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Laura / 24.08.2016 / Best Of / Familienleben / Family / RUND UMS STILLEN / Stillen
      

12 Monate Stillen | Ist das schon Langzeitstillen?

         

Weit vor meiner Schwangerschaft, in meinen Teeanger Jahren, war für mich klar: niemals wird so ein kleines Wesen an meiner Brust saugen. Der Gedanke hat mich aus der Fassung gebracht – ekelhaft. Muss ich sowas wirklich machen? Ich bin doch kein Tier! Abpumpen ist das höchste der Gefühle. Schrecklich, dass ich früher solche Gedanken gefasst habe. Als ich schwanger wurde war mir klar: es ist vollkommen normal, dieser kleine Mensch ist ein Teil von Dir und stillen ist natürlich.

Aber wie lange? Wann ist der perfekte Zeitpunkt zum Abstillen? Ich höre mich noch in der Schwangerschaft sagen: also länger als sechs Monate werde ich das Baby nicht stillen – ich will doch wieder Leben! Der dritte Monat kam und ich wusste: Aric wird länger als nur sechs Monate gestillt. Zu dieser Zeit haben wir unseren Urlaub nach London geplant und wieder höre ich mich sagen: also zum Urlaub, da werde ich Aric nicht mehr stillen: da ist er schon neun Monate! Realität: jetzt im zwölften Monat kann ich nicht sagen wann ich abstillen möchte – ich kann das nicht entscheiden, sondern er muss diese Entscheidung für uns beide treffen.

 

Was mich wirklich manchmal zweifeln ließ – gerade weil man sozusagen alleine mit seiner Wahl stand

Da ich viele Bekannte habe, die entweder kurz vor mir Mutter geworden sind, Frauen aus dem Geburtsvorbereitungskurs, die man später wieder getroffen hat oder Instagrambekanntschaften  – man hatte immer einen fast direkten Vergleich und konnte den Stillweg der anderen Mütter super mit verfolgen. Im Laufe der Zeit habe ich immer mehr Stillgenossinen verloren: nur noch eine in meinem Freundeskreis ist mir geblieben. Was mich wirklich manchmal zweifeln ließ – gerade weil man sozusagen alleine mit seiner Wahl stand. Man wird beäugt und gefragt, ob ich denn immer noch stille. Mein Sohn isst und trinkt doch schon normal am Tisch mit. Ein vorwurfsvoller Ton hat jede dieser Fragen bezüglich des Stillens begleitet. Ist es denn so unnormal länger als sechs oder neun Monate zu stillen? Unsere Mütter haben uns größtenteils mindestens ein Jahr gestillt – ich wurde sogar zwei Jahre gestillt.

„Anonym: Schrecklich ein Baby so lange im eigenen Bett zu haben und zu stillen. Nicht aus Spaß wird einem so früh gesagt, dass man sich abnabeln soll. Nach dem dritten Monat ist das Baby kein Säugling mehr.“ Einer von vielen Sätzen die ich wie so oft auf Instagram oder Facebook lesen durfte und das Schlimmste: es gibt wirklich zahlreiche Frauen die diesen Märchen und Lebensformen beipflichten. Da ist es normal ein Baby gar nicht zu stillen oder so früh wie möglich an das Fläschchen zu gewöhnen – man habe ja noch ein Leben neben dem Kind.  Somit kann jeder andere Mensch sich auch um die Nahrungsaufnahme des Kindes kümmern und wer das tut ist doch im Grunde völlig egal, nicht wahr?

