komme und was ich denke wofür es milchsauger gibt. Die kleine ist mittlerweile ein gesundes wohlernährtes 8, fast 9 jähriges Kind. Übrigens, ich hab damals die Info weitergegeben, dass das Problem der Sauger war. Das hat die nicht wirklich interessiert.

  19. Juliane sagt:

    Ich habe ähnliches erlebt. Ich war 22 Jahre alt zur Geburt meines Sohnes (17.8.15) und ich hatte das Gefühl wegen meines Alters hat mich niemand so richtig ernst genommen. Es ging schon los bei der Aufnahme dass sich niemand um uns gekümmert hat. Dann lag ich fast eine Stunde auf dem Flur von der Entbindungsstation rum, mit wirklich schon sehr heftigen Wehen. Ständig sind Angehörige von anderen Frauen an mir vorbei gekommen und haben mich angestarrt, das war für mich sehr unangenehm, da es ja ein sehr intimer Moment ist. Während der Geburt dann ging so vieles schief und über vieles wurde ich gar nicht vorgewarnt ( das einführen von Fingern…). Danach habe ich ihn nicht sofort auf den Bauch bekommen, sie trennten die Nabelschnur durch ohne dass ich ihn gesehen habe und danach wurde er erstmal unter eine Wärmelampe gelegt. Ich war so aufgeregt und wollte ihn einfach nur halten, aber es hat dann noch gedauert bis die Ärztin endlich mal kam. Gestillt habe ich dann erst das erste Mal nach 2h. Es kam mir ewig keine Hebamme zur Hilfe und ich habe mich vielleicht auch etwas zu sehr auf die verlassen. Ich wollte dann möglichst schnell nach Hause und ich wurde dann von jedem der in mein Zimmer kam gefragt ob ich denn verrückt wäre und wieso ich denn nicht da bleibe ( bei Kind und mir war alles in Ordnung, es gab keinen Grund zu bleiben). Beim nächsten Kind weiß ich von vornherein was ich möchte und werde es auch stärker zum Ausdruck bringen. Ich spiele sogar mit dem Gedanken dass nächste Kind in einem Geburtshaus zu bekommen. Mal sehen…

  20. Ines sagt:

    Hallo!
    In was für einem antiquiertem Krankenhaus warst du denn? Das ist ja unheimlich traurig.
    Ich habe mir vor der Geburt meines Kindes über alles sehr genau informiert. (Das ist so meine Art. Wenn ich vorbereitet bin, dann bin ich weniger nervös. Es war wie das lernen für eine Klausur. ?)
    Ich wollte eigentlich eine Hausgeburt, habe mich aber für das erste Kind dagegen entschieden, da die Statistiken dagegen sprachen. (Bei der ersten Geburt ist das Risiko, dass etwas passiert etwas höher als bei der zweiten.) Deshalb habe ich mich für ein Babyfreundliches Krankenhaus entschieden. In diesen Krankenhäusern wird besonders auf das Stillen geachtet und die Babys schlafen immer bei der Mama. Kein Schnuller, kein Fläschchen. Obwohl ich eigentlich nicht ins Krankenhaus wollte, so war ich am Ende doch sehr zufrieden. Es war Tag und Nacht immer jemand zur Stelle. Mein Sohn und ich hatten einen schweren Stillstart. Aber die Schwestern haben uns sehr geholfen. Sie haben meinem Freund auch das wickeln beigebracht. ?
    Endlich wieder zuhause bekam ich zwei Brustentzündungen. Zum Glück hatte ich meine Hebamme Irmi an meiner Seite. Sie hat sich rührend vor und nach der Geburt um uns gekümmert. Deshalb war ich nach drei Tagen wieder gesund und wir stillen bis heute. (Mein Sohn ist jetzt 15 Monate alt.) Beim nächsten mal wird meine Irmi unsere Hausgeburt leiten. Eine gute Hebamme ist ein toller Partner in Schwangerschaft, Geburt, Wochenbett und darüber hinaus.
    Das was dir passiert ist war eine Horrorvorstellung für mich und ein Grund warum ich nicht ins Krankenhaus wollte. Wir sind extra zwei Städte weitergefahren um in der Babyfreundliche Krankenhaus zu kommen. Ich finde es schlimm, dass man sich einfach über deinen Wunsch hinweggesetzt hat. Du bist schließlich die Mutter. So etwas macht mich richtig wütend! Ganz egal wie du dich zu welchem Thema auch immer entscheidest, deine Entscheidung muss respektiert werden.
    An deiner Stelle könnte ich nicht nochmal in das gleiche Krankenhaus gehen. Vllt wäre auch eine ambulante Geburt eine Alternative.
    Liebe Grüße

  21. Ines sagt:

    Ich war übrigens 23 bei der Geburt meines Sohnes und wurde trotzdem ernst genommen. ?

  22. Lis sagt:

    Ich hatte eine wunderbare Geburt und eine ebenso wunderbare Zeit auf Station mit herzlichen Hebammen und Schwestern. Keine Bevormundung und Unterstützung wenn nötig. Ich hatte zwar schon das 2.Kind und war deshalb nicht so auf Hilfe angewiesen, aber dennoch wurde mir viel Hilfe angeboten. Mein 2.Kind war so entspannt, dass ich es am 1.Tag ins bettchen legte. Mir wurde gleich nahegelegt, das Kind mit in mein Bett zu nehmen für die Nähe. Und auch sonst waren die Ratschläge sehr vernünftig. Ich weiss, dass dieses Krankenhaus eine Ausnahme ist, deshalb weiss ich es zu schätzen.

    1. Laura sagt:

      Hey Lis,

      ja ich beneide Dich ehrlich gesagt. Ich habe so viele Horrorgeschichten gehört und hätte das vor der Geburt nie für möglich gehalten. Es ist immer wieder traurig von anderen Mamas so etwas zu hören. Du kannst Dich glücklich schätzen.

