Laura / 16.07.2018 / Babyzimmer / Kinderzimmer / Living / Unser Zuhause
      

PURLINE Bioboden von wineo im Einsatz | Die gesunde Alternative zu Vinyl

         

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Anfang 2015 sind wir in die oberen zwei Wohnungen unseres Wohn- und Geschäftshauses gezogen. Seitdem, also knapp 3 1/2 Jahre, sind wir immer noch im Umbau. Räume wurden neu geplant, Fenster ausgetauscht, Wände verändert, Badezimmer neu gefliest und sich immer mal wieder über den eigenen Fußboden geärgert. Waren wir uns trotz Echtholz-Fußboden für den Designboden Bio-Vinylboden von wineo entschieden haben und wie unsere Erfahrungen sind? Lest selbst!

Unsere Boden-Geschichte

Da wir mein Elternhaus übernommen hatten, wusste ich, dass in einem Zimmer der 2. Etage echter Dielenboden liegt. Mit dem Gedanken, dass unter altem Laminat und PVC wohlmöglich auch alte Dielen versteckt sein könnten, rissen wir den kompletten Boden ab. Wir waren so glücklich über unseren wunderschönen Holzdielenboden und wollten ihn unbedingt aufarbeiten. Gesagt, getan. Da wir dummerweise Geld sparen wollten, machten wir uns selbst an die Arbeit und schliffen den Boden mühsam ab. Dabei kamen uns alte Klebereste und Verfärbungen in den Quere. Leider wussten wir gar nicht so richtig was wir machen und waren immer wieder mit unserer eigenen Arbeit nicht zufrieden. Aus dem Grund haben wir damals in der ersten Etage einen Profi an Land gezogen, welcher uns in der anderen Wohnung den Boden schick macht.

Leider war auch das ein Fehler. Jetzt werden sich natürlich viele Fragen: Wie kann es ein Fehler sein, einen Echtholzfußboden aufzuarbeiten? Ganz einfach: Das Holz hat eine mindere Qualität. Unsere Dielen sind leider aus einem weichen Nadelholz und nach kurzer Zeit sieht man überall Schrammen und Kerben, ausserdem ist der Dielenboden sehr laut und man hört jede Bewegung die darauf stattfindet. Im Nachhinein bin ich immer noch ein wenig wütend darüber, dass uns der Profi nicht von einer Aufarbeitung abgeraten hat und uns ins Messer hat laufen lassen.

Viele Personen finden diese Kerben und Schrammen nett und meinen sie haben Charakter. Für uns persönlich ist es leider nichts.

 

Die lange Suche nach dem passenden Boden

Nun kam die große Frage: Welchen Bodenbelag wollen wir verlegen? Eins war klar: Die gesamte Dielenkonstruktion wollen wir nicht entfernen. Epoxidharz? Fliesen? Laminat? PVC? Vinyl? Kork? Die Bandbreite an verschiedenen Fußbodenbelägen ist riesig und selbst wenn man sich für eine Bodenart entschieden hat, sind die Qualitätsunterschiede der Einzelnen Anbieter enorm.

Da meine Schweigermutter uns schon beim Einzug auf Vinyl aufmerksam gemacht hat und wir, leider, nicht hören wollten, habe ich mich mit diesem Bodenbelag als allererstes auseinander gesetzt und war sofort begeistert. Vinyl gibt es in allen längen, breiten, Farben und Dekoren und man kann sich zwischen verschiedenen Verlegetechniken entscheiden. Ein weiterer Vorteil ist die Langlebigkeit dieses Bodens. Vinyl gibt es in verschieden Klassen und kann je nach Nutzung passend gewählt werden. Aus dem Grund ist Vinyl einer der mit häufigsten verwendeten Fußbodenbelege im Gewerbebereich. Für mich war eins wichtig: Der Boden muss Schadstofffrei und strapazierfähig sein, da wir mit kleinen Kindern zusammen wohnen und er soll einem echten Holzfußboden so nah wie möglich kommen.

Vinyl und was jetzt?

Als klar wurde, dass wir uns für einen Vinylboden entscheiden werden, ging die Suche nach dem passenden Hersteller und Dekor los. Ich durchforstete gefühlt das halbe Internet und bestellte mir unzählige Muster. Als der erste Schwung Muster eintraf war ich enttäuscht: Das soll der Boden sein, der nah an eine Holzoptik kommen soll? Der Großteil der von mir bestellten Muster, welche auf dem Bildschirm traumhaft aussahen, waren schrecklich. Das Design war nicht ausgearbeitet und sah schon Meterweit weg unnatürlich aus. Ich war ratlos und wir begaben uns in den Fachhandel. Nach mehreren Anläufen und verschiedenen Händlern war es dann Liebe auf den ersten Blick.