 

 Meiner Erfahrung nach hat Stillen nur Vorteile

Meiner Erfahrung nach hat Stillen nur Vorteile. So unglaublich viele Vorteile, dass ich nicht einmal weiß, ob ich überhaupt in der nächsten Zeit abstillen möchte. Auf der einen Seite habe ich hier ein tanzendes Kleinkind und auf der anderen Seite ein Minibaby welches seine Mutter noch wie am ersten Tag braucht. Am besten gefällt mir dann ein Verständnisvolles nicken und der Satz: „Naja es ist ja auch wirklich praktisch zu stillen, da muss man ja die Utensilien für das Fläschchen nicht mitschleppen.“ Um ehrlich zu sein: stillen hat für mich, ab einem bestimmten Alter, nicht mehr viel mit Nahrungsaufnahme zu tun. Natürlich, wenn ein Baby krank ist und nichts essen will und sogar die Ärztin mein Stillverhalten lobt, bin ich froh, dass es diese Nahrungsquelle gibt. Für mich aber ist Stillen so viel mehr: Tage an denen geimpft wurde, mein Sohn krank ist, er Schmerzen aufgrund des Zahnwuchses hat, er Angst hat, Geborgenheit sucht, müde ist oder einfach diese enge Nähe braucht um sich angekommen zu fühlen.

Bin ich eine Langzeitstillerin? – NEIN!

Bin ich jetzt eine Langzeitstillerin, nur weil ich nach dem ersten Geburtstag immer noch stillen werde? Meine Antwort ist ein klares nein. Nur weil unsere heutige Gesellschaft einen dazu erziehen will, sein Kind so schnell wie möglich abzugeben, es der Mutter zu entreißen und auf sich alleine gestellt zu lassen, ist Stillen nach 12 Monaten noch lange kein Langzeitstillen. Laut der Empfehlung der WHO (Quelle: still-lexikon.de) sollte ein Baby sechs Monate voll gestillt werden (ohne Speisen und Getränke) und darüber hinaus wird empfohlen bis zum zweiten Geburtstag nach Bedarf zu Stillen. Das Abstillalter liegt zwischen 2 1/2 und 7 Jahren – also kann man als Mutter eines einjährigen Babykindes sich zurücklehen und entspannen. Man muss sich also noch lange keine Gedanken über das Abstillen machen.

Wichtig ist auch, einen Partner zu haben, der einen in dieser Entscheidung unterstützt. Ich kann von Glück sagen, dass mein Partner voll und ganz hinter meinem Sohn und mir steht – unser Sohn steht an erster Stelle. Vor mir. Vor meinem Mann. Solange mein Sohn diese Mama- und Stillzeit benötigt, solange werde ich sie ihm geben. Unser Sohn isst seit dem 3. Monat Beikost, seit geraumer Zeit trinkt er Wasser und je nach Bedarf wird er von mir gestillt.

 

Jeder sollte für sich entscheiden, welcher der Richtige Weg für ihn ist. Wie immer – es soll sich niemand angegriffen fühlen und für Frauen die wirklich nicht stillen können soll dieser Text nicht relevant sein. Jedoch für Mütter die den Begriff „Abstillen“ immer wieder um die Ohren geschlagen bekommen oder wieder und wieder davon lesen und sich unsicher sind – lasst Euch nicht entmutigen, hört auf Euch und ganz besonders auf Eurer Kind ❤️??

 

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25 Gedanken zu „12 Monate Stillen | Ist das schon Langzeitstillen?“

  1. Anna sagt:

    Das ist ein wahnsinnig toller und wahrer Beitrag!
    Bevor ich schwanger würde konnte ich mir übrigens auch nicht vorstellen länger als 6 Monate zu stillen. Und dass mein Baby dann bereits in seinem eigenen Zimmer schläft ist ja wohl klar! Haha 😉

  2. Ach, sei mir nicht böse, aber jetzt machst du ja fast mit in diesem Verurteilungszirkus! Was ist denn so schlimm eine Langzeitstillerin zu sein? Der Begriff sollte überhaupt nicht negativ behaftet sein! Ich stille auch noch (meine Tochter ist 9 Monate alt) und ich weiß noch nicht wann es zu Ende ist. Ich hab auf meinem Blog mal die 5 nervigsten Sätze, die du zu einer stillenden Mama sagen kannst aufgeschrieben und auch das abstillen war natürlich Thema! Lass dich nicht verunsichern, ist doch total toll, dass du deinem Kind so lange dieses Wahnsinnsprodukt Muttermilch bieten kannst! Weiter so, ihr zwei werdet schon den richtigen Zeitpunkt finden!
    Liebste Grüsse
    Katja
    Ps: http://www.mamatized.com/2016/06/29/die-5-nervigsten-saetze-die-du-zu-einer-stillende-mama-sagen-kannst/

