Laura / 07.03.2017 / FAMILIENBETT / Family
      

Die Lüge vom Durchschlafen | Weshalb Babys nicht schlafen lernen müssen

         

„Uuuuund, schläft Dein Baby schon durch?“ Ich habe leider nicht mitgezählt, wie oft ich diese Frage schon beantworten musste. Nein, A. konnte nicht direkt nach der Geburt durchschlafen, nicht mit sechs Monaten, nicht mit einem Jahr und selbst heute mit 1 1/2 Jahren wacht er regelmäßig auf. Wieso wir uns als Eltern nicht stressen sollten und unsere Kinder früher oder später durchschlafen werden? Lest selbst.

 

Falsche Erwartungen

Ich weiß nicht wie ich darauf gekommen bin, aber ich hatte immer das klassische Bild vor Augen: Sobald wir zu Hause ankommen, schläft mein kleiner Prinz alleine in seinem Bettchen – und wir seelenruhig daneben. Klar müsste ich alle paar Stunden aufstehen, um meinen kleinen Sohn zu füttern aber stressig wird das sicherlich nicht und lange wird diese Phase auch nicht anhalten.

Die Realität sah schon etwas anders aus. Unser Baby lag ganze fünf Minuten in seinem eigenen Bett und schlief seitdem bei uns im Familienbett. Zu erst wurden meine Erwartungen erfüllt. Klar war das Einschlafen noch ein Graus, das Kind lag weiterhin in mich gekuschelt im Bett aber durchschlafen mit 12 Wochen – das klappte. Nach dem Einschlafkampf hatte mein kleiner Schatz es geschafft bis manchmal elf Uhr zu schlafen und das obwohl ich nur gestillt habe. Ein herrliches Gefühl.

Dann kam das große Erwachen. Plötzlich wurde jede Nacht zum Horror – das Kind schlief von heut auf morgen keine Nacht mehr durch. Ich wusste nicht was passiert war. Ich hangelte mich von Erklärung zu Erklärung: ein Schub, wachsende Zähne, ein anstrengender Tag – bis mir bewusst wurde, dass es ganz normal ist, dass ein Baby oder Kleinkind einfach nicht durchschläft.

Wie es heute ist

Durchschlafen tun wir höchstens einmal die Woche, wenn es hoch kommt. A. schläft so ein, wie es ihm gerade passt – meist aber zwischen 18 Uhr und 22 Uhr. Ja, eine sehr große Zeitspanne, aber wir achten auf seine Körpersprache und sobald wir die ersten Anzeichen von Müdigkeit entdecken gehen wir zu dritt nach oben. Schlafanzug an, an die Brust und Licht aus.

Zwischen dem Schlafen gehen und dem Aufstehen, weckt er uns ein bis fünfzehn mal die Nacht. Unterschiedlich, je nach Verfassung. Gerade wenn ihm ein neuer Zahn wächst, schlafe ich so gut wie gar nicht. Dauernuckeln und Stillen gehört jede Nacht dazu. Natürlich habe ich schon oft darüber nachgedacht, ob Abstillen die Lösung ist. Jedoch habe ich bei Freundinnen selbst mitbekommen, dass die Brust dann eben durch Milchersatz ausgetauscht wird. Aus diesem Grund ist Abstillen nicht die passende Lösung für uns.

 

Warum Kinder nachts immer wieder aufwachen

Weil es ganz natürlich ist.

Kinder wachen aus den unterschiedlichsten Gründen nachts immer wieder auf, wie Erwachsene übrigens auch. Zum einen haben Babys und Kinder einen anderen und kürzeren Schlafzyklus als Erwachsene, wachen auch zwischen den einzelnen Zyklen deutlich öfter auf und können nur nicht immer von alleine wieder einschlafen. Auch geringe Änderungen der Temperatur oder der Lichtverhältnisse können immer wieder dafür sorgen, dass ein Kind aufwacht. Das alles ist ganz normal und auch gut so. Ausserdem sorgen natürlich Hunger und Unwohlsein jeglicher Art für die restlichen Gründe. Selbst ein anstrengender Tag wird durch einen unruhigen Schlaf begleitet und das Kind versichert sich durch sein Aufwachen, dass Mama und Papa noch anwesend sind und will in Sicherheit und Geborgenheit zurück in den Schlaf begleitet werden.

 

Das Gehirn entwickelt sich

Babys entwickeln sich ständig weiter und das Gehirn benötigt besonders viel Energie um zu wachsen. Bevor ein Baby wieder etwas Neues lernt, muss sich erst einmal das Gehirn weiter entwickeln. Aus diesem Grund wächst nachts der Energiebedarf und das Baby wacht vor Hunger auf.

Bei uns wird dann meist so laut gemotzt und nach der Brust gesucht, dass ich schon routiniert mein Kind im Schlaf anlegen kann.

 

Schlaftraining? – Nein, danke!

Wir haben nie damit angefangen, aber oft darüber gelesen. „Das Kind braucht einen Rhythmus, Schlafsack an und ab ins Bett. Wenn es schreit, lasst es schreien“. Bitte startet niemals mit einem Schlaftraining dieser Art. Ein Kind braucht Nähe und Geborgenheit und darf nicht zum Schlafen durch irgendeine Art gezwungen werden. Sobald Ihr Anfang Eurer Kind schreien zu lassen und sie alleine zurück lasst, verlieren sie Ihr Urvertrauen. Das Kind kann bleibende Zwischenmenschliche Schäden davon tragen. Sobald ein Kind bereit ist von alleine schlafen zu gehen, wird es dies tun – es muss aber ohne Gewalteinwirkung geschehen.