Endlich fündig geworden

Da stand mein Traumboden: Eine Langdiele in einem leichten Honigton. Genau das was ich gesucht habe. Ein kurzer Blick und wir waren uns einig. Der Boden wird es. Ich hatte in verschiedenen Foren und Facebook Gruppen von der Firma Windmöller, also dem Hersteller wineo, gelesen und wollte den Boden in Natura erleben. Die Euphorie war nach den ersten Mustern und Besuchen im Handel bereits gedämpft. Aus dem Grund war es eine Überraschung, dass wir diesen tollen Boden gefunden hatten.

Entschieden haben wir uns für den wineo PURLINE Bioboden als Multi-Layer XXL. Mehr zu diesen XXL-Diele erzähle ich Euch später.

 

Was ist PURLINE Bioboden?

wineo PURLINE Bioboden ist einer der ökologischsten, dauerelastischen Bodenbeläge auf dem Markt. Die Basis des Polyurethan-Bodenbelags bildet ecuran, ein Hochleistungsverbundwerkstoff, der zu einem überwiegenden Teil aus Pflanzenölen wie Raps- oder Rizinusöl und natürlich vorkommenden mineralischen Komponenten, wie Kreide hergestellt wird. Die Entscheidung für den Bioboden haben wir getroffen, da dieser Vinylboden ein Fußboden ohne Vinyl ist. Er ist nachhaltig und extrem strapazierfähig, weshalb er perfekt in unseren Familienalltag passt.

PURLINE Bioboden ist der erste Kunststoff-Bodenbelag, der überwiegend aus nachwachsenden Rohstoffen und natürlichen Füllstoffen besteht. Er ist schadstoffrei, da er ohne PVC, Weichmacher und Lösemittel hergestellt wird.

Positive Eigenschaften des Biobodens:

  • Beste Zutaten durch ecuran aus natürlichen Inhaltsstoffen wie Raps- oder Rizinusöl und Kreide
  • Ökologisch und sicher: ohne Chlor, Weichmacher und Lösungsmittel
  • Made in Germany
  • Zum Kleben und Klicken
  • Langlebig und robust
  • Vielfach ausgezeichnet
  • Geprüft und voller Qualität

Unser wineo 1000 wood – Multi-Layer XXL

Uns waren alle Dielen zu klein, also machten wir uns auf die Suche nach XXL Dielen. Nach vielen Mustern und Fachmarktbesuchen war es Liebe auf den ersten Blick. Wir haben uns für den Boden „Garden Oak“ entschieden, welcher aus der wineo 1000 wood Kollektion stammt. Die gesamte wood Kollektion beinhaltet 10 ausgewählte Holzdekore – also ist für fast jeden Geschmack etwas passendes dabei. Dieses Dekor gibt es neben Multilayer auch als Klebevinyl und Klickvinyl.

Wir wollten einen Boden, der so nah wie möglich an einen echten Holzboden ran kommt. Hier war uns eine natürliche Holzstruktur und eine sehr lange Diele wichtig. Aus dem Grund entschieden wir uns für eine 1-Stab Landhausdiele im XXL-Dielenformat, da sie mit fast zwei Metern Länge (1845 x 237 mm) perfekt ist. Die wineo 1000 wood Kollektion hat eine authentische Fuge in ihre Dielen eingebaut, welche den Boden noch natürlicher wirken lässt. Der wineo Multi-Layer hat eine Aufbauhöhe von 9 mm und ist damit ideal um auch kleine Unebenheiten zu überbrücken. Ein weiterer Vorteil ist die integrierte Dämmmatte. Wir mussten also zum Glück nicht noch eine extra Folie auslegen und konnten sofort mit dem Verlegen starten.

Neben diesen ganzen Vorteilen war uns auch eine leichte Verlegtechnik wichtig. Wir wollten keine extra Firma beauftragen uns den Boden auszulegen. Durch das Fold-Down Verriegelungssystems war es uns möglich schnell und kinderleicht den Boden zu verlegen. Wenn man in das Innere unseres Bodens guckt, findet man eine Aqua-Protect Trägerplatte. Wozu die gut ist? Holz quillt bei zu viel Feuchtigkeit auf. Diese Aqua-Protect Variante wirkt dem entgegen.

 

Verlegung des wineo 1000 wood – Multi-Layer XXL

Bevor wir mit der Verlegung starten konnten, mussten wir einige Dinge beachten. Wir hatten keinen festen und ebenen Untergrund also mussten wir uns Gedanken machen wie wir den Bioboden auf unseren Holzdielen umsetzen können. Unsere Dielen waren knatschig und uneben. Am Ende haben wir uns für einen Aufbau mit Estrichverlegeplatten entschieden. Dafür haben wir eine Fachfirma kommen lassen, welche die Holzdielen mit Schrauben festgezogen hat und die Platten verlegt und Fugen mit Spachtelmasse geschlossen hat. Danach konnte es auch sofort losgehen. Der Multilayer ist ähnlich wie ein Laminat oder ein Klickvinyl zu verlegen. Für weitere Hilfe hat wineo einen richtigen tollen YouTube Account, welcher uns beim Verlegen sehr geholfen hat.