      Liebe Grüße

  23. Conny sagt:

    Hallo Laura,

    ich bin gerade sehr aufgewühlt.
    Bin zufällig auf deinen Beitrag gestoßen und was sehe ich? Scheinbar hast du in dem Krankenhaus dein Baby bekommen indem ich 2 wahre Martyrien erlebt habe. Den Zustand auf der Babystation kann ich absolut unterschreiben. 3 Kinder habe ich dort bekommen wobei es sich beim letzten Kind als der allergrößte Fehler meines Lebens Raumgestaltung hatte, das ich mich gegen die Hausgeburt entschieden hatte. Ich habe mich bei der Geburt und der Zeit danach noch nie mehr als irgendeine Ware gefühlt anstatt als Mensch der Bedürfnisse hat und denen man schon allein aus psychologischer Sicht hätte helfen müssen. Ich denke auch wo ich dein Bild sehe bin ich dir unter deiner süßen Familie auch neulich schonmal begegnet. Wenn du Interesse hast dich über das Erlebte auszutauschen kannst du doch gerne melden. Ich habe aus meinen Fehlern gelernt und unser 4. Baby was im November zur Welt kommt, kommt da wo ich mich am meisten wohl fühle ZUHAUSE !!!

    1. Laura sagt:

      Hallo Conny,

      oh man – es tut mir so leid! Die Geburt war in Ordnung aber die Zeit danach war wirklich nicht schön. Für mich steht fest: nächstes mal werde ich 100% ambulant entbinden. War die Geburt auch so schrecklich wie die Betreuung?

      Wenn Du mich noch einmal sehen solltest, sprich mich einfach an <3

  24. mirgingsauchso sagt:

    Dein Artikel ist super! Mir ging es ebenso. Lange war ich verunsichert und musste mit zuhause mühsamst das richtige Stillen lernen weil die Drachen im Krankenhaus mir falsche und unterschiedliche Ratschläge gegeben hatten und auch bei uns ohne zu fragen Fläschchen und Schnuller verwendet haben. Beim ersten Stillversuch redete man mit das Stillhütchen ein (das ich nach nervenaufreibenden Wochen und schlaflosen Nächten zuhause nach Monat 2 endlich weggeben konnte). Alles in allem wurde auch ich als Erstgebärende eher angemotzt und links liegen gelassen. Bei der Hebamme zuhause leider auch nicht die beste Wahl getroffen. Wie denn auch – völlig unerfahren ab die Sache rangegangen. Hab dann angefangn

    1. mirgingsauchso sagt:

      Hab dann angefangen auf mein Bauchgefühl zu hören. Der unnötige Druck den sie ausübten, mein Kind würde zu wenig zunehmen (aaarrrr)… mein Engerl ist munter und gesund und fröhlich! Bauchgefühl sei Dank! 🙂

  25. Soi sagt:

    Ich kann da sehr gut mitfühlen. Ich habe vor fast drei Monaten mein erstes Kind bekommen , Eleana.
    Ich hatte mich auch bewusst gegen eine Hebamme entschieden , wie auch gegen den Vorbereitungskurs.
    Vor allem Hebammen sind sehr verschieden mit ohrenbetäubend Einstellungen. Daher habe ich mir gedacht als Mutter werde ich einfach jedes Mal mit meiner Intuition handeln.
    Im Krankenhaus hatte ich eine sagen wir mal leichte Geburt. Nach wenigen Stunden war die kleine auf der Welt. Die Ärzte im Kreißsaal waren sehr nett und trotz des Einsatzes der saugglocke am Ende war alles schön. Doch das Pflegepersonal war wie bei dir sehr unhöflich.ältere Damen die in einem ruppigen Ton mit einem redeten. Alles kaum erklärten, falsche Ratschläge haben. Und bei fragen genervt reagierten . Ich weiß leider nicht woran das liegt , ich selbst bin nur froh das mich selbst einen Tag eher entlassen habe. Weil bei der Betreuung erfreut man sich nicht an seinem kleinen Wunder . Ich war froh zu Haus zu sein .
    Zum Thema stillen mache ich genau das Gegenteil von dem was mir geraten wurde. Ich stille wan immer Eleana Hunger hat. Es ist ein Grundbedürfnis, genauso wie wir großen wann immer wir Hunger oder Durst haben essen und trinken genauso auch die kleinen . Ich kann ja schlecht nein sagen wenn sie Hunger hat 🙂
    Ich bin fest davon überzeugt das es auch richtig ist .
    Wir Mütter sollten alle handeln so wie es unser Gefühl uns sagt.

  26. Lila sagt:

    Wenn ich deinen Post lese, kommen mir die Tränen.
    Ich selbst hätte gerne gestillt, hatte aber leider eine schwierige Geburt und war danach total fertig und auch benebelt von jeglichen Schmerzmitteln. Ich könnte nicht aufstehen und mein Kind auch nicht heben und alleine zu mir holen. Die Schwester die für mich in der Klinik zuständig war kam ab und an zum Anlegen um mir dann einzureden, dass ich doch eigentlich gar nicht stillen will und ob ich meinen Kind nicht mal eine Flasche geben will. Mit den Kräften am Ende willigte ich ein. Irgendwann habe ich dann Tabletten hingestellt bekommen, die ich auch nahm, in der Meinung es wären Schmerztabletten. Es waren Abstilltabletten, was ich erst später erfuhr als es zu spät war.
    Dass mir das Stillen verwehrt wurde, nagt bis heute an mir. Vor allem das schlechte Gewissen meinem Kind gegenüber. 🙁

    1. Laura sagt:

      Hallo Lila,

      wenn ich Dein Kommentar lese, bekomme ich auch die Tränen. Es ist unglaublich was so viele Frauen im Wochenbett im Krankenhaus erleben. Ich kenne so viele Frauen privat, die ähnliches erlebt haben. Letztens habe ich noch mit einer Dame auf Instagram eine Diskussion gehabt: Sie war der Meinung, dass Schwestern und Hebammen von solchen Dingen keine Ahnung haben müssen. Ich sehe das persönlich ganz anders. Meist sind das die ersten Personen die einen in die Mutterschaft begleiten und wenn man sofort nur falsche und schlechte Dinge hört, man komplett überfordert ist. Da stehen nicht nur die Krankenhäuser in der Pflicht ihre Mitarbeiter zu schulen, nein – wenn ich so einen Job habe, dann kümmert man sich selbst um eine Weiterbildung und erkundigt sich was in den Jahren verändert hat.

