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Laura / 26.10.2016 / FAMILIENBETT / Familienleben / Family
      

Mein Familienbett | Unsere Geschichte, Tipps und ein Fazit

         
Enthält Affiliatelinks

Nun schlafen wir seit über einem Jahr im Familienbett und ich kann nun ein richtiges Fazit ziehen. Nicht wie in meinem ersten Familienbett Beitrag (HIER), stelle ich mir die Frage „Segen oder Fluch“ – denn für uns war und ist es immer ein Segen gewesen, auch wenn damit natürlich Gewisse Strapazen verbunden sind. Dieses ma  geht es, um mein heutiges Wissen und was ich persönlich am Anfang anders gemacht hätte. Wie das Familienbett, gerade bei uns funktioniert und wie die Zukunft aussieht? Hier mein Erfahrungsbericht, mit Tipps für das Familienbett.

Die Vergangenheit

Meine Vorstellungen

Wie jede zukünftige Mama, war auch ich auf Suche nach den perfekten Babymöbeln und Accessoires und bin dadurch in die erste Falle getappt. Schöne Bilder von Babyzimmern mit tollen Betten – alles in weiß, beige oder grau gehalten. Ein Traum, so dachte ich jedenfalls. Das Bett von Ikea, welches so gut wie immer ausverkauft ist, wurde es bei uns. Voller Liebe, wurde es von mir vorbereitet und an meine Bettseite gestellt, denn damals war mir schon bewusst, dass wohl kein Baby freiwillig, komplett alleine, in einem dunklen Zimmer schlafen will.

In meinen Gedanken spielte es sich alles schon so ab: „Das wunderschöne Baby wird seelenruhig im Bett neben mir schlafen und ich kann seine Hand zwischen den Gitterstäben halten. Ganz nah bei mir, mit ganz viel Liebe, ohne Stress und unausgeschlafen zu sein. Es wirkt doch immer so einfach, in allen Filmen und alle großen Instagram- und Blogger-Vorbilder taten es doch genauso, so wird doch auch die Realität sein?

Die Realität

Friedvoll schlief Aric in dem durchsichtigen Bettchen, im Familienzimmer des Krankenhauses. Genauso habe ich es mir vorgestellt – so und nicht anders. Das Baby neben mir und ich ganz alleine im Bett. Es fühlte sich nicht schlecht an. Nach drei Tagen ging es nach Hause und das Neugeborene bekam ganz stolz seinen braunen Elefantenschlafsack von Ikea angezogen. Aric schlief und wir legten ihn in das kuschelige weiße Bett – zum allerersten und zum allerletzten Mal.

Ich legte ihn neben mich, mit einem großen Abstand. Die panische Angst machte sich breit, denn überall wurde das Familienbett verteufelt. Ehrlich gesagt kannte ich auch niemanden, in meinem Bekanntenkreis oder bei Instagram, der über dieses Thema öffentlich sprach. Jedes mal wachte ich, mit der Angst im Rücken, panisch auf – das Thema plötzlicher Kindstod war allgegenwärtig. Mein Fehler war, dass ich mir immer und immer wieder Artikel über die negativen Seiten des Familienbettes durchlas.

Also zog ich das Babybett direkt an unser Bett, in die Lücke wurde das Stillkissen geklemmt und Aric lag mit einem großen Abstand neben mir. Irgendwann schafften wir es, dass er auf mir lag und dann einige Wochen später zwischen meinem Mann und mir. Meist passierte dies schlaftrunken und ich erschrak jedesmal auf’s Neue. Ich konnte mich nie daran erinnern wie Aric zwischen uns kam. Also wurde das Stillkissen zwischen meinen Ehemann und mich gelegt, vorsichtshalber. Das Baby bekam eine kleine Decke, denn er durfte nicht unter unsere Bettdecke gelangen. Jedoch schwand die Angst von Tag zu Tag und Aric rücke immer ein Stück näher an mich heran, bis wir kuschelnd schliefen. Heute? Heute kann ich mir nichts anderes mehr vorstellen.