    1. Die 5 nervigsten Sätze muss ich mir gleich unbedingt ansehen.
      Unsere Maus ist auch 9 Monate alt. Isst tagsüber schon fleißig mit aber abends zum Einschlafen und nachts wenn sie wach wird, stille ich noch. Und ich sehe da aktuell noch kein Ende. Sie wird schon wissen wann sie das nicht mehr braucht und nicht mehr möchte. Irgendwann wird sie die meisten Nächte durchschlafen und irgendwann wird sie abends beim Vorlesen einer Geschichte einschlafen…. irgendwann 🙂
      Ich durfte mir schon so oft die Frage stellen lassen „Stillst du noch???“ mit so einem leisen Unterton. Alle, die das fragen (Generation meiner Eltern) haben entweder gar nicht gestillt oder nach wenigen Wochen abgestillt und auf die Flasche umgesattelt. Aber alleine vor dem Gedanken, mir alles mögliche Gedöns für Flaschennahrung anzuschaffen gruselt es mir. Unpraktisch, nimmt Platz weg und frisst Zeit *g*

  3. Janina sagt:

    Ach Laura,

    dein Beitrag ist wundervoll geschrieben. Ich fühle mich so verstanden in deinen Worten, denn selbst wenn das Baby 8 Monate alt ist, wird man ja schon komisch angeschaut. Ich finde es wirklich erschreckend, dass in der heutigen Zeit das Thema „STILLEN“ überhaupt so thematisiert werden muss, denn für mich ist es das natürlichste dieser Welt. Noch vor 20 Jahren hätte niemand eine Frau komisch angestarrt oder gar negative Kommentare abgelassen, wenn sie gestillt hat. Der Negativtrend ist wirklich erschreckend. Manchmal frage ich mich, was denn passiert ist, dass die Leute so schlecht darüber denken?! Schließlich ist es doch die innigste Verbindung die man seinem Kind nach der Geburt schenken kann und vor allem die Natürlichste. Ich finde es nicht schlimm, wenn Frauen von vorn herein für sich entscheiden, dass sie nicht stillen wollen oder es eben nicht können. ABER sollte man den Frauen, die stillen und jegliches anderes Handeln akzeptieren, nicht auch den selben Respekt zollen?! Es heißt doch immerhin“leben und leben lassen“.

  4. Mori sagt:

    Ich bin ganz bei dir. Auch ich werde noch nicht „abstillen“, das überlasse ich Hannah.
    Schön geschrieben und tolle Bilder ??❤️

  5. Elisabeth sagt:

    Ganz deiner Meinung. Das Töchterlein ist 15 Monate alt und wird auch noch gestillt. Gerade nachts einfach das beste, damit sie wieder einschläft.
    Gleichzeitig merke ich, wie sie sich selbst nach und nach abstillt. Sie kommt von sich aus kuscheln und bekommt so die Nähe, die sie sonst nur beim Stillen hatte, und sie nutzt seit einiger Zeit einen Schnuller. (Den hatten wir hier immer rumliegen, war aber sonst eher Spielzeug.) manchmal braucht sie nachts oder morgens auch nur Nähe und keine Milch.
    Ich denke, dass ich spätestens dann abstillen werde, wenn Nr. 2 unterwegs ist. Mal sehen ?