Getrennt schlafen, mit meiner Begleitung in den Schlaf, ist für mich auch keine Option. Oft wird das Familienbett als Auslöser vom nächtlichen Aufwachen gesehen, jedoch auch ohne uns im Bett wacht unser Sohn sehr schnell auf und sucht nach uns. Leider ist man in einem anderen Zimmer gar nicht so schnell auf den Beinen um sein Kind zu beruhigen und ihn zu trösten.

 

Was habt Ihr für Erfahrungen gemacht? Schlafen Eure Kinder durch oder seid Ihr auch mehrmals die Nacht wach? Ich freue mich über Eure Kommentare.

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42 Gedanken zu „Die Lüge vom Durchschlafen | Weshalb Babys nicht schlafen lernen müssen“

  1. Janina sagt:

    Klasse Beitrag ❤
    Bei uns ist es ganz genauso.
    Am Anfang hat mich diese ständige Fragerei wirklich verunsichert und unter Druck gesetzt, doch nach einer paar Monaten haben wir uns damit „abgefunden“, dass unser Kind eben keins von denen ist, die nach 2 Wochen Stunden schlafen ohne einmal aufzuwachen.
    So ist es auch jetzt mit 14 Monaten noch.
    Da wir ja auch im Familienbett schlafen, kann ich ihn aber auch direkt wieder beruhigen, sodass er weiter schläft.
    Ich denke mir, dass jedes Kind seinen ganz persönlichen Schlafrhythmus finden muss und halte daher Bücher wie „So lernt ihr Kind schlafen, etc“ für absolut ungeeignet.

  2. Jessika Wacker sagt:

    Lara ist jetzt 13 Monate alt und es ist auch längst nicht ans Durchschlafen zu denken.. ich weiß also genau, worüber du schreibst.. aber irgendwann wird es wohl besser klappen mit dem Schlafen.. ??

  3. Mama mal 3 sagt:

    Meine grossen beiden haben erst mit ca. 4J durchgeschlafen. Beim Grossen war es furchtbar. Ich habe mit 10 Monaten leider abgestillt und bis zum Kindergarteneintritt mit fast 4,5 brauchte er jede Nacht 2-3 warme(!) Milchfläschchen. Die Kleine stillte ich einfach bis etwa zur 3. Schwangerschaft und hatte sie im Familienbett – das erleichterte das nächtliche Gebrauchtwerden enorm! Ich schlief meistens beim Stillen gleich wieder ein.

  4. Anna sagt:

    Auch wir sind nachts mehrmals wach und lehnen dennoch jegliche Schlaflern-Programme ab! ??❤

  5. Judith sagt:

    Huhu, also unsere Tochter gehört glücklicherweise zu den Kindern, die sehr früh alleine durchschlafen. ich finde deinen Artikel grundsätzlich gut und war auch echt froh, dass du nicht wie viele Eltern die „als Babys noch in Höhlen schliefen“ Argumente raus geholt hast. Auch ich halte nicht viel von schlaftrainings mit schreien lassen. Allerdings möchte ich mal betonen, dass davon nicht immer das Urvertrauen kaputt geht und alle Kinder nen Schaden davon tragen. Als mein Mann und ich babys waren, war es völllig normal das Babys mit ein paar Wochen allein in ihrem Zimmer schliefen und auch mal schreien gelassen wurde. Bis heute liebe ich meine Eltern, habe nicht das Gefühl mein Urvertrauen wäre kaputt und ich hätte psychische Schäden davon getragen. Und so sehe ich das bei vielen in meiner Generation. Allerdings sehe ich heute in meinem Freundes und Bekanntenkreis eine Menge gestörte Kinder. Trotz Familienbett und tragetuch. Die Kinder haben einfach immer nur Angst. Sorry aber da ist was gestört. Und mit solchen Aussagen, man darf das Kind nicht schreien lassen sonst kriegt es einen Schaden, bringt man diese Eltern zu ihrem überbehüten.

    Im übrigen gibt es auch sanfte schlaftrainings ohne schreien lassen. Denn ja Kinder wachen nachts oft au, genau wie erwachsene. Nur erwachsene können ohne Hilfsmittel alleine einschlafen. Wenn man bedenkt dass Babys und Kinder sich genauso nach einem erholsamen Schlaf sehnen wie erwachsene, darf man sie finde ich schon unterstützen ihre selbstregulierungskompetenz zu erlernen.

    Wenn für euch das Familienbett gut funktioniert super. Aber falls du doch gern mal wieder durchschlafen willst. Bei uns und vielen Freunden hat es sowohl den Eltern als auch dem Kind geholfen in einem anderen Zimmer zu schlafen. Wir haben uns dann alle nicht mehr gegenseitig durch Bewegungen usw geweckt.
    Liebe Grüße
    Judith

    1. Mama mal 3 sagt:

      Was meinst du mit Angst?? Wie äussert sich das denn? Würde mich interessieren…

      1. Laura sagt:

        Das frage ich mich auch! Mein Sohn ist so zutraulich und selbstbewusst – bin immer wieder erstaunt. Obwohl wir uns ein Familienbett teilen, Tragen und Stillen.

    2. Laura sagt:

      Hallo Judith,

      ich finde einfach, dass ein Säugling oder ein Kind in dem Alter meines Kindes noch nichts alleine in einem Zimmer zu suchen hat und dabei bleibe ich auch. Woher sollen denn Eltern ernsthaft mitbekommen, ob ein Kind wach ist und seine Eltern braucht – wach sein hat ja nicht immer etwas mit schreien zu tun. Außerdem kann mir keiner sagen, dass er sofort im Tiefschlaf aufwacht, wenn ein Ton aus dem Babyphone kommt.