      Was Dir widerfahren ist, ist mehr als übergriffig. Ich bin schockiert und ich kann mir gut vorstellen wie Du Dich fühlst. Als ob man beraubt wurde. Du brauchst kein schlechtes Gewissen haben, Du kannst nichts dafür.

      Liebe Grüße

  27. Ramona sagt:

    Ich würde mir eine andre Klin7k oder ein Geburtshaus suchen wenn du unzufrieden warst. Ich selbst hatte bei kind 1 keine Nachsorge hebamme da es keine gab die frei war. Im kh haben sie nir deswegen alles erklärt und sogar angeboten das ich bei frsgen gern anrufen kann. Klar hatte ich auch 1 schwester die och nicht mochte, aber sonst waren alle Komponent und freundlich. Auch bei kind 2 war ich dort obwohl wir 40 min Anfahrt hatten. Wenn es für dich nicht in ordnung dort wsr sprich mit dem obersrzt oder dem leiter oder schreib nen brief den wenn man n7chts sagt kann sich auch nichts ändern.

    1. Laura sagt:

      Hey Ramona,

      also ich werde mir nächste Woche das Krankenhaus bei einem Rundgang noch einmal angucken, da sie die Räume gewechselt haben. Bei der Anmeldung werde ich meinen Mund aufmachen und die Hebamme, die dann da ist, klar mit konfrontieren. Ich habe einfach keine Lust eine Stunde zu fahren, bei meinem zweiten Kind, dass vielleicht noch früher kommt. Am Ende komme ich wieder in so eine Bude – vorher wissen kann man es ja nie. Viele Frauen geben sich ja mit wenig zu frieden oder wissen es nicht besser und reden ihr Krankenhaus schön. Darauf kann ich also nicht viel geben. Eins ist klar: ich werde ambulant entbinden.

      Liebe Grüße

  28. Alexandra sagt:

    Ich habe meine, für mich schreckliche, Erfahrung bei meiner Fehlgeburt (8 Woche) gemacht. Die Hebamme fragte mich ob ich eine Frau A kenne. Als ich antwortete das sie meine Schwägerin sei waren alle erfreut. Dachte super einstieg. Aber dann würde nur von ihrem Kind geredet und sich nicht um meine Ängste gekümmert. Das schlimmste war der Satz: Sie hätten mal ihre Schwägerin Fragen sollen, die weiß wie man ein Kind bis zur Geburt austrägt. Ich war nur geschockt. Das Krankenhaus habe ich neu wiede betreten und als mein Sohn unterwegs war eine andere Klinik aufgesucht.

    1. Laura sagt:

      Hey Alex,

      ich bin schockiert. Ich weiß gar nicht was ich dazu sagen soll, mir ist richtig schlecht! Hast Du Dich wenigstens noch beschwert direkt bei der Krankenhausleitung? Solche Personen dürfte man gar nicht auf die Menschheit loslassen :/

      Liebe Grüße

    2. Zhunami sagt:

      Ich bin sprachlos. Das ist ja wirklich das Allerletzte.

  29. Katja sagt:

    Schade das du so schlechte Erfahrungen sammeln musstest. Ich persönlich hatte ein und dieselbe Hebamme zur Geburtsvorbereitung, Geburt und zur Nachsorge. Ich bin ihr bis heute (11 Monate nach der Geburt ) dankbar, für ihre tolle Betreuung, würdevolle und hilfreiche Unterstützung in jeder Situation. Meiner Meinung nach lohnt es sich, eine gute Hebamme zur Unterstützung zu haben. Auch die Schwestern und Ärzte auf der Entbindung waren super. Es gibt also auch positive Erfahrungen und davon wollte ich gern berichten.

    1. Laura sagt:

      Hallo Katja,

      ich finde es ganz toll, dass es auch tolle Erfahrungen gibt und danke für Deine Worte. Ich glaube es kommt sehr auf die Stadt an, ob man gute Hebammen findet oder nicht. Bei uns sind alle sehr kühl und irgendwie eigenartig. Vielleicht kommt es mir aber nur so vor, weil ich so offen und aufbrausend bin 😉

      Ich bin mal gespannt wie das zweite Kind ohne Hebamme wird. Dieses Mal bin ich ja mehr gefestigt und weiß auf was es ankommt.

      Liebe Grüße
      Laura

  30. Janine sagt:

    Ich bin entsetzt, was ich hier alles lese…furchtbar was man als frischgebackene Mutti über sich ergehen lassen muss.
    Mein Sohn ist jetzt ein halbes Jahr und ich bin froh, das ich solche Horrorerfahrungen nicht schon vorher gelesen bzw. gehört habe.
    Ich könnte in einem solchen Krankenhaus kein Zweites Kind zur Welt bringen…Respekt, dass du so mutig bist.

    Ich hatte eine super Geburt, mit tollen Hebammen, die mich sowohl davor als auch danach betreuten.
    Ich lag nach der Entbindung noch zwei Stunden im Kreissaal, mit meinem Sohn und meinem Freund, um erstmal wieder zur Ruhe und zu Kräften zu kommen.
    Mir wurde das Stillen erklärt und Probleme gelöst, ich stille mit Stillhütchen und dank der Schwestern funktioniert es noch immer gut. Mein Freund und ich wurden bei allem unterstützt, baden, wickeln und anziehen.

    All denen, die eine schlechte Erfahrung gemacht haben, ich drücke euch die Daumen und wünsche euch alles erdenkliche Gute für eure nächste Geburt, das soll doch ein freudiges Erlebnis sein.