    1. Margit sagt:

      Hi! Bin gerade beim Schnullerthema aufmerksam geworden: Könntest du mir detaillierter erzählen, wie das gewesen ist? Meiner spielt auch nur damit…? Du kannst mir auch gerne eine E-Mail schreiben, wenn du hier nicht posten willst… würd mich freuen, Danke u Lg

      1. Elisabeth sagt:

        Sorry, hab deinen Kommentar erst jetzt gesehen. Ich sehe leider deine Email Adresse nicht. Schreib mir gern unter papilia87 [at] yahoo.de ?

  6. Yvi sagt:

    Oh endlich mal ein toller Beitrag zum Thema stillen!
    Und endlich mal jemand der dazu steht, es solange zu tun!
    Danke!

    Liebe Grüsse

    Yvi

  7. Vericherie sagt:

    Wir stillen auch noch, seit nun über 20 Monaten 🙂 alles ist gut, auch wenn man manchmal zweifelt, der Mamainstinkt zeigt einem den richtigen und vor allem individuellen Weg !

  8. Sarah Ege sagt:

    Musste gerade wirklich schmunzeln bei deinem Text. Bei mir wurde auch aus: Stillen ist gruselig – okay vier Monate schaffe ich das schon – naja gut bis er ein halbes Jahr ist – aber mit eins rum muss dann Schluss sein … spätestens wenn er das Wort Busen sagen kann … na mal sehen ob es sich noch weiter verschiebt!

    1. Laura sagt:

      Liebe Sarah,

      da muss ich direkt grinsen – man wollte es immer weiter nach hinten schieben und wenn der Tag kam? Ja, dann ging es noch nicht mit dem abstillen. Wir stillen jetzt 14 Monate 3-4 mal am Tag und nachts manchmal komplett durch. Solange er es braucht, kann ich noch nicht aufhören. Ich glaube du wirst noch etwas länger stillen 😉

      Liebe Grüße

  9. Doris sagt:

    Bin ganz bei dir. Ich habe unseren Sohn 2 Jahre und 5 Tage gestillt. An dem Tag hat er abends nicht mehr danach gefragt und damit war es erledigt. Vorher war noch nicht daran zu denken. Ich wollte ihn nicht brüllen lassen. Ich habe 1x als er 18 Monate alt war versucht ihn nachts 1h später zu füttern, da ich mich von den anderen Müttern beeinflussen ließ. Das war furchtbar für uns beide. Aber gut für mein Selbstbewusstsein. Von da an habe ich mir von anderen nichts mehr in dieser Hinsicht sagen lassen und nur noch auf die Bedürfnisse unseres Sohnes gehört.
    Unsere Tochter wird jetzt 15 Monate und auch hier ist noch kein Ende in Sicht. Und das ist okay für mich. Natürlich mag ich manchmal nicht mehr. Und würde gerne durchschlafen. Aber wenn ich sie dann frage, ob sie Milch mag und die vor Freude laut auflacht und sich schon zum Stillen in meine Arme legt, dann denke ich keine Sekunde mehr darüber nach, dass ich gerne mehr Schlaf hätte. Außerdem ist Abstillen keine Garantie für besseren Schlaf – mal so nebenbei erwähnt.

    1. Laura sagt:

      Liebe Doris,

      vielen lieben Dank für Deine Geschichte! Ich glaube, dass dieses Reinreden von allen Seiten das Schlimmste ist. Ich habe mich auch so in die Ecke gedrängt gefühlt – immer wieder meinte meine Mutter er muss jetzt essen etc und ich habe wirklich meinem 3 1/2 Monate alten Baby Hipp Gläschen gefüttert. Da blutet mein Herz heute noch!!!! Klar war es für seinen Bauch besser, aber ich habe mich und ihn extrem unter Druck gesetzt und würde es heute viel viel sanfter beginnen.

      Manchmal ist man natürlich gerädert und schimpft über das Stillen aber diesen Moment den Du beschreibst kenne ich auch. Wenn ich mein Shirt hochziehe lacht er sich kaputt und rennt zu mir <3. Ich werde auch darauf warten bis er von alleine nicht mehr will.