      Ein Kind hat noch genügend Zeit alles zu erlernen was er für die Zukunft braucht und das aus eigenen Stücken und nicht, weil Mama und Papa gerne Ruhe im Schlafzimmer und in der Nacht haben möchten. Sobald Aric so weit ist, werde ich es bemerken und er wird in seinem Zimmer schlafen. Jedoch kann ich mir nicht vorstellen, dass ein Kind vor dem dritten Geburtstag so einen Wunsch von alleine äußert.

      Also bei uns wacht keiner aufgrund der Bewegung der anderen auf, sondern nur weil Aric nach seiner Brust verlangt und Essen und Geborgenheit sucht – mal mehr, mal weniger. Ängstlich ist er auf gar einen Fall, er ist der selbstbewussteste kleine Junge den ich kenne, ohne aggressiv oder bestimmend zu sein. Ich glaube dieses ängstlich und scheu sind gerne ausreden, mit denen man Eltern die Tragen, Stillen und Familienbett nutzen, ein schlechtes Gewissen einreden möchte. Ich kenne nicht ein Kind, dass deswegen eigenartig oder komisch ist – viel mehr sind sie sehr von zu Hause gefestigt.

      LG

  6. Julia sagt:

    Was für ein umfundierter Beitrag.

    Wenn man deine Zeilen liest, wird klar, dass ihr ein ziemliches Schlafproblem habt. Und dass du das normal findest, ist absolut absurd. Klar, Säuglinge schlafen nicht durch. Aber mit der Zeit ist das etwas, das Babys/Kinder lernen, wenn man sie dabei unterstützt. Aric ist nun wirklich alt genug: Er braucht nachts weder Nahrung noch 15x Beruhigung. Und ihm das nicht immer sofort zu geben hat auch nichts mit zerstörtem Urvertrauen zu tun! Man kann seinem Kind auch sanft beibringen einen geregelten Rhythmus zu finden, der der ganzen Familie dabei hilft, eine erholsame Nachtruhe zu finden. Und wenn ein Kind mal 5 Minuten schreit, geht die Welt nicht unter. Mir gehen diese Öko-Beiträge sowas von auf die Nerven – das ist alles nur eine Ausrede für die eigene Unfähigkeit – sorry! Und zum Thema Schlaftraining: Wer sich wirklich mit der Thematik befasst und sich mit dazugehörigen Studien beschäftigt, der weiß auch, dass diese kurzen Intervalle, in denen das Baby weint, überhaupt keine negativen Auswirkungen haben. Ich behaupte sogar, dass eure Praktiken schädlicher sind. Das arme Kind kann ja keine Nacht normal schlafen – eine Zumutung! Ich sehne mich nach einem Blog, der sich etwas intelligenter und pragmatischer mit Kindererziehung auseinandersetzt, ich kann den Stuss echt nicht mehr lesen.

    Mfg

    1. Laura sagt:

      Liebe Julia,

      dann wünsche ich Die viel Spaß auf einem anderen Blog, wenn ich Dir mit meinem Öko Getue auf die Nerven falle.

      In dem Sinn „Man kann sie nicht alle retten“.

      Liebe Grüße

      1. Mama mal 3 sagt:

        Boah, zum Glück lässt du dich nicht von solchen Kommentaren entmutigen :-O
        Sein Verhalten ist total normal für ein 18m altes Kind und auch er wird irgendwann durchschlafen… Ihn nachts zu trösten als „Praktiken“ zu bezeichnen!? Also bitte… *kopfschüttel* Mach weiter so, Du machst alles richtig! :*

    2. Lina sagt:

      Das könnte ich geschrieben haben ? Lass es mich bitte wissen, solltest du einen Mamablog finden, der mal etwas anders an solche Themen herantritt. Das wäre so erfrischend!!!! Ich kann’s auch nicht mehr hören!

      LG, Lina

    3. Doro sagt:

      Allerliebste Julia,
      Du sprichst mir sowas von aus der Seele! Danke, danke, danke für diesen dezidierten Beitrag. Ich bin nicht fachfremd und habe viele fundierte Quellen, die belegen, dass es unglaublich wichtig ist, dem eigenen Kind voranzugehen und ihm zu zeigen, wie das Leben funktioniert. Und ein kleiner, aber super wichtiger Anfang ist es eben, dem Baby behutsam beizubringen, wann es sinnvoll ist zu schlafen und wann es sinnvoll ist zu essen. Eine Mutter, die ihr Kind also ein bisschen weinen lässt, ist keines Wegs eine herzlose Mutter, sondern eine sehr gute, die ihrem Kind hilft, eine lebenswichtige Fähigkeit zu erlernen – sich alleine zu regulieren/ bzw. alleine ein- und durchzuschlafen.
      Wie auch schon Judith geschrieben hat; niemandem aus unserer Generation hat es geschadet, dass wir nicht die komplette Nacht an der Brust ihrer Mutter nuckeln konnten. Und um ehrlich zu sein, erinnert sich auch niemand von uns an nur eine einzige Nacht, in denen man uns ein klein wenig hat schreien lassen. Laura, du tust mir einfach nur sehr sehr leid.

      1. Laura sagt:

        Liebe Doro,
        wenn man schon kommentiert, dann bitte nicht mit einem ausgedachten Namen und einer ausgedachten Emailadresse – man muss sich nicht immer anonym im Netz rumtreiben.

        Also ich tue mir nicht leid!

        Ich bin diese doofen Kommentare leid, in denen es heißt, dass Babys und Kleinkindern etwas beigebracht werden müssen. Jemanden etwas aufzwingen, nur damit man selbst wieder schlafen kann ist doch das Schlimmste was man machen kann. Ic habe noch nie gehört, dass ein Kind aufgrund des Familienbettes und der Hingebe der Eltern als Erwachsener nicht schlafen konnte. Die Zeit wird kommen und dann ist er bereit und nicht wenn ich es entscheide.