    1. Laura sagt:

      Hallo Janine,

      ich finde es so schön, dass es auch Frauen gibt, die ganz andere Erfahrungen gemacht haben. Genau die, die ich auch gerne gemacht hätte. Ich bin mal gespannt wie es wird, wenn ich zur Anmeldung gehe und meine Bedenken äußere. Ich werde natürlich von meinen Erfahrungen berichten, die ich bei der ersten Geburt hatte – mal sehen wie sie reagieren.

      Liebe Grüße
      Laura

  31. Kerstin sagt:

    Danke für deinen Bericht!
    Ich hoffe, er kann vielen Frauen Mut machen, gut informiert und selbstbewusst in die Situation zu gehen.
    Bei mir war die Entbindung fürchterlich – zwei Tage Wehen, dauerndes Erbrechen und dann am Ende eine Sectio wegen hohen Geradstandes. Ich war fassungslos und unendlich traurig.
    Ich hätte mir auch eine umfassendere Betreuung durch die Hebamme gewünscht, allerdings waren parallel noch drei Geburten.
    Jedoch: im OP wurde ich von Hebamme und Anästhesist abgelenkt, beruhigt, gestreichelt und getätschelt, was wirklich gut tat, weil ich am ganzen Leib gezittert habe.
    Und in den vier Tagen auf der Station wurde ich auch sehr menschlich und angenehm behandelt und ich habe mich respektiert gefühlt. Das Personal hat mich sehr beim Stillen unterstützt, Tag und Nacht. Bei Problemen hat man mich ermutigt und mir eine Stillberaterin geschickt. Das Krankenhaus ist allerdings zertifiziert als stillfreundlich.

    1. Laura sagt:

      Hallo Kerstin,

      danke für Deine Nachricht. Man müsste viel informierter an alles rangehen, aber niemand bereitet einen darauf vor. Die Entbindung ging bei mir, zum Glück, ziemlich flott. Trotzdem wurden dort auch alleine gelassen, was ich eigenartig fand. Nebenbei war KEINE andere Geburt, außer ein Kaiserschnitt, mit dem meine Hebamme nichts zu tun hatte.

      Liebe Grüße
      Laura

  32. Linda sagt:

    Genau aus diesem Grund wollte und will ich nicht im Krankenhaus entbinden! Ich habe mein erstes Kind im Geburtshaus entbunden und bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung. Ich wurde im Geburtsvorbereitungskurs auch darüber informiert, dass es zur Saugverwirrung kommen kann und deshalb geraten wird, die ersten 4 Wochen darauf zu verzichten. Weiter wurde uns immer nahe gelegt auf sein Bauchgefühl zu hören und seiner Intuition zu folgen, auch als junge Mama. Ich wurde von meiner Hebamme immer gut unterstützt, wenn ich mal fragen hatte. Im Fazit kann ich nur sagen, dass mein zweites Kind definitiv ebenfalls dort entbunden wird.

  33. Maronii sagt:

    Also bei uns war es beim ersten auch so .. man wird gleich als junge Mutter die das erste mal ein Kind grieg und e von nix eine Ahnung hat abgestempelt .. den bei uns haben Sie extrem aus stillen bestanden . Ich musste nach 1 Woche . Zuhause noch mal ins kh da ich einen milchstau hate und Schmerzen . Und sie wollen mich trotzdem zwingen zum stillen.. Und ich war aber total wund und offen das ich sagte nein. Den sogar das ab pumben tat weh . Aber das eilten sie nicht hören . Bis ich mich durch gesetzt habe .. den ich weiss was für mich und das Kind gut ist . Und da spielt Alter keine Rolle . Man miss einfach auf sein Gefühl hören . Und es ist beim 2 auch nicht besser . Den da sagen sie dir garnichts mehr . Den da kommt immer nur die wissen e schon alles . Und das find ich auch nicht richtig …. ich habe bei beide Kinder sehe viel ängstlich Eltern in Zimmer gehabt die nicht wussten was tun oder ob sie den mut haben eilten was zu sagen oder fragen . Und das find ich sehr schade den dafür sind die leute schliesslich da finde ich …

  34. Steffi sagt:

    Das mit dem Schnuller und der Flasche geben finde ich auch nicht in Ordnung.Aber ich muss sagen das du im kh nicht so planlos dagestanden wärst ,wenn du dir vorher eine Hebame für einen Geburtsvorbereitungkurs gesucht hättest und natürlich auch für nach der Geburt den die kann dir deine wichtigen Fragen Kompetend beantworten. Und du wärst garnicht so auf die Schwester im Kh angewiesen gewesen.aber das musst du fürs Nächte mal selber entscheiden und hoffentlich besser machen , dann muss man im nachhinein auch nicht so enttäuscht sein. Viel Glück für deine nächste Schwangerschaft .

  35. Vanessa sagt:

    Ich finde es wirklich sehr schade welche Erlebnisse man in manchen Krankenhäusern nach der Geburt macht. Auch mir ist es so ergangen. Nur war es bei mir eher das Personal im Kreißsaal als auf der Station.
    Was ich aber nicht verstehe ist, dass ihr keine nachsorge Hebamme wollt und auch im Krankenhaus kein Personal um euch herum?Warum habt ihr nicht ambulant entbunden? Hebamme und Säuglingsschwestern sind nun nunmal zum helfen da. Wenn diese aber nicht angekommen wird…??? Was aber natürlich keinerlei Rechtfertigung für das Verhalten des Personals ist. Ich kann dem ganzen nur nicht so recht folgen.
    Ich persönlich habe Kind 1 und Kind 2 im selben Krankenhaus bekommen. Das erste per kaiserschnitt und das zweite normal. Die Geburt war Dank Großteil des Personals der horror! Daher hab ich bei Kind 3 das Krankenhaus gewechselt und alles war prima. So kam auch Nummer 4 in diesem Krankenhaus zur Welt und wir sind ein paar Stunden später alle glücklich nach Hause gegangen.
    Man sollte sich bei seinen Kindern immer ganz auf das eigene Gefühl verlassen und die sich nicht durch andere verunsichern lassen. Da kann ich viele Geschichten erzählen…
    Jeder kommt mit bestimmten Situationen anders zurecht, warum also sollte man sich beim eigenen Baby auf andere einstellen?

