Laura / 22.02.2019 / Europa / Familienleben / Family / Heimat Harz / Travel
      

Besuch im Zinnfiguren Museum | Goslar mit Kindern erleben

         

Goslar am Harz, meine Heimat. Oft werde ich auf Instagram gefragt was man mit Kindern in Goslar erleben kann und welcher Ausflug sich lohnt. Obwohl ich hier geboren bin und fast mein gesamtes Leben hier verbracht habe, ist es immer sehr schwierig für mich die passenden Antworten zu finden. Aus dem Grund habe ich mich auf die Suche gemacht und habe die schönsten und interessantesten Attraktionen, welche man mit Kindern zusammen erleben kann, besucht.

Das Zinnfiguren Museum am Museumsufer haben wir im Zuge des Goslarer Bettgeflüsters besucht.

Das Zinnfiguren Museum

Das Zinnfiguren Museum findet Ihr in der historischen Lohmühle direkt am Museumsufer, im Herzen der goslarer Innenstadt. Das restaurierte Gebäude ist von außen schon ein Blickfang. Auf vier Etagen wird man an die Geschichte Goslars und der Harzregion herangeführt. Ausgestellt wird das Weltkulturerbe Altstadt in Goslar, Bergwerk Rammelsberg, Oberharzer Wasserwirtschaft und der 30 jährige Krieg sowie die wichtigsten Ereignisse der über tausendjährigen goslarer Stadtgeschichte. Neben den festen Ausstellungen wird das Angebot durch Sonderausstellungen ergänzt.

Zinnfiguren für Kinder

Eigene Zinnfigur gießen und bemalen

Im Eingangsbereich findet man neben dem Kartenverkauf auch eine große Auswahl an schönen Souvenirs und einen großen Bereich zum Gießen und Bemalen von Zinnfiguren. An der Wand hängt ein kleines Regal mit vielen Mustern, deren Gussformen auf einem Tisch bereit liegen. Unser Sommerjunge hat sich einen kleinen Uhu ausgesucht, welchen er mit Hilfe eines Mitarbeiters selbst gegossen hat. Die Form wurde durch meinen Jungen bepudert und dann durfte er Zinn gießen. Nach wenigen Minuten wurde der Uhu aus der Form genommen, er kam ins Wasserbad, überstehendes Material abgeschnitten und gefeilt und am Ende poliert. Für einen kleinen Aufpreis kann man seine Wunschfigur auch noch bemalen.

Unser Großer war mehr als begeistert und stolz auf seinen kleinen Zinn-Uhu.

Zum Mitmachen anregen

Nicht nur die schönen Zinnfiguren und die Liebe zum Detail sind einfach einmalig, zudem sind einige der Modelle mit einer Mechanik versehen über die sich Figuren oder Gegenstände per Knopfdruck bewegen lassen. Da es auf jeder Etage mehrere Tritte gibt, können auch die Kleinen sich ganz in Ruhe die Modelle anschauen. Besonders angetan war unser Sommerjunge von dem Glockenspiel und der Oberharzer Wasserwirtschaft – Alles hat sich bewegt und er konnte selbst entscheiden welche Räder genutzt werden. Dort stand er dann auf seinem Tritt und bestaunte eine längere Zeit, die sich bewegenden Figuren.

Märchenquiz 

Neben der Gießstation findet man im Erdgeschoss auch eine große Ausstellung zum Thema Märchen. An einer hängenden Wand findet man eine große Auswahl von Dioramen, welche viele verschieden Märchen zeigen. Jedes Diorama ist mit einer Zahl markiert, welche man in einen extra Quizbogen eintragen kann. Zusammen raten, Kindern Märchen erklären und selbst noch etwas dazu lernen – Das macht Spaß.

Groß und verwinkelt

Allein schon das große Gebäude ist für Kinder ein Abenteuer. Überall verwinkelte Ecken, kleine Treppen, niedrige und hohe Räume. Es ist einfach ein schönes Erlebnis durch das Fachwerkhaus zu schlendern – Auch für Kinder. Wichtig ist: Es gibt sehr viele Treppen – Ein Kinderwagen sollte deswegen lieber im Eingangsbereich stehen bleiben. Die Größe lässt Besucher verlaufen und Kinder können toben und sich alles in Ruhe anschauen.

Außerdem könnt Ihr sogar einen Kindergeburtstag im Zinnfiguren Museum organisieren lassen.

Öffnungszeiten und Preise

Geöffnet hat das Zinnfiguren Museum täglich, außer montags, von 10:00 bis 17:00 Uhr. Erwachsene zahlen 4 Euro und Kinder von 6 bis 18 Jahren 2 Euro Eintritt. Es gibt noch weitere Rabatte, Familienkarten und Kombikarten in Verbinung mit dem Goslarer Musuem, welches direkt nebenan zu finden ist.


Wir können das Zinnfiguren Museum nur empfehlen. Auch ohne Kinder macht der Besuch viel Spaß. Wichtig ist: Das Museum ist sehr groß und leseintensiv und auch ohne Kinder kann man sehr viel Zeit dort verbringen. Wir werden nun jährlich dem Museum einen Besuch abstatten und uns und unseren Kindern unsere Stadtgeschichte näher bringen.

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