        Wie bringt man einem Kind denn essen bei? Davon höre ich zum erste Mal – Ein Kind schaut es sich ab und will es nachmachen, sobald das Kind es für sich selbst entschieden hat. Zwingen bringt nichts!

        Und natürlich kann man sich nicht an seine ersten Jahre als Baby erinnern, aber anscheinend hast Du Dich nicht richtig informiert – die drei ersten Jahre sind entscheidend für die Prägung eines Kindes. Außerdem frage ich mich immer wieder, wie man darauf kommt, dass es nicht geschadet hat – findet man sich so toll und als unfehlbar dies anzunehmen? Wenn ich sowas hier lese, ist Schreien ganz klar ein Fehler, der einen als Erwachsenen prägt.

        LG und in Zukunft bitte mit echten Namen und echter Emailadresse!

    4. Rantje sagt:

      Ich denke, die Ansicht, dass bei nicht durchschlafenden Kindern etwas falsch läuft, kann nur von Personen kommen, die entweder keine Kinder haben oder das „Glück“ haben, ein Kind zu haben, welches einfach gut schläft.
      Als mein kleiner auf die Welt kam wurde mir immer mein Neffe vor Augen gehalten, der tatsächlichen mit 3 Monaten durchgeschlafen hat. Man konnte ihn alleine in sein bettchen legen und er hat bis morgens geschlafen. Super!
      Mein Sohn wird 19 Monate und wird in der Regel Ca. Alle 4 Stunden wach und möchte auch trinken. Zum einschlafen legt sich einer von uns mit dazu, denn alleine schläft er nicht ein. Manchmal müssen wir in den ersten Stunden nach dem einschlafen hoch, weil er wach wird und weint. Es wäre undenkbar für mich, in dieser Situation nicht zu meinem Kind zu gehen, um ihm zu zeigen, dass wir da sind. Zwischen 22 und 1 Uhr ist er dann so quängelig, dass wir ihn zu uns ins bett nehmen und dort schläft er den Rest der Nacht und das 1000 mal besser und ruhiger, als die Stunden, die er in seinem bett liegt.
      Ich hatte als ich schwanger war auch die Vorstellung, dass man sein baby einfach ins bett legt und dann schläft. Aber ich wurde eines besseren belehrt. auch Ärzte bestätigten mich und sagten immer wieder, dass das nicht-durchschlafen der Normalfall ist und nichts anderes.
      Jede Familie muss ihren eigenen weg finden und schauen, welche Situation für sie am besten ist.
      Mein Sohn hat die ersten Monate ausschließlich bei mir oder meinem Mann auf der Brust geschlafen und jetzt bekommt mein Mann regelmäßig kopfnüsse in der Nacht und ich habe die Füße im Gesicht. Mehr als 40 cm Matratze ist auch nicht mehr drin. Na und? Wir lieben es so, also ist bei uns alles richtig! 🙂

    5. Lara sagt:

      Oh vielen lieben dank Julia, mir geht rs ganz genau so.Endlich wer, der die richtigen Worte gefunden hat! Lg

  7. Mareike Kuhn sagt:

    Unser Benedict schläft meistens durch – und das praktisch seit seiner Geburt. Allerdings habe ich ihn in den ersten Wochen nachts zwischendurch aufgeweckt, weil ich dachte, dass so ein kleines Baby doch nicht neun oder mehr Stunden ohne Milch sein darf. Ich frage mich, ob das vielleicht falsch war…

    Wenn er krank ist und Fieber hat bzw. wenn seine Zähnchen ihn plagen, sieht es natürlich ganz anders aus. Dann schlafe ich auf dem Besucherbett in seinem Zimmer. Sonst muss ich stündlich oder halbstündlich über den Flur in sein Zimmer schleichen. Zu mir bzw. uns ins Bett holen, klappt nicht. Dann schläft er sehr unruhig oder aber er schläft erst gar nicht ein. Er findet es augenscheinlich toll und aufregend, auch nachts Spielkameraden zu haben. Am besten kann er dann halb sitzend, halb liegend auf meinem Schoß schlafen. Ist irgendwie total süß und herzergreifend.

  8. Anna Fischer sagt:

    Hallo liebe Laura,

    deinen Artikel finde ich grundsätzlich gut. Grade beim Durchschlafen wird am häuftigsten gelogen. Unsere Kinder schlafen beide in der Regel durch. Bei Impfungen, Krankheiten, Schub oder Zähne ist das natürlich oftmals anders.

    Ich kann mich dem einem Kommentar anschließen. Unser Jüngster hat angefangen länger und dann auch durchzuschlafen, als er in einem anderen Zimmer schlief. In unserem Freundeskreis, war das auch erfolgreich. Du bist auch sehr schnell im anderen Zimmer, wenn dein Kind weint. Ich laufe sogar die Treppe runter, wenn es bei uns der Fall ist. Und bisher hat auch keins unserer Kinder einen Schaden, weil ich zu spät dran war. Man springt als Mutter auch sehr schnell auf, wenn das Kind weint. Der Jüngere hat manchmal im Schlaf nur einen kurzen Schrei losgelassen. Ist aber nicht wach geworden und hat dann weiter geschlafen. Ich habe auch eine Zeit lang dem Kind Wasser gegeben. Und nach ein paar Tagen ist er nicht mehr wegen dem Trinken wachgeworde. Meine persönliche Meinung ist, dass Kinder Nachts nicht an der Brust noch an der Flasche trinken sollten. Dies gilt natürlich nur, wenn Abends eine feste Mahlzeit gegeben wurde. Denn oftmals ist es einfach nur eine Gewohnheit für sie. Klar finden sie es an der Brust toll, würde ich wahrscheinlich auch. Vllt gibt es für Aric auch was anderes, dass ihn beruhigt. Ein Schlaftraining gibt es auch ohne „Schreien lassen“. Vielleicht findest du doch das passende für euch.