  36. Annika sagt:

    Wahnsinn, was viele Berichte. Es tut mir so leid wie viele Mütter schlechte Erfahrungen machen mussten in dieser Zeit.
    Vielleicht macht es etwas Mut wenn ich sage das es auch anders sein kann. Ich habe ebenfalls mit Sectio entbunden und es ging mir danach körperlich und psychisch nicht allzu gut. Mit dem Stillen hat es nur schwer funktioniert, unser Sohn hat schlecht getrunken und stark abgenommen. Wir waren im wittlicher Kh und ich muss sagen das die Schwestern auf der Wöchberinnen Station sich sehr viel Mühe gegeben haben mit uns. Mein Mann dürfte 2 Nächte bei uns schlafen und bez des stillen haben die sich dort wirklich geplagt das es klappt. Ging man über die volle Station sah man immer wieder weinende Mütter mit einer Schwester im Gespräch und ich habe mich immer gewundert das diese sich den Stress kaum anmerken ließen.
    Unsere Nachsorge Hebamme zu Hause war ein Segen. Ich bekam eine mastitis und sie war täglich bei uns, manchmal sogar 2 mal als ich nicht mehr aus dem Bett kam.
    Ich hätte die erste Zeit nicht geschafft ohne diese gute Unterstützung. Ich hoffe es gibt bei euren nä Geburten besseres Personal und seid alle lieb gegrüßt.

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe Annika,

      vielen lieben Dank für Deinen Bericht und es tut mir leid, dass es in manchen Punkten nicht so gut bei Dir lief.

      Also ich war jetzt wieder in der selben Klinik und habe gesagt was mir nicht gefallen hat. Außerdem hatte ich in meiner Praxis noch ein Gespräch mit einer weiteren Hebamme, die auch im Krankenhaus bei uns angestellt ist. Beide viel jünger und mit ganz anderen Ansichten. Die beiden Hebammen haben genau verstanden was mir nicht gefallen hat und eins habe ich gemerkt: Sobald man selbstbewusst auftritt, wird man ganz anders behandelt. Ich kann mich noch an meine erste Anmeldung erinnern: Ich würde wie ein unmündiger Mensch behandelt. Ich hoffe, dass ich bald von meiner zweiten Geburt berichten kann 🙂

      Liebe Grüße

  37. Nicole sagt:

    Hallo

    Ich bin von österreich hab in niederösterreich entbunden.
    Und von der ss bis zur geburt volle höhle, denn du bist auch dort nur eine nummer , oder wie ich sag es ist egal wer da liegt hauptsächlich das kind kommt heil raus und keiner stirbt.

    Bei mir hatten alle nur angst und dachten sie könnten das kind taustreiben , nach 7 h streiten hab ich aufgegeben und wurde eingeleitet dass war das schlimmste was ich je tun konnte, und danach waren die hebammen echt fürn arsch. 6 haben mich vom stillen abgehalten weil es e nicht gleich funktioniert erst die 7 meinte wor probieren was anderes.

    Sie waren echt fürn arsch , ich hatte nen darm schnitt und probleme mit der naht nur schmerzen und 4 ärzte haben mich im stich gelassen und sagten das wird schon, inkl mein frauenarzt,

    Jz beim 2 weiss ich dass weder auf hebammen krankenschwester oder ärzte verlass ist, und werde daheim entbinden.

    Mit freundlichen Grüßen nicole

  38. Alicia sagt:

    Ich bin so froh das ich diesen Artikel gefunden hab…
    Unser Sohn kam im November 2017 zur Welt. Ich hab mich extra für eine Beleghebamme entschieden und wollte nach einem Tag das Krankenhaus verlassen. Leider hatte ich eine angewachsene Plazenta und lag nach dem Kaiserschnitt auf der Intensivstation, weil ich fast verblutet wäre (ein Stück der Plazenta wurde nicht entfernt). Als ich auf die Station kam durfte ich zwei Tage nicht aufstehen. Ich war sowieso schon traumatisiert und dann kam unsere tolle Nachtschwester. Sie würde den Kleinen nochmal mitnehmen, aber ab dem nächsten Tag müssten wir uns drum kümmern, wäre ja der Sinn des Familienzimmers. Das ich fast verblutet wäre und nicht aufstehen durfte hat sie wohl nicht interessiert (Sie war dabei als alles auf einmal Berg ab ging eine Stunde nach dem Kaiserschnitt). Ich war total überfordert und fertig mit der Welt und dann wurde mir kommentarlos die elektrische Milchpumpe neben das Bett geschoben und ich sollte nachts abpumpen bzw. Die Brust anregen Milch zu produzieren. Ich habe fast drei Liter Blut verloren und mein Körper war erstmal damit beschäftigt Blut zu produzieren. Die nächste Nacht meinte sie das sie mir ausnahmsweise hilft zu stillen, die Nacht danach müsste ich es selber hinbekommen, zu Hause hätte ich ja auch keinen Knopf zum Klingeln… natürlich wurde der Kleine nicht satt, die ’nette Nachtschwester hat uns aber immer nur 10ml Flaschennahrung abgefüllt, müsste ihm reichen. Ausserdem hat sie sich Zeit gelassen bis er sich so in Rage geschrien hat. Dann wurde ich als unfähig bezeichnet, weil ich mein Kind nicht beruhigen könnte. Ich war sowieso schon traumatisiert und hielt mich für eine schlecht Mama, da ich direkt auf die Intensiv kam und nicht bei ihm sein konnte. Aus meiner Brust kam nichts raus und er hat nur geweint. Ich habe meine Eltern beauftragt das sie uns Flaschennahrung besorgen, damit ich sicher sein konnte genug zu haben. Ich habe mich so unter Druck gesetzt, dass mein Kreislauf wieder im Keller war und sie den Kleinen eine ganze Nacht mitnehmen musste. Ende vom Lied: ich hatte noch einen Zusammenbruch im Krankenhaus und Panikattacken. Wenn er heute weint zittern manchmal noch meine Beine.