      Liebe Grüße

  10. Lisa sagt:

    ach wie gut kann ich mit dir fühlen! wie gut kenn ich die Sprüche von außen. Ich habe bis zum 15. Monat gestillt und vor 6 Tagen den Entschluss gefasst abzustillen. Und ich zweifle immer noch ob das so richtig war. ich habe im Dezember eine Operation wo ich nicht mehr stillen kann und wollte es Langsam angehen. ich habe ein wahnsinnig schlechtes Gewissen denn ich spüre dass meine kleine sich gerade nachts oder wenn wir mal ein paar Stunden getrennt waren danach sehnt. ich würde am liebsten wieder Stillen (habe auch noch Milch) aber dann hätte die kleine Maus die erste Tage ganz Umsonst gelitten. lass dich nicht bequatschen, diese enge still Beziehung ist so schön, warum solltest du euch diese frühzeitig nehmen?!

  11. Ann sagt:

    Irgendwann hören die Leute auf zu fragen?. Ich hab meine Tochter nach dem ersten Jahr nur noch Zuhause gestillt. Kurz vor ihrem 2 Geburtstag bin ich wieder schwanger geworden und hatte immer weniger Milch und so haben wir abgestillt, sie hat es frustriert das nicht soviel kam wie sie wollte und mir tat es weh. Die Stillzeit geht so schnell vorbei!!

  12. Margit sagt:

    Bevor mein kleiner Riese auf der Welt war u ehrlich gesagt auch noch in den ersten Monaten war ich überzeugt, dass es für uns alle das Beste sein wird, dass ich ihn mit ca. 6 Monaten abstille u er dann sicherlich im eigenen Bettchen im eigenen Zimmer schlafen wird! Heute denke ich ganz anders darüber u genieße das Familienbett in dem ich im Liegen stille! Ich sehe zwar nicht alles im Detail so wie die Autorin, im Grunde finde ich mich aber wieder… Danke für den Beitrag! Lg

    1. Laura sagt:

      Hallo Margit,

      wir stillen auch Größtenteils im Liegen, er nutzt stillen ja auch nicht mehr als Hauptnahrungsquelle. Meist morgens, mittags und abends trinkt er noch – besonders zur Beruhigung.

      Liebe Grüße

  13. Cortina sagt:

    Toller Beitrag. Meiner ist 7 Monate und aus der Gruppe vom Gebzrtsvorbereitungskurs bin ich die einzige die noch stillt. Die anderen wurden anfangs alle gestillt und nach und nach an die Flasche gewöhnt und zwischen dem 4. Und 6. Monat abgestillt. Kam mir auch etwas merkwürdig beim letzten Treffen vor. Aber ich vertrete die selbe Einstellung. Und auch wenn ich mir in der Schwangerschaft keine Zeitspanne festgelegt habe dafür… trotzdem kenne ich diese nennen wir es mal naive Vorstellung wie es nach der Geburt wohl laufen soll. Zb war meine Vorstellung das er von Geburt an im eigenen Zimmer alleine schläft. In der Realität ist mir mein eigener schlaf allerdings viel wichtiger als auf biegen und brechen ihn ins eigene Zimmer zu zwingen und am Bett zu stehen bis er um 3 erschöpft doch mal einschläft. Genauso antworte ich auf die Frage „wie lange hast du vor zu stillen“ wo oft noch hinterher geschoben wird „aber hoffentlich nicht ein jahr oder“ … sag ich immer „keine Ahnung wie lange er das noch braucht“.