    Ich bewundere deine Kraft und Energie, die du noch hast. Ich hätte sie definitiv nicht mehr. Wir haben einen festen Alltag und ich habe auch noch den Großen, der seine Mama auch braucht. Und würde ich so oft in der Nacht wach sein, wäre ich wohl ein Zombie. Ich wünsche dir, dass Aric bald durchschläft und alles Gute.

    LG Anna

  9. Samira sagt:

    Hallo Laura,
    ich bin mit 4 Geschwistern aufgewachsen und wir hatten auch ein „Familienbett“ bzw einen Raum, ausgelegt mit Matratzen.
    Meine Eltern waren mit 30 Jahren schon Eltern von 5 Kindern, leider werde ich das alterstechnisch nicht mehr hinbekommen!! Wir haben keinen großen Altersunterschied unter den Geschwistern und meine Geschwister zählen noch heute zu meinen besten Freunden. Meine Eltern haben ein großes Haus und egal zu welcher Uhrzeit wman dort heute hinfährt, einer von uns Kindern / Schwiegerkindern ist dort immer anzutreffen! Ich denke diese enge Bindung ist aus dem Familienzimmer entstanden.
    Als wir nach und nach aus dem Zimmer „rausgewachsen“ sind, haben wir immer mindestens zu zweit in einem Kinderzimmer geschlafen. Wir waren nie alleine. (Viele schlagen jetzt bestimmt die Hände vors Gesicht)

    Heute in meiner eigenen kleinen Familie handhaben wir das genauso. Wir haben erst einen Sohn (10 Monate alt) und dieser wird, solange er es braucht mit in unserem Bett schlafen.
    Allerdings handhabt meine Schwester es mit ihren Kindern ganz anders und auch sie hat eine glückliche Familie mit tollen, gesunden Kindern. Geht also auch ….;)
    Man muss aufs eigene Herz und vor allem auf die Bedürfnisse der Kinder hören.

    LG
    PS: mein Beitrag klingt mehr nach Öko als wir eigentlich sind;)

    1. Laura sagt:

      Hallo Samira,

      danke für Deinen Beitrag. Für mich steht mein Sohn an oberster Stelle – wenn er mich braucht, dann will ich sofort zur Stelle sein. Er ist gerade mal 1 1/2 Jahre und da muss kein kleines Menschenkind alleine in einem dunklen Zimmer Schlafen lernen. Ich weiß nicht einmal aus welchen Grund? Sie sind doch nur einmal so klein, wieso sollte ich ihm das Kuscheln und bei uns schlafen wegnehmen? Damit ich ruhiger schlafen kann und mein Kind irgendwann resigniert, da es ganz genau weiß, dass niemand zum trösten kommt? Horrorvorstellung.

      Mein Sohn wird selbst einmal entscheiden wann er so weit ist und das wird bestimmt noch etwas dauern.

      LG

  10. Juliane sagt:

    Danke ??Du sprichst mir aus der Seele.

    Und bei uns war es auch so… Ich war davon überzeugt , mein Sohn schläft im eigenen Bett. Von wegen. Wie Aric lag er vllt 5 Min darin. Seither schläft er bei uns im Bett. Wir wollen am Wochenende das Bett vergrößern. Dass er noch so lange bei uns schlafen kann, wie er es braucht und möchte.

  11. Tina sagt:

    Mein Großer hat mit 2 Jahren von einem Tag auf den anderen alleine in seinem Zimmer durchgeschlafen. Hing irgendwie mit dem neuen Bett zusammen.

    Die kleine Mistmatz (wird im Mai 4) kommt nachts immer noch. So gegen 1 krabbelt sie zu uns ins Bett. Sie schläft auch immer noch nicht alleine ein. Obwohl sie es könnte. Sie bekommt jetzt dann ein großes Bett. Da liegen meine ganzen Hoffnungen.

    Ich habe aber jetzt auch nicht großartig was unternommen, das zu ändern. Also kein Schreienlassen. Das konnte ich nicht.

    LG, Tina

  12. Burcu sagt:

    Hallo alle zusammen. Zu diesem Thema muss ich meinen Senf dazugeben ? Vor 3 Jahren kam mein Sohn auf die Welt und ich hatte keine Ahnung wie die Nächte werden würden… geschweige denn wie es überhaupt sein würde ein Kind zu haben und Mutter zu sein… Unser Sohn hat von ersten Tag ca. 7 Monate nur geweint und geschrien… Ein sogenanntes „Schreikind“ die typischen 3 Monats Koliken gingen bei uns 7 Monate lang. Dementsprechend waren die Nächte Horror. Ich wusste nicht weiter und hatte mein Kind Tag und Nacht an mir hängen wie eine Gorillamama, denn nur mir war er ruhig… Irgendwann wurden die Tage besser aber die Nächte nicht !! Ich habe ihn gestillt uns somit hat er bei uns im Bett geschlafen als er etwas größer wurde und ich keine Angst mehr hatte ihn zu zerquetschen. Nach seinem ersten Geburtstag wollte er meine Brust nicht mehr (leider). Das war die Chance ihn an sein Zimmer zu gewöhnen. .. Ich habe genau eine Woche gebraucht und es dann tatsächlich geschafft. Die ersten Tage habe ich mich mit in sein Bett gelegt bis er geschlafen hat. .. Dann habe ich mich neben sein Bett gesetzt und ihn gestreichelt bis er einschlief…. Dann bin ich in mein Zimmer rüber… Am Anfang wurde er fast jede Stunde wach uns ich musste immer rüber um ihm wieder beim einschlafen zu helfen…. Irgendwann kam er dann immer morgens um 6 zu uns und dann haben wir ihn auch zu uns genommen… mussten ja eh um 7 aufstehen. Das ging eine zeitlang gut bis er sehr krank wurde und wir ihn vor Angst nachts in unsere Mitte genommen haben… sooo nun ist er 3 Jahre alt und schläft immer noch bei uns ?
    Ich persönlich finde es überhaupt nicht schlimm uns obwohl ich immer von allen Seiten zu hören bekomme das das nicht normal ist und nicht gut ist, ist mir das sowas von egal.
    Mein Kind braucht mich nachts und dann soll er das bekommen. WO steht geschrieben wie lange ein Kind bei den Eltern schlafen darf? Wer hat das Recht einer Mutter zu sagen das es falsch ist sein Kind bei sich zu haben in der Nacht? Solange es die Eltern nicht stört ist alles ok.
    Natürlich ist es nicht gerade angenehm nachts einen Tritt in den Magen zu bekommen oder regelmäßig angepupst zu werden aber mein Gott, es gibt schlimmeres. Und ganz ehrlich, ich genieße das abendliche kuscheln und streicheln bevor wir beide einschlafen. ? wir sind Kuschelmäuse und genießen es so sehr. So what??? Emir bleibt so lange bei uns im Bett bis er selber in seinem Bett in seinem Zimmer schlafen möchte..