  39. Natalie sagt:

    Das mit dem zufüttern kommt mir bekannt vor. In fem Krankehaus in dem ich entbunden habe, gab es ein „Stilltelefon“. Nach einem besuchsreichen Tag und wine schlaflosen Nacht, in der meine Tochter nicht satt wurde rief ich dort an um nachzufragen was ich machen kann. Die neinetw dann:“ ich bring mal ne Flasche“. Es wurde nach der Flasche abwr bicht besser. Mein Baby weinte boch immer. Ich rief noch mal an, sie sagte, dass mein Kind jetzt vermutlich Bauchscmerzen habe. Ich solle sie mal auf den Baich legen. Aber wir haben ja im Vorbereitungskurs gelernt, dass das gefägrlich ist. Also habe och bicht geschlafen. Auch das mit ins Bett nehmen des Kindes war verboten. Sie war aber ruhig und zufrieden beo mir im Bett. Ich wurde dann am nächsten Tag gerügt. Mein Kinderarzt meinte bei unserem ersten Besuch dann auch ich solle zufüttern. Das Bedarfsstillen verursacht ihr Bauchschmerzen. Das wars dann mit dem Stillen, denn durch das scheiß zufüttern hat sich in meiner Brust nucht genzg Milch gebildet und die Flasche war so herrlich leicht. Ich bin immer noch traurig das ich stilken konnte. Und ich gebe dir recht beim zweiten Baby vleibe uch auch maximal ein Tag im Krankenhaus.

    1. Marlen sagt:

      Hallo

      Ich komme auch der nähe Leipzig ubd habe alle drei Kiddis im KH Wurzen entbunden….dort hab ich nie schlechte Erfahrungen gemacht es war immer eine Schwester zu stelle und ja es gab auch völlig verfehlte aber zum Glück sind diese mir nie auf den Nerv gegangen. Beim dritten kind hatte ich meine kleine für mich alleine und konnte tun was ich wollte…wir haben tägliche 3-4 mal eine 3/4 stunde gebraucht zum stillen und da hat keiner was gesagt.
      Das einzige was mir wirklich nicht gefallen hat ist das ich nach dem PDA Kaiserschnitt mein kind nicht anlegen noch halten durfte. Und ichchatte nie eine Nachsorge Hebamme.

  40. MK sagt:

    Ich habe den Eindruck gewonnen, dass du genau diese Erfahrung gebraucht hast! Es hat dich nach vorne katapultiert…du scheinst biss bekommen zu haben, möchtest nicht mehr schlecht behandelt werden und wirst wohl beim nächsten mal auf solche Situationen reagieren 😊 Ich frage mich im Leben nicht mehr „warum“ sondern „wozu“ ist mir das passiert. Und es hilft und dreht die Dinge um. Vielen Dank für deinen Beitag und alles gute für dich und deine Familie ❤️

    1. Lina sagt:

      Liebe Silke G ,
      Vielleicht erst mal überlegen, bevor Mann seinen Müll zum Besten gibt . Sorry !
      Diese Geschichten sind doch nich erfunden . Leider ist das die Realität. Ich hab es selbst miterlebt. Ich war sechs Tage im KH hatte also die ein oder andere Mami mit auf dem Zimmer .

      Es wäre schon eine große Hilfe ,wenn Mann die Damen dort direkt beurteilen könnte. Dann würden sie sich zweimal überlegen ob sie ihren Frust an einer hilflosen , frischgebacken Mutter auslassen .

  41. Johanna sagt:

    Ich bin schockiert! Hier ist ein Bericht schrecklicher als der andere! Ich dachte, meine Erfahrung nach der Geburt meiner Tochter war schlimm. Aber wenn ich das hier alles lese, ging es mir und meiner Familie noch verhältnismäßig gut.
    Ich hatte eine wunderbare und harmonische aber sehr schmerzhafte Entbindung im Geburtshaus.
    Ich habe mich dort sehr gut betreut gefühlt und es ging auch alles gut, bis auf eine innere Verletzung, die im Geburtshaus nicht versorgt werden konnte.
    Also musste ich bedauerlicherweise doch ins Krankenhaus, wo ich mit meinem Freund und meiner Tochter ein „Familienzimmer“ auf der Gynäkologischen Station bekam.
    Ich hatte sehr viel Blut verloren, weshalb ich drei Tage lang nicht aufstehen und mich kaum aufsetzen konnte.
    Mein Freund hat sich rund um die Uhr um mich und unsere Tochter gekümmert und ALLES gemacht. Wir haben beide fast nicht geschlafen und bekamen KEINE Hilfe.
    Es hieß von Anfang an, nur ich sei Patientin, mein Freund und meiner Tochter seien nur Begleitung. Wenn wir Fragen bezüglich unseres frisch geborenen Babys hätten, sei es Kulanz der Schwestern, uns zu helfen.
    Im Nachhinein kann ich es nicht fassen, dass wir das so „hingenommen“ haben.
    Wir waren einfach zu fertig und konnten nicht mehr!
    Nachdem ich letztendlich eine Bluttransfusion bekommen hatte, damit meine Werte besser wurden, konnte ich am dritten Tag wieder aufstehen. Am selben Tag haben wir dafür gesorgt, entlassen zu werden und sind nach Hause gefahren. Leider hat die Nachsorge mit Stilberatung auch sehr holprig angefangen, weshalb ich große Probleme beim stillen hatte, mit blutenden Brustwarzen und vier Wochen Schmerzen beim stillen.
    Zum Glück sind wir alle Gesund und hatten von Anfang an ununterbrochen Zeit mit und füreinander als Familie.
    Das hat mich sehr gestärkt!

    Ich frage mich wirklich, was wir werdenden und frisch gebackenen Eltern tun können, um Erlebnisse wie die hier geschilderten zu vermeiden.
    Eine Hebamme des vertrauens ist sicher ein guter Anfang, die werden aber auch rar…
    Es tut mir wirklich leid, dass so viele Mütter einen so unendlich schweren Start hatten!