Gestartet haben wir im Schlafzimmer, dann ging es in das Ankleidezimmer und als letztes haben wir vom Arbeitszimmer durchgehend in den Flur verlegt. Durch das Fold-Down Verriegelungssystems der kurzen Stirnseite und des Klicksystems konnten wir als Laien den Boden super verarbeiten. Ich habe vor etlichen Jahren schon einmal Laminatboden verlegt und hatte aus dem Grund große Sorge. Es war eine Quälerei und wisst Ihr was? Der Boden war so einfach zu verlegen. Man muss so gut wie keine Kraft aufbringen und beim Verlegen des Bodens ist eins wichtig: Nicht viel Stärke ist gefragt, sondern sauberes und gewissenhaftes Arbeiten – Genau mein Ding!

Wir haben den größten Teil zu dritt verlegt, da ich manchmal mehrere Stillpausen einlegen musste. Ein Wochenende hat gereicht alles fertig zu bekommen. Benötigt haben wir Abstandshalter, eine Kappsäge, eine Kreissäge, eine Stichsäge und ein Schlagholz, außerdem natürlich einen Zollstock, einen Winkel und einen Bleistift.

Was ist wichtig bei der Verlegung von einem Klick-Vinylboden?

  • Vorbereitung des Untergrunds
  • Unbedingt die Gebrauchsanweisung lesen
  • Verlegrichtung auswählen (mit dem Lichteinfall gehen)
  • Fußboden mindestens 24 Stunden im zu verlegenden Raum akklimatisieren lassen
  • Eine Dehnungsfuge von mindestens 10 mm an den Wänden, Treppen und anderen festen Dingen einplanen
  • Folgereihen werden im Versatz verlegt und sollten jedoch nicht kürzer als 30 cm sein

Unser Fazit

Nach langer Suche sind wir fündig geworden und mehr als glücklich. Hätte ich schon vor ein paar Jahren gewusst, dass es solche tolle Designböden gibt, wäre ich nie auf die Idee kommen, die alten Holzdielen in der 1. Etage aufarbeiten zu lassen. Die Qualität ist hochwertig, die Diele sieht zum verwechseln echt aus und das Verlegen war für uns Laien super zu meistern. Ich hatte mich in vielen Foren und Facebookgruppen über Vinyl informiert und hatte immer ein wenig Angst, denn überall wurde einem von Vinylböden abgeraten. Immer wieder wurden Stimmen laut, dass Vinylboden giftige Dämpfe ausstößt und somit gerade für Kinder, welche auf dem Boden liegen oder krabbeln, sehr gefährlich ist. Der Bioboden von wineo ist jedoch alles aber nicht gefährlich.

Dies wird nicht unser letztes Mal mit wineo sein. Geplant ist, die 1. Wohnetage und das gesamte Treppenhaus mit dem Bioboden in Garden Oak auszustatten. Wenn es soweit ist, nehmen wir Euch natürlich mit.

Nun müssen wir noch alle Fußleisten anbringen und die Zimmer mit Leben füllen. Habt Ihr auch einen Vinylboden verlegt und wenn ja, welchen? Oder seid Ihr gar kein Fan von Fußböden, welche nicht aus den Naturmaterialien Holz oder Stein sind? Ich freue mich auf eine Austausch in der Kommentarfunktion.
 
Siebenkilopaket hat den dünnen Bio-Boden als Klickversion in ihrer Wohnung ausgelegt, vielleicht auch eine interessante Variante für Euch?

Hinweis: Auch wenn es nicht zu einer Zusammenarbeit zwischen der Windmöller GmbH und uns gekommen wäre, hätten wir trotzdem diesen Boden verlegt. Nach langer Recherche und mehreren Besuchen bei Händlern sind wir auf wineo aufmerksam geworden und sind erst danach mit der Firma Windmöller in Kontakt getreten. Unser Boden war bereits im Fachhandel bestellt als wir uns auf eine Zusammenarbeit geeinigt haben. Wir stehen zu 100% hinter diesem Produkt und können es bedenkenlos weiter empfehlen.


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Ein Gedanke zu „PURLINE Bioboden von wineo im Einsatz | Die gesunde Alternative zu Vinyl“

  1. Anna sagt:

    Hallo, wir haben einen Altbau und haben im ehemaligen Stall, in dem jetzt unsere Bäder sind, Vinyl über Fliesen kleben lassen. Genauer gesagt einen Designboden in Eichenoptik. Wir sind sehr begeistert, besonders von der Fußwärme.
    In einigen Räumen haben wir auch alte Dielen aus Weichholz. 80 Jahre alt mit deutlichen Spuren der Zeit. Verlegt auf Balken. Er knarrzt und wurde schon oft abgeschliffen. Das heißt die Fugen sind zt schon sehr breit. Uneben ist er natürlich auch…
    Euer Boden ist genau nach unserem Geschmack ❤️!
    Wie genau gleicht der Boden denn die Unebenheiten aus? Sachen die Platten an den tieferen Stellen nicht ab? Ist der Boden schwimmend verlegt worden?
    Liebe Grüße Anna

          

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