    1. Laura sagt:

      Lieb Cortina,

      Danke für Dein tollen Kommentar. Genauso ist es mir auch ergangen, nach und nach hat jeder abgestillt oder sich eine Ausrede einfallen lassen warum das stillen plötzlich nicht mehr geht. Ich sehe es ja an meinem Sohn – 14 Monate alt – er braucht es so sehr. Nicht mehr groß als Nahrungsquelle aber wenn er einen aufregenden Tag hatte etc holt ihn das runter. Genau dafür verzichte ich gerne auf Alkohol und auf babyfreie Nächte. Mein Sohn steht einfach die ersten Jahre vor mir. <3

  14. Monja sagt:

    Hallo,
    ich bin nun auch seit 2 1/2 Monaten Mama und liebe es zu stillen. Die Vorstellung bald abstillen „zu müssen“, weil man es so macht, würde mich innerlich zerreißen. Es ist nicht nur praktisch, da man keine Gläschen usw mitschleppen muss, nein, ich genieße die Nähe zu meiner Tochter. Die Zeit die einfach nur ihr und mir gehört. Daher werde ich auch so lange stillen wie sie es möchte, und hoffe, dass es noch viele Monate werden.

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe Monja,

      danke für Dein Kommentar. Ich liebe es auch, klar manchmal gibt es Tage da ist man mit seinen Nerven am Ende aber Du kannst Deinem Kind damit so viel geben. Es ist so schön zu sehen wie Aric sich beruhigt und sicher fühlt sobald er trinkt <3

      Liebe Grüße

  15. Anita sagt:

    Super Beitrag!
    Da ich meinen Sohn (hauptsächlich nur wegen einer Gelbsucht) im Krankenhaus nicht mehr anlegen durfte und nur abgepumpt hatte, hat er sehr schnell die Brust nicht mehr angenommen, was mich innerlich zerrissen hatte – Ich hatte doch genug Muttermilch, musste aber immer abpumpen. 3,5 Monate habe ich das auch gemacht, danach konnte ich psychisch einfach nicht mehr, da ich auf mich und mein Kind wütend wurde. In der Situation war es das Beste für uns, auch wenn es mir bis heute noch sehr weh tut, da das Stillen für mich auch nur Vorteile birgt.
    Leider musste ich dann miterleben, wie Freunde von mir, deren Kinder auch voll gestillt wurden, mit 6 Monaten unbedingt aufs Fläschchen umsteigen wollten und das für sie ein Kampf war, den sie aber gewonnen hatten. Irgendwie fand ich es so schade, dass sie ja diese tollte Möglichkeit hatten und das dem Kind aufgrund von Freiheit weggenommen hatten. Vielleicht versteht man das auch nur so sehr, wenn man dem Kind eben nicht das Beste bieten konnte.
    Für mich war es schon immer klar, dass ich stillen würde, vielleicht wollte ich es auch zu sehr. Ist nun mal so. Bleibt die Hoffnung, dass es beim nächsten Kind besser funktioniert.

    1. Julia sagt:

      Hallo, danke für dem netten Bericht. Er öffnet die Augen .
      Ich möchte nur mal kurz anmerken, dass einem auch massiv reingeredet wird, wenn man nur kurz stillt. Bei unserer Tochter hat das Stillen aus verschiedenen Gründen nicht geklappt. Das heißt sie hat schon nach 6 Wochen nur noch Fläschchen bekommen. Auch das hat immer wieder Anfeindungen gegeben. Meine Tochter bekäme nicht genug Nähe…. Obwohl wir natürlich auch kuscheln.
      Ich denke jede Familie muss ihren Weg finde. Egal ob es um Stillen, schlafen oder Beikost geht. Unsere zwei Kinder waren da sehr unterschiedlich.
      Ich selber habe übrigens wie sehr viele Kinder der 70er Jahre nur Fläschchen bekommen und getragen wurde auch nicht. Jede Zeit ist anders. Ich plädiere für mehr Toleranz gegenüber anderen Lebensentwürfen.
      Liebe Grüße

  16. Romyna sagt:

    Ich bin total hin und weg von deiner erlichkeit und dein tollen bericht grade das thema abstillen hörer ich um mir herum nur noch da mein kleiner 4 monarte fast ist aber ich werde ihn noch ne weile stillen und das mit ganz viel stolz und da hat mir deun bericht auxh wtwas mut gemacht das ich richtig handwl

          

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