  42. Franzi sagt:

    Ich habe selbst einige Zeit auf einer Neugeborenenstation gearbeitet. Und um ehrlich zu sein, ist dein beschriebenes Verhalten die Ausnahme gewesen (auf dieser Station, für andere kann ich nicht sprechen).
    Bei der Aufnahme des Kindes habe ich natürlich gefragt, das wie vielte es schon sei und dass sich die Eltern bei Fragen oder anderlei Dingen gerne melden konnten. Wie du schon sagst, es gehört nicht zum Aufgabengebiet einer Schwester zu stigmatisieren. Das lernen wir bereits in der Ausbildung!
    Ich hoffe, dass das deine einzige schlechte Erfahrung mit Krankenhauspersonal war, es wirft ja allgemein kein gutes Licht auf uns.
    Aber egal, wem das passiert: Schwestern, Hebammen, Ärzte haben nicht das Recht euch wegen Kleinigkeiten schlecht zu behandeln. Behauptet euch, seid selbstbewusst und sprecht es offen an.
    Weil, das hat absolut keiner verdient und das noch in einer Klinik in der man sich Hilfe erwartet und keine Beschimpfungen.
    Ich wünsche euch für die Zukunft alles Gute

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe Franzi,

      danke für Dein Kommentar. Ich habe meinen zweiten Sohn im selben Krankenhaus geboren und bin dort viel selbstbewusster aufgetreten. Die ganze Geburt war KOMPLETT anders. Aber schon traurig, dass man nach seinem Auftreten behandelt wird.

      Liebe Grüße

  43. Nira sagt:

    Du schilderst viele Dinge, vor denen unsere Hebammen uns stundenlang gewarnt haben… Das Krankenhaus ist keine Ausnahme, sondern ein gängiger Typ. Die Geburtsvorbereitung bei uns war zu einem großen Teil darauf ausgelegt, uns dafür zu sensibilisieren, was gerne an Schindluder getrieben wird und was wie dagegen tun können. Oft bringt es nämlich rein gar nix, zu sagen, man wolle etwas so oder so oder gar nicht.
    Auch ich musste bei der Geburt von Kind 1 viele der hier geschilderten Dinge erleben. Obwohl ich durch meine Hebamme vorbereitet war auf solche (ich kann nur sagen) Unverschämtheiten und Inkompetenz, wurden wir auch von diesen Dingen zerrieben. Zickige Diskussionen, warum ich angeblich gar nicht stillen könne (ich hatte super viel Milch), man verweigerte mir, mein Kind bei Hungerzeichen zu stillen (auch “erst wenn sie schreien, darf man sie füttern”), dafür Zufüttern, ärztlich verordnet, dann sofort per Sonde ernähren, weil das Kind (verwirrt von 3 verschiedenen Nuckeln an einem Tag) nicht nach Vorgabe trank (aber dennoch fleißig zunahm…) während mir sogar verboten wurde, Milch abzupumpen, (auch hier hieß es 15 Min. Alle 4 Stunden) da ich sonst ja womöglich zu viel Milch bekommen würde…
    Ich bin gegen ärztlichen Rat schließlich gegangen und war total fix und alle von den “Übergriffen” des Personals.

    Ich war selbstbewusst, ich bin noch selbstbestimmtes geworden durch diese Versuche des Personals, aber es hat mich so wichtige Kraft und Nerven gekostet. Es hat mich einen entspannten Start gekostet. Diese zig Auseinandersetzungen, Rechtfertigungen und das ständige Verteidigen vor diesen anscheinend wirklich ganz gängigen, vorkriegszeitlichen Mitteln ist mir einfach zu wider.

    Deswegen bleibt für mich als Lösung wirklich nur eins: ein anderes Krankenhaus. Punkt. Es gibt genug Krankenhäuser. Und es gibt jene, die sich babyfreundlich nennen dürfen und bei denen solche Unmöglichkeiten nicht an der Tagesordnung sind.
    Aber man muss sie schon suchen und meines Erachtens auch unterstützen.

    Diese kinderfeindlichen Kliniken brauchen nicht noch höhere Geburtenraten…

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe Nira,

      ich bekomme Gänsehaut und Tränen schießen in die Augen. Ich wurde nie von irgendwem gewarnt, ich dachte ich gehe in ein Krankenhaus und dort wird alles gegeben um mir zu helfen. Es war nicht so. Ich habe 2 1/2 Jahre später im selben Krankenhaus ambulant entbunden. Es war meine Traumgeburt. Die konnte auch nur durch feste Vorgaben und extremes Selbstbewusstsein so ablaufen. Ich wette wenn es meine erste Geburt gewesen wär, wäre sie ähnlich abgelaufen wie bei Nummer 1. Leider wird man als Frau nicht ernstgenommen. Ich habe mich außerdem vor 6 Monaten beim Qualitätsmangament beschwert: Einmal wegen der Pre-Milch als Probe, was VERBOTEN ist und die schlechte Hilfe beim Stillen.

      LG

  44. Christiane sagt:

    Hallo Laura, deine Erfahrungen hören sich wirklich schlimm an. Es hätte sicher geholfen, sich vor der Geburt über die Klinik zu informieren. Ich selbst bin Kinderkrankenschwester in einer Babyfreundlichen Geburtsklinik. Wir arbeiten familienorientiert und legen sehr viel Wert auf Bindung und Stillen. Das wird zertifiziert und regelmäßig überprüft. Aber wir arbeiten nicht nur deshalb so, weil wir aber auch gemerkt haben, welche Vorteile das für die Entwicklung des Neugeborenen hat. Also, liebe Schwangere, hört euch vor der Geburt um, ob man nicht nur von Bindung erzählt, sondern das auch im Klinikalltag lebt.

