Laura / 10.02.2016 / Familienleben / Family / Spielzeug & Bücher
      

Baby Leben | Unsere Schlechtwetter Routinen

         

Morgens halb neun in Goslar, der erste Blick schweift zum Fenster: grau, grauer, am grausten. Regen und Wind dominieren heute dort draußen. Gestern hatte ich mich erst entschieden, dass es an der Zeit ist, Aric einmal den nächst gelegenen Spielplatz zu zeigen – Pustekuchen, das Wetter macht uns einen Strich durch die Rechnung. Nicht einmal Spazieren war machbar, sonst würden wir beide davon fliegen. Früher war ich immer gegen Routinen. Muss man wirklich Routinen leben, damit sich ein Kind eingewöhnt? Ich lebte nie nach Routinen – also muss mein kleiner Sohn das doch erst recht nicht, oder? Am Anfang war es wirklich leicht. Aric ist zu jeder erdenklichen Uhrzeit mit uns eingeschlafen und Brust hat er immer nach Bedarf getrunken. Erst seit knapp zwei Monaten hat er seine eigenen Routinen erschaffen. Wir haben ihm nie etwas aufgezwungen oder etwas von ihm verlangt, mein kleines Baby hat sich selbst dafür entschieden – jeden Tag ein bisschen mehr.

Nachdem wir wach werden, läuft es wie im Film ‚Und täglich grüßt das Murmeltier‘. Erst wird erst einmal ausgiebig gekuschelt und wenn er Lust hat, bekommt er noch eine ‚Guten-Morgen-Brust‘. Danach geht es zum Wickeltisch – es wird Zeit sich frisch zu machen. Neue Windel, sauberes Gesicht, eine D-Flourette in den Mund und dann wird es schwierig. Was ziehen wir heute an? Kuschlig und bequem sollte es sein – also wird es mal wieder die Jogginghose. Besonders bequem ist wichtig – wir verbringen den Tag nämlich noch immer im Liegen, da wir erst fünf Monate alt sind. Da wir bekanntlich Fans der beiden größten Fastfashionketten sind, haben wir natürlich einiges im Schrank. Sobald man seinem Kind gerne etwas in einem tollen Denimstoff anziehen will, wird es knifflig: die Jeans zwicken und kratzen schon beim bloßen angucken. Nicht gerade das was man seinem kleinen Baby antun will. Aber soll es schon wieder eine Joggingpants werden? Durch Zufall bin ich auf den Shop von Brandkids aufmerksam geworden und habe dort die perfekte Jeans gefunden. Weich, kuschlig und zum Glück mal keine Schlüpfjeans – genau das richtige für Babies die noch auf dem Boden rollen und hin und her robben. Dazu habe ich noch ein super weiches Langarmshirt bestellt – man bemerkt sofort den qualitativen Unterschied. Wirklich eine tolle Alternative, gerade weil alle Babys – wie man auf Instagram sehen kann – komplett gleich gekleidet sind.

Nachdem wir beide endlich für den Tag startklar sind, will Aric erst einmal spielen. Routiniert geht es auf die kunterbunte Rainforest Erlebnisdecke – welche mein Mann aufgrund ihrer Musik verteufelt. Ich hätte niemals gedacht, dass ein Baby eine Spieldecke so lieben kann. Erst einmal wird gegen alles gehauen, gerissen, er dreht sich, er knabbert am Knisterblatt, begutachtet sich im Spiegel und robbt zu den anderen Spielsachen um sich damit zu vergnügen. Meist ruft er mich nach mehreren Minuten zu sich und will mich bei sich haben. Manchmal schläft er sogar beim Spielen ein – was für ein Anblick, zwischen den ganzen Spielsachen.

Gegen 12 Uhr mittags bekommt er sein erstes Gläschen, welches er innerhalb von fünf Minuten verputzt. Meist halten wir danach ein Mittagsschläfchen oder kuscheln. Anschließend kommt er in sein Bettchen um dort weiter zu spielen, damit ich anfallende Hausarbeiten erledigen kann. Dort beschäftigt er sich auch meistens super alleine. Doch manchmal ruft er mich zu sich, denn zu zweit  macht spielen nämlich viel mehr Spaß. Am Liebsten spielt er mit seinen Vtech Tierchen, dem Oball, seinem neuen Holzspielzeug oder holt sich die Kuscheltierchen zum Kuscheln. Meistens wird er zwischendurch noch einmal gestillt und will auf mir einschlafen – genau deswegen sind weiche und bequeme Sachen wichtig.

Zwischen 18 und 19 Uhr bekommt er dann von seinem Vater sein zweites Gläschen. Danach spielen und kuscheln die Beiden noch bis zur Schlafenszeit. Unsere zu Bettgeh Routine ist immer dieselbe – Aric bekommt seinen Schlafanzug an und kuschelt sich zu uns ins Bett. Meist wird das mit dem Schlafen vor 12 Uhr nachts nichts. So lange spielen wir noch im Bett und Aric schläft beim Stillen ein. Ohne diese nächtliche Brust wird das leider mit dem Einschlafen nichts. Sobald er seine Augen reibt und sich ankuschelt wissen wir, dass er nun gleich bis zum nächsten Morgen durchschläft. Vielleicht ist ja morgen besseres Wetter und wir können endlich den Spielplatz erkunden.

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4 Gedanken zu „Baby Leben | Unsere Schlechtwetter Routinen“

  1. Jenni Ludwig sagt:

    Haha…bei uns ist es genau andersherum! Ich bin derjenige der total auf Routinen im Alltag steht. Ich brauch da einfach Struktur sonst endet alles im Chaos… Was aber sowieso am Ende immer da ist 😀 Das Nestchen aus dem Bett finde ich ganz fabelhaft! Wo ist das denn her?

    LG Jenni

    1. Laura sagt:

      Hallo Jenni,

      ja jeder lebt das mit den Routinen anders – ich glaube von meiner „Sorte“ gibts auch nicht so viele.:P Hat ja alles seine Vor- und Nachteile.

      Hier der Link zum Nestchen http://www.amazon.de/gp/product/B00Y92U7KI/ref=as_li_tl?ie=UTF8&camp=1638&creative=19454&creativeASIN=B00Y92U7KI&linkCode=as2&tag=trendshock-21

      Liebe Grüße

  2. Anja sagt:

    Die Erlebnisdecke haben wir auch, die Kinder lieben sie! Bei uns ist auch Papa von der Musik genervt, haha!
    Die Bilder sind echt toll!
    Liebe Grüße von Anja (http://kindinkoblenz.com)

    1. Laura sagt:

      Hallo Anja,

      ja diese Decke wird so geliebt – unglaublich! Hier haben wir auch einen Papa sitzen der die Musik nicht leiden kann, ich persoenlich nehme sie gar nicht mehr wahr ?

      Liebe Gruesse

          

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