    In diesem Sinne, genießt die Zeit solange die kleinen bei euch schlafen möchten…Sie werden doch sooo schnell groß ? wünsche allen eine gute und erholsame Nacht

  13. Burcu sagt:

    Ach und jetzt habe ich vergessen auf das wesentliche einzugehen ?? typisch. .. Unser Sohn schläft mit 3 Jahren nur durch wenn wir mit schlafen… Wir schlafen ja wie gesagt alle zusammen aber wenn wir z.b. Mal am Wochenende länger wach bleiben wollen um einen Film zu gucken wird Emir andauernd wach manchmal weint er weil er alleine im Bett war, manchmal sagt er nichta und kommt einfach ins Wohnzimmer. Aber was jetzt normal ist oder nicht… Keine Ahnung. Wir ziehen auf keinen Fall irgendein Programm durch, wir gehen auf seine Bedürfnisse ein ?

  14. Sonja sagt:

    „Damit ich ruhiger schlafen kann und mein Kind irgendwann resigniert, da es ganz genau weiß, dass niemand zum trösten kommt? Horrorvorstellung.“
    Ich finde es schon krass, zu behaupten, dass niemand zum trösten kommt nur weil man nicht mit dem Kind im selben Bett/Zimmer schläft. Wir schlafen nebenan und das seit der Kleine 4 Monate alt ist (habe bis zum 7.Monat gestillt, alle 4h – am Anfang hat er die erste Hälfte der Nacht in seinem Bett und nach dem nächtlichen stillen dann in unserem Bett geschlafen). -Ich bin immer innerhalb von 10 Sekunden bei meinem Kind wenn es aufwacht und weint. Nach dem abstillen hat unser Sohn „durchgeschlafen“ – von 22-5 uhr, und es wurde von Monat zu Monat länger. Nun ist er 18 Monate und schläft im schnitt 12h durch. Er möchte nur zum einschlafen meine Anwesenheit im Zimmer. Die bekommt er natürlich auch. Schreien lassen war nie eine Option. Und ja, natürlich haben wir auch Nächte in denen er nicht durchschläft, auch unabhängig von Krankheit oder zahnen etc. Aber das ist ja völlig normal. Erwachsene schlafen auch nicht jede Nacht durch! Nur deshalb muss man nicht alles in schwarz oder weiß kategorisieren. Es gibt nicht nur Familienbett contra Horrormütter, die ihr Kind nachts TodesÄngsten aussetzen. Meine Güte. Bei uns hat sich die Option „Mama mit Kind im Gästebett“ bei unruhigen Nächten bewährt, da der Bub im Elternbett nur Blödsinn macht und überhaupt nicht zur Ruhe kommt. Wir schlafen alle besser, wenn jeder in seinem eigenen Bett liegt. Und das war nie ein Problem. Jedem das seine, wie man es mag und für richtig hält.

    1. Laura sagt:

      Hallo Sonja,

      ich sehe das persönlich anders, meine Meinung dazu habe ich oft genug schon dazu geschrieben. Mir kann keiner erzählen, dass man innerhalb von 10 Sekunden in dem Nebenzimmer ist, wenn das Kind wach wird, ängstlich ist und dann anfängt zu meckern und zu weinen. Für mich wäre es keine Option und verstehe nicht, wieso man ein Kind in einem anderen Zimmer schlafen lassen muss.

  15. Arlette sagt:

    Hallo,

    Ich finde deinen Beitrag sehr schön, auch wir haben ein Familienbett, mein Kleiner schläft nur bei mir , was ich sogar sehr angenehm finde.
    Zum Thema schreien lassen , geht gar nicht. Ich wurde als Kind und das werde ich nie vergessen in ein Raum mit Bett gelegt und sollte dann nun schlafen , ich habe mir die Seele aus dem Leib geschrien ( Vllt waren es nur Minuten, für mich die schlimmste Angstvollste Zeit) .
    Angst muss nicht sein.