    1. Nadine sagt:

      Hallo
      Ich bin schon eine „alte Mutter“ . Meine Tochter ist inzwischen 18 Jahre und ich habe sie von Anfang an alleine groß gezogen. Mir sind damals im Krankenhaus auch einige Sachen passiert, die ich damals auch als übergriffig empfunden habe. Ich habe mich von Anfang an gegen das Stillen entschieden. Das hatte sehr gute Gründe und ich habe auch die Thematik vorab mit meiner Hebamme ( die ich jeder Mutter empfehlen würde) besprochen. Hatte es auch während der Entbindung nochmal gesagt, als ich gefragt wurde. Auf der Wochenstation würde ich dann von den Schwestern auch mehrfach gefragt, ob ich auch wirklich nicht stillen möchte und das es für das Kind aber das Beste sei. Meine Antwort war jedesmal NEIN ich möchte nicht Stillen und das hat seinen Grund und JA ich weiß es wäre das Beste für mein Kind.
      Irgendwie haben sie es dann auch angenommen.
      Da ich bei der Geburt meiner Tochter Ende zwanzig war und diverse Babys und Kleinkinder beruflich schon begleitet habe und auch Tante war, bin ich mir in der Säuglingspflege sehr sicher gewesen und habe meine Tochter auch in der Klinik das erste Mal alleine gewickelt. Da bin ich von einer Schwester auch wirklich angefahren worden, wieso ich das einfach alleine gemacht habe ohne Hilfe. Ich habe sie echt fassungslos angeschaut und dann aber geantwortet: Wissen Sie, ich habe in meinem Leben schon so viele Kinder sauber gemacht, das ist mein erstes Eigenes,da werde ich es wohl durchaus alleine hinbekommen.
      Aber dieser Moment, wie empört sie war, dass ich MEIN Kind ALLEIN gewickelt habe… unglaublich.
      Sie ist auch beleidigt gegangen. Aber es sind nicht alle so.
      Meine Hebamme die dort in der Klinik arbeitete kannte mich schon vom Geburtstvorbereitungskurs und die war total klasse. Ich hatte sie auch anschließend zur Nachsorge und sie hat mir auch wirklich nochmal wertvolle Tips gegeben und zugehört, wenn ich nicht mehr weiter wusste ( diese Drei Monatskoliken haben mir sehr zugesetzt und dem Kindchen).
      Und mit meiner heutigen Erfahrung weiß ich, dass sich Frau nichts gefallen lassen muss. Schon gar nicht im Krankenhaus und dann in so einer intimen Situation. Es gibt genug Pflegekräfte, die ihren Job wirklich toll machen und dann gibt es eben auch die, die schon ewig dabei sind und Frust schieben und auch ein Stück weit abgestumpft sind. Vielen sind diese sensiblen Situationen gar nicht mehr bewusst, weil es ihr Arbeitsalltag ist. Natürlich ist das keine Entschuldigung, jedoch ein Grund mehr sich selber dann zu positionieren, wenn man solche Begegnungen hat.
      Meine Empfehlung ist, sich mehrere Geburtskliniken anzuschauen. Es gibt Kreissaalbesichtigungen und die sollten ruhig genutzt werden.
      Ich wünsche allen Mamis eine glückliche und schöne Zeit mit ihren Kindern.
      Genießt jeden Augenblick, sie sind ganz schnell groß 😉
      Viele Grüße

  45. Martina sagt:

    Oje, kommt mir einiges bekannt vor.
    Ich habe mich deshalb fürs Geburtshaus entschieden und war da sehr zufrieden. Die Hebammen bauen einen auf, unterstützen, möchten, dass man Verantwortung übernimmt, sich eigene Wünsche für die Geburt überlegt und stehen für natürliche Prozesse ein wie zuerst alles probieren, damit es mit dem Stillen klappt, statt sofort zufüttern etc.
    Leider mussten wir aufgrund eines Infektes nach 12h für 5Tage in die Neonatologie des nächsten Spitals verlegt werden. Dort waren die meisten Schwestern wider erwarten sehr nett und hilfsbereit, ich wurde auch rund um die Uhr zum stillen gerufen, weil ich das wollte.
    Aber trotzdem hatte mein Kleiner schon Flasche und Schnulli im Mund, als ich ankam, zudem wurde ihm Zucker gegeben wenn er einen Pieks in die Ferse bekam, um die Schmerzen erträglicher zu machen. Alles 3 Dinge, die ich vorhatte zu vermeiden! Aber naja, ich dachte mir, dass hier der Zweck die Mittel heiligt und wir das wieder lassen, wenn wir raus sind. Leider hatte er nach ein paar Tagen Mühe mit trinken (Saugverwirrung) und plötzlich hing der Austritt nicht mehr am Infekt, sondern am Gewicht (obwohl er noch nicht mal 10% des Geburtsgew. verloren hatte und nach ca. 5%erstmal konstant blieb). Eine Stillberaterin wurde deshalb vom Personal gerufen, was ja eigentlich rücksichtsvoll ist. Nur hat mir die dann zum zufüttern geraten nach diesen 15min je Brust. Das hat aich für mich nicht richtig angefühlt. Zum Glück hat sich eine Hebamme des Geburtshauses mit der Ärztin in Verbindung gesetzt und so erreicht, dass wir zurück ins Geburtshaus durften nach der Genesung vom Infekt, weil dort ja Fachpersonen für Stillen sind. Dort setzten wir erstmal alle Hilfmittel wie Stillhütchen wieder ab und wir erlernten das richtige Stillen. Habe ihn nie zugefüttert. Die Hebamme erkannte sogar, dass ich eher zuviel Milch habe und ihn einfach stillen soll, so lange er möchte. Jetzt nach 2Monaten hat der Kleine ein Gewicht auf der 97. Perzentile, ist also richtig gut genährt für sein Alter. Zum Glück habe ich meinem Gefühl vertraut und meine Vorstellungen durchgezogen! Und ich kann nur jedem das Geburtshaus empfehlen. Dort wird auf die Frau eingegangen, man hat ein Einzelzimmer, eine richtige Wochenbettbetreuung, gesundes, auf frisch gebackene Mütter zugeschnittenes Essen und es kostet die Krankenkasse weniger als im Spital.

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