Die Gegenwart

Heute könnte ich mir nichts anderes mehr vorstellen und muss schon ein bisschen schmunzeln, wie ich damals die erste Zeit mit meinen Männern im Bett geschlafen habe. Aus unserer Angst vor dem Familienbett wurde Liebe. Das besagte weiße Ikea-Bett steht nicht mehr im Schlafzimmer und um uns sicherer zu fühlen, zogen zwei Bettgitter bei uns ein. Aric schläft meist auf meiner Seite und wechselt auch mal zwischen meinen Mann und mir. Immer direkt mit mir unter einer Decke. Unsere Einschlaf-Uhrzeit liegt zwischen 19 und 20 Uhr und meist wird in den Schlaf gestillt. Unser Bett ist 180cm breit – also ein ganz normales Doppelbett.

Was würde ich anders machen?

Würde ich mit dem Wissen von heute ein frisch Baby bekommen – ich würde am Anfang einiges komplett anders machen. Jedoch sind die wichtigsten Punkte in Sachen Familienbett, welche zu beachten sind immer aktuell! 

Hier meine wichtigsten Tipps für ein erfolgreiches Familienbett:

– Kein Bett kaufen
Erst abwarten ob man eher ein Familienbett-Typ ist, ansonsten gibt man sehr viel Geld umsonst aus.

– Sofort Bettgitter anbringen
Ich bereue es so sehr, dass wir nicht von Anfang an Gitter am Bett gehabt zu haben. Ihr könnt Euch gut vorstellen, was uns ohne Gitter passiert ist und ich habe mich im ganzen Leben noch nie so erschrocken. Zugleich hatte ich das schlechteste Gewissen das man jemals haben kann und denke heute noch ungern daran zurück.

– Schlafnestchen nutzen
Das Baby ist komplett von allen Seiten geschützt und auch wenn man im Schlaf nicht über ein Baby rollen kann, kann es einem ein bisschen Angst nehmen. Positiv ist auch, dass das Baby eine eigene Area für sich hat und sich durch die Begrenzung noch wohler und geborgener fühlt.

– Eigene Decke oder Schlafsack
Damit ein Baby nicht unter die Decke kommt und Ersticken könnte, sind eigene Decken oder ein Schlafsack sehr praktisch. Jedoch kann man ein älteres Baby später mit unter die eigene Decke nehmen.

– Ohne den Einfluss von Alkohol, Drogen und starken Medikamenten ins Bett gehen
Niemals, wirklich niemals unter Einfluss dieser Präparate ins Familienbett gehen. Nicht als Mutter und auch nicht als Vater. Man selbst hat sich womöglich nicht unter Kontrolle und kann sich im Schlaf über das Baby rollen oder Ähnliches.

– Alternativ ein Babybay zulegen
Ich finde die Idee vom Babybay perfekt. Jedoch habe ich noch nie jemanden kennengelernt, bei dem das Baby wirklich ausschließlich im Babybay geschlafen hat. Ich würde, wie bei einem normalen Bett, erstmal abwarten ob es wirklich vonnöten ist.

– Ein ausreichend großes Bett
Es gibt nichts Schlimmeres als ein enges und zu kleines Bett, welches als Familienbett genutzt wird. Auch 1,80 m können zu dritt schon mal recht eng werden.

 

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Nestchen von Done by Deer | Bettgitter von infantastic* | Decke von Lässig* | Schlafsack von Alvi |

Schlafsack mit Füßen von Vaenait Baby* (Testbericht) | Babybay Maxi

*Nutzen wir selbst.

Unsere Zukunft

Mein Traum: als aller erstes ein größeres Bett. Am aller liebsten zwei 140er Betten nebeneinander, damit wir drei mehr Platz haben. Ich habe auf einem Instagramaccount mal eine wirklich schöne Lösung gefunden (ich hätte mir sie mal abspeichern sollen ? ) und genauso möchte ich es auch gerne bei uns haben. Eine andere Idee wäre von der einen Seite bis zur anderen Seite des Zimmers das Bett zu ziehen. Jedoch wäre mir das etwas zu groß. Die Bettgitter werden uns also noch einige Jahre begleiten, obwohl ich die Gitter nicht wirklich hübsch finde. Jedoch finde ich die Variante aus Netzstoff praktischer als aus Holz: Aric rollt sehr viel in der Nacht hin und her und kommt sehr oft gegen das Gitter.

Wenn ein Geschwisterchen kommen sollte

Als Schwangere brauche ich auf jedenfall mehr Platz, denn zwischen meinen zwei Männern wird es immer sehr eng und heiß ? und mit einem dicken Babybauch wäre es mir viel zu eng. Also hoffe ich, dass ich bald einen Grund habe für das größere Bett. Eine Zeit lang wollte ich unbedingt ein Babybay – ich werde aber darauf verzichten und ein hübsches Nestchen erwerben. Baby2 würde dann neben mir schlafen und Aric zwischen Papa und mir – aber wie die Realität aussehen wird, steht noch in den Sternen.

Mein Fazit zum Familienbett

Der Anfang

Man sollte sich am Anfang gut vorbereiten, genau das war unser Fehler. Mir wäre es in der Schwangerschaft nie in den Sinn gekommen mein Baby oder Kleinkind in meinem Bett schlafen zu lassen. Wieso? Weil es wie beim Stillen ein Tabuthema ist. Überall wird man gefragt ob das Baby durchschläft, ob das Baby alleine schläft und wo es schläft. Familienbett? Davon hört man nie. Leider. Was ich allen Schwangeren in meinem Umfeld jedesmal Rate: kauft Euch kein Bett und wartet ab.

Am Anfang war ich gestresst: ich war frisch Mutter geworden, ich hatte extreme Berührungsängste gegenüber diesem kleinen Wesen, ich hatte keinen richtigen Schlaf und meine Brüste taten vom Stillen so weh. Ich las in dutzenden Foren und holte mir Tipps von Bekannten ein – Tipps wie ich mein Baby von mir abnabeln konnte und um es an das alleine Schlafen zu gewöhnen. Bis zum 4. Monat habe ich wirklich gedacht, dass er alleine schlafen muss und dann machte es Klick.

Es machte Klick

Es gibt Kinder, die diese Nähe brauchen – und natürlich muss es Eltern geben, die diese Nähe zulassen können und wollen. Ich hatte immer in meinem Kopf, dass es nicht normal sei mit einem Kind im Bett zu schlafen. Sowas machen nur komische Ökos und Übermütter, doch keine normalen Frauen. Mir ist es heute noch peinlich, dass ich solche Gedanken hatte. Das Thema Familienbett ist immer noch nicht salonfähig und als Schwangere setzt man sich so gut wie gar nicht mit dem Thema auseinander.

Natürlich ist das Familienbett nicht für jeden etwas, vielleicht mag das Baby es nicht oder den Eltern ist es zu viel. Für uns ist es genau das Richtige und ich könnte mir gar keine Nacht mehr ohne mein kleines Äffchen vorstellen. Nicht jede Nacht ist erholsam, gerade weil es oft eng ist und unser Sohn sich gerne Quer über das Bett legt oder die halbe Nacht gestillt werden möchte – aber ohne ihn würde ich nicht schlafen können und er nicht ohne uns. Wenn ich gefragt werde wie lange er noch bei uns schlafen soll? Solange er will, aber für seine erste Freundin werden wir keinen Platz machen ?

Unsere Kinder sind nur einmal so klein und sie werden früh genug ihr Nest verlassen. Dieser Gedanke macht mich sehr wehmütig, also genießt jede Sekunde mit Eurem kleinen Wunder. Egal wie anstrengend es wird oder wie alt Eure Kinder sind – es sind Eure Babies. Wer würde gerne freiwillig, komplett alleine in einem dunklen Zimmer schlafen?

 

Wenn Ihr wollt, könnt Ihr Euch auch mein IKEA MALM XXL Familienbett angucken. Wir lieben es immer noch!

 

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40 Gedanken zu „Mein Familienbett | Unsere Geschichte, Tipps und ein Fazit“

  1. Margit sagt:

    Ich wurde ebenfalls unerwartet Familienbettlerin (mein