Der OvulaRing im Test | Zyklustracker und Kinderwunsch

         

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Nun bekomme ich bald mein zweites Wunschkind und der Weg war dieses Mal viel länger als gedacht. Bei meinem ersten Sohn, der im August 2015 geboren ist, hat die Einnistung nach dem ersten Mal geklappt. Wir waren damals mehr als überrascht und als der Wunsch nach einem zweiten Kind immer größer wurde dachten wir gar nicht daran, dass es bei einer erneuten Schwangerschaft länger als bei unserem ersten Kind dauern könnte. Natürlich haben wir uns nichts vorgemacht und haben auch mit einer Spanne von drei bis sechs Monaten gerechnet. Die ersten drei Monate vergingen und nichts geschah, sechs Monate vergingen und der Test zeigte immer noch keinen zweiten Strich an. Also machte ich mir Gedanken und habe verschiedene Möglichkeiten in Betracht gezogen meinen Körper und meinen Zyklus besser kennenzulernen. Meine Erfahrungen mit dem OvulaRing könnt Ihr hier nachlesen.

 

Meine persönlichen Gründe für eine erfolglose Schwangerschaft

Nach einem Besuch beim Frauenarzt wurde mir schnell klar, aus welchem Grund ich nicht auf Anhieb schwanger wurde. Da mein erstes Kind noch oft und lange gestillt wurde, hat sich mein Körper trotz Periode noch nicht auf eine erneute Schwangerschaft einstellen können. Für mich ein herber Rückschlag – soll ich die Bedürfnisse meines Kindes nach hintenanstellen, damit ich meine nach einem weiteren Kind befriedigen kann? Für mich war die Antwort klar: nein! Obwohl ich sehr viel gestillt habe, hatte ich trotzdem meine Periode. Das Stillen erhöht nämlich das Prolaktin im Körper und erschwert eine erneute Schwangerschaft.

Mein Zyklus war jedoch sehr lang und unregelmäßig. Früher habe ich einfach per Kalendermethode (nicht für eine zuverlässige Verhütung geeignet!) meine fruchtbaren Tage ausgerechnet. Eine einfache App hat mir dabei geholfen. So kam es auch zu einer sofortigen ersten Schwangerschaft. Nun konnte ich mich aber auf nichts einstellen. Es war unmöglich mit einer so langen Zykluslänge und Unregelmäßigkeit von einer genauen Berechnung zu sprechen, ohne die Temperatur zu messen.

Am zuverlässigsten war es also, seine fruchtbaren Tage durch Tests zu bestimmen. Ich persönlich bin kein Fan von der Temperaturmethode oder der Zervixschleim-Methode. Viele Frauen schwören darauf, jedoch bin ich eher ein Typ, der ganz normale Ovulationstest macht. Dies tat ich sehr lange und nach einer gewissen Zeit war ich auf der Suche nach einer Alternative. Eine Freundin erzählte mir von dem OvulaRing und ich war sehr angetan von dieser Idee.

Wie ich trotzdem schwanger geworden bin? Durch die Hilfe eines Zyklustrackers und das selbstständige reduzieren des Stillens meines Sohnes.

 

Schwanger werden durch Technologie

Erst einmal stellt sich die Frage: Für wen ist der OvulaRing überhaupt gedacht? Der OvulaRing wurde für den Kinderwunsch entwickelt und soll Frauen dabei helfen ihren Eisprung genau zu definieren. Der Ring gibt nämlich nicht nur an wann der letzte Eisprung war, sondern wann man mit dem nächsten Eisprung ungefähr zu rechnen hat. Der Biosensor zeichnet während des Zyklus automatisch die Temperatur auf und sendet diese an das Lesegerät. Denn kurz vor dem Eisprung steigt unsere Temperatur an und wird durch den Biosensor am Ring ausgelesen wann immer man den Messwert ermitteln will.

Welcher Zyklustyp bist Du?

Oftmals geht man davon aus, dass der Eisprung zwischen dem 13. und 15. Tag stattfindet. Laut dem OvulaRing kam jedoch heraus, dass 70% der Frauen entweder früher oder später ihren Eisprung haben. Da jede Frau unterschiedlich ist, ist auch jeder Zyklus individuell. Manche Frauen haben extrem lange, kurze oder extrem schwankende Zyklen, andere wissen nicht einmal ob sie überhaupt einen Eisprung haben und andere haben ein sehr stressiges Leben aufgrund von äußeren Faktoren, welchen den Zyklus beeinflussen. Die meisten Methoden sind leider darauf ausgelegt, dass ein Zyklus nicht länger als 35 Tage anhält – für mich also ein Ausschlusskriterium. Der OvulaRing hingehen kann von jedem Zyklustyp genutzt werden.

Auch als Verhütungsmittel geeignet?

In erster Linie ist der OvulaRing für den Kinderwunsch vorgesehen. Aus diesem Grund wurde der Ring auch nicht in einer Pearl-Index-Studie getestet. Solange es keine Studien gibt  oder Daten für die Verhütung vorliegen, ist der OvulaRing keine sichere Alternative zur Verhütung. Besonders interessant ist der Ring für mich nach der Schwangerschaft und der Stillzeit: Er hilft mir meinen normalen Zyklus zu messen und aus den daraus resultierenden Werten kann ich abschätzen, ab wann ich wieder mit der zusätzlichen Verhütung starten muss.

 

Im Praxistest

Getestet habe ich während der Schwangerschaft – natürlich konnte ich keine fruchtbaren Tage angezeigt bekommen, jedoch habe ich stetig meine Temperatur im Blick haben können.

Der Vaginalring wird nach der Menstruation eingeführt und legt sich in das Scheidengewölbe. Man trägt ihn über den gesamten Zyklus bis die nächste Periode einsetzt. Jeden Monat wird ein neuer Ring eingeführt, jedoch mit demselben Biosensor. Dieser Biosensor hält dann genau sechs Monate und wird, je nachdem welches Paket man ordert, automatisch neu zugeschickt. Das Einsetzen ist so einfach und normal wie das eines Tampons. Das Lesegerät liest die Temperatur aus und überträgt sie auf eine Auswertungssoftware. Nun kann man sich sein Zyklusmuster, die fruchtbaren Tage und den Eisprung entweder auf dem Tablet, Smartphone oder dem PC per Diagramm anzeigen lassen.

Ich kann selbst entscheiden wie oft und wann ich den Sensor auslesen lasse. Der Eisprungrechner kostet im Startpaket (3 Monate) 84,90 Euro pro Monat. Wenn man ein längeres Paket wählt, wird der Preis pro Monat natürlich günstiger.

 

Im Lieferumfang des Startpakets ist enthalten:

  • vaginalen Biosensor
  • Kunststoffring pro Monat
  • Lesegerät zum Auslesen des Biosensors
  • Zugriff auf die webbasierte Auswertungssoftware www.myovularing.com
  • Desinfektionstuch pro Monat
  • Aufbewahrungsdose
  • Bedienungsanleitung

Für mich ist der OvulaRing eine einfache Möglichkeit seinen Eisprung zu wissen.

Welche Erfahrungen habt Ihr mit Ovulationstest und anderen Methoden gemacht?

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