    Lg Arlette

    1. Laura sagt:

      Hey Arlette,

      ich weiß genau was Du meinst. Wir haben immer zusammen geschlafen aber ab einem gewissen Alter sollte ich alleine in meinem Zimmer schlafen. Ich hatte so eine Angst – aus dem Grund soll A. später selbst entscheiden wann er so weit ist <3

  16. Eva sagt:

    Meine Tochter hat die ersten 6 Wochen ihres Lebens überhaupt nicht geschlafen, danach hat sie durchgeschlafen. Erst 4 std, dann 6 std bis hin zu 11 std. Eingeschlafen ist sie erst gg 12 Uhr, dann 10 Uhr und inzwischen gg 8 Uhr. Wir haben nie versucht ihr einen Rhythmus aufzuzwängen, es hat sich von alleine eingestellt… sie schläft allerdings in ihrem Bettchen im eigenen Zimmer, da sie in unserem Bett nie hat schlafen wollen. Auch wenn es mal Nächte gibt die sie oft wach wird, klappt es im Prinzip super. Und wir haben kein schlaftraining oder sonst was gemacht und sie immer ihren Rhythmus leben lassen!!!

  17. Frauke sagt:

    Schöner Beitrag.
    Ich konnte die Frage schläft sie schon durch nicht mehr hören. Dies setzte mich immer mehr unter Druck und ich hatte das Gefühl versagt zu haben… Aber dennoch wollte ich kein schlafprogramm wo man z.b das Baby schreien lassen soll…..
    Und das ist auch gut so das ich dies nicht gemacht habe.

    1. Laura sagt:

      Hallo Frauke,

      ich bin auch so froh, dass ich nie eines dieser Schlafprogramme gemacht habe. Wir haben alles richtig gemacht <3

  18. Iris sagt:

    Das Kind verliert sein Urvertrauen? Das kann ich überzeugend verneinen. Und nein, er ist auch nicht emotional vernachlässigt oder hat irgendwelche Schäden davon getragen, wie ich übrigens auch nicht. Er ist das geliebtestes Kind überhaupt. Er kommt jetzt noch, mit 12 zum kuscheln oder ich bekomme Küsschen ohne eine Erwartungshaltung. Kuscheln gehörte immer zum morgendlichen Aufwachritual nach einer Nacht im eigenen Bett. Nähe und Liebe kann massig auch am Tag verteilt werden, wenn alle erholt vom Schlaf sind. Er hat nach 8 Wochen durchgeschlafen und ich bin ihm sehr dankbar für die friedliche Zeit. 15 Mal wach werden müssen ist doch echt schon Terror.

    1. Laura sagt:

      Also ein Kind ganz alleine in seinem Zimmer schlafen zu lassen, empfinde ich als wirklich schrecklich. Das würde ich niemals machen – aus welchem Grund auch? Kein Mensch ist mir näher als meine Kinder und mein Mann, welches kleine Baby möchte denn nach 9 Monaten Zeit in einer Mama alleine schlafen?

      Ich gehe davon aus, dass Du nicht gestillt hast, oder? Bei Flaschennahrung schlafen die meisten der Kinder durch, da sie im „Fresskoma“ sind.

      Liebe Grüße

      1. Alesja sagt:

        Ich bin eine schreckliche Mutter. Meine Kinder haben solange geschriehen bis sie von alleine eingeschlafen sind. Nach ein paar Tagen haben die es gelernt und wir sind alle glücklich und zu Frieden. Würde es beim nächsten mal auch nicht anders machen. 😉

      2. Laura sagt:

        Puh, Deine armen Kinder. Würde ich Dich persönlich kennen, würde ich das Jugendamt einschalten. Das meine ich ernst. Vielleicht solltest Du lieber keine weiteren
        Kinder mehr bekommen. Die armen Wesen 🙁

  19. Dilek sagt:

    Hallo Laura,

    schöner Beitrag. Und ja er wird irgendwann alleine schlafen oder hast du schon mal von einem 13 Jahre alten Jungen gehört, dass er noch immer mit seinen Eltern schläft 🙂 🙂 🙂 … Keine sorge, so lange wird es auch nicht dauern!!!

    Meine Tochter hat mit 3,5 Jahren von einem Tag auf das andere alleine in Ihrem Zimmer geschlafen. Ich lese ihr immer eine Geschichte vor und dann gibt es noch ein Gutenacht-Küsschen und das wars. Inzwischen ist sie 6 Jahre alt.

    So mache ich es erstmals mit meiner zweiten Tochter auch. Sie ist jetzt 3 Monate alt und ich stille sie voll. Da kommt für mich nur das Familienbett in Frage. Da wir ein großes Bett haben wird auch keiner gestört. Sie wird auch nicht oft wach und wenn dann geb ich ihr die Brust und schon schlafen wir wieder ein 🙂

    Und wer weiß schon, vielleicht will die Kleine schon früher alleine in ihrem Bett im Kinderzimmer bei ihrer großen Schwester schlafen? Und wenn nicht, dann ist es auch O.K.

    Ah ja. Meine große Tochter ist sehr selbstbewusst und sozial und wird im Kindergarten immer gelobt. Unser, nun letztes Elterngespräch im Kindergarten hat mich wirklich stolz gemacht. Und wir haben ein großes Lob für unsere Erziehung bekommen.

    Ich finde, dass es jeder so machen muss wie er sich als Mutter gut fühlt. Da braucht keiner ein schlechtes Gewissen haben wenn sie das nicht so machen.

    Und Beleidigungen gehören hier auf keinen Fall her. Entweder man ist der gleichen Meinung oder halt nicht.

  20. Ronja sagt:

    Hey,

    Bei uns ist es ähnlich. F. hat 2 Nächte im beistellbett verbracht und danach im familienbett, er wird bald 9 Monate und schläft immer noch bei uns, wir möchten das zusammen schlafen auch keine Sekunde missen.
    Wenn wir noch nicht im Bett liegen schläft er auch unruhiger und ich stille ihn zwischendurch öfter. Nicht immer aber mal mehr und mal weniger.
    Wenn er 14 Monate alt wird muss ich wieder im 3-Schicht-System arbeiten, ich hoffe die beiden Männer kommen dann nachts gut ohne Mama zurecht, denn an abstillen ist bei uns auch noch nicht zu denken, das wollen wir F. überlassen.
    Danke für den Beitrag, ich hoffe, dass ihn viele werdende Mütter lesen.

  21. Lisa sagt:

    Ich habe 5 Kinder und meine jüngste hat mit 2 Wochen durchgeschlafen die erste Nacht war der Horror ich traute mich garnicht an Bett um zu sehen warum sie schon seit 8 Stunden schläft aber nach paar Nächten hab ich den Arzt gefragt und der sagte mir das es nicht gut ist sie muss alle 4-5 Stunden geweckt werden und gefüttert sonnst singt der Blutzuckerspiegel und sie könnte ins Koma fallen . Heute ist sie 7 und schläft immer noch 14-16 Stunden sie geht um 18.00 Uhr schlafen und kann kaum um 7 aufstehen

  22. Tina sagt:

    Hallo Laura,

    Ich finde es toll, dass du dich für keine der möglichen Schlaftrainings entschieden hast, wir auch nicht. Ja jeder wird gleich denken warum ich schreibe, denn wir haben ja nichts zu meckern. Unsere Tochter jetzt 14 Monate schläft tarsächlich seit dem sie 8 Wochen ist durch, aber sie kommt sehr schlecht in den Schlaf. Bis sie 11 Monate war schlief sie ausschließlich an der Brust ein, mitlerweile geht es auch ohne bis auf den Nachmittag. Sie schlief bis sie 8 Monate war in ihrem Bett direkt neben mir, jetzt schläft sie in meinem Bett an mich gekuschelt. Auch da hört man ja mit einem Jahr sollen sie spätestens ins eigene Bett und in ihr Zimmer. Pustekuchen wenn ein Kleinkind noch die nähe braucht soll man sie ihm geben. Es ist furchtbar, dass man sich in der westlichen Welt immer rechtfertigen muss wo und wie das Kind Schläft. Unsere Babys werden unreif geboren und brauchen mindestens bis zum 6 Lebensmonat ganz viel Nähe. Daher ist es toll wenn die zwerge im Familienbett schlafen dürfen. Ich wusste das am Anfang nicht und habe auf die Ratschläge veralteter Erziehungen gehört und daher hat habe ich sie nachdem sie an der Brust eingeschlafen ist in ihr bett neben mir gelegt. Jetzt würde ich es ggf anders machen, aber sie hat ja geschlafen.
    Ich habe mal gelesen und das machte mir Pipi in die Augen, dass ein Elefantenbaby stirbt wenn es nicht ständig Körperkontakt zu seiner Mutter hat. Sprich in einem Tierpark oder Zoo wo ein Babyelefant ist ohne Muttertier wird ein Pfleger abbestellt sich 24 Stunden um den Babyelefant zu kümmern, da sagt jeder oh wie Süß. Ein Baby was viel unreifer auf die Welt kommt soll allerdings schon am besten mit 4 Wochen allein ein und durchschlafen in seinem eigenem Bett und Zimmer. Sollte das nicht gehen, auch mal schreien lassen.
    Als ich das gelesen haben nach einen von vielen einschlafkämpfen …. dachte ich nur nein wir machen soweit alles richtig, einschlafstillen…. einschlafkuscheln oder einschlafwippen, kurzum viel Körperkontakt. Auch wenn es mal anstrengend ist.
    Ich habe Respekt vor den Mamis die 3-xx mal aufstehen und sich un ihren Schatz zu kümmern und wenig Schlaf bekommen und am nächsten Tag dennoch fit aus um mit ihm zu spielen Toben Kuscheln.

    Liebe Grüße KP

    1. Laura sagt:

      Hallo meine Liebe,

      danke für Dein Kommentar. Also durchschlafen war bei uns immer der Horror und einschlafen ging nur mit Brust. Ich war dann echt „glücklich“, dass er mit 21 Monaten durchgeschlafen hat und mit 23 Monaten die Brust zum Stillen nicht mehr brauchte. Aber es war ein ganz komisches Gefühl – der erste Abend ohne Stillen. Jetzt habe ich ja ein Babymäuschen neben mir liegen (wird morgen 6 Wochen alt) und merke, wie unterschiedlich Kinder sein können. Mit A. musste ich manchmal drei Stunden Stillen und Kuscheln und und und. Wenn es ihm nicht gepasst hat, wurde geschrien. Mein zweiter Sohn ist viel entspannter und schreit nie. Klar schläft er noch nicht durch, aber weckt mich höchstens 2-3 Mal nachts und dann durch Berührungen. Wir schlafen jetzt sogar zu viert im Bett und der Große schläft wie ein Stein und bekommt vom nächtlichen Stillen und Windelwechseln gar nichts mit 🙂 Früher oder später pendelt es sich einfach ein. Bei manchen dauert es länger, bei anderen schneller 🙂

  23. Anja sagt:

    Diese Lüge vom Durchschlafen…. bei uns ist es genauso wie bei dir(gewesen)!
    Unsere Große ist jetzt 2,5 hat freiwillig das familienbett verlassen in ein eigenes bett, allerdings auch mit bei uns im Zimmer, wenn sie uns braucht kommt sie, wie selbstverständlich in unser bett und alles ist gut! Sie schläft immer öfter durch… und immer öfter auch eben nicht… aaaber es ist ruhig und friedlich und einfach auch schön!
    Sie weiß, dass wir da sind und diese Sicherheit finde ich so wertvoll, dass ich es bei unserem Kleinen genauso mache!
    Er schläft auch von Anfang an im Familienbett und es tut unserer ganzen Familie einfach nur gut!

    Danke, dass du die Normalität so benennst… So können hoffentlich viele Kinder von einer liebevollen Nacht profitieren. Kein Kind sollte einsam weinen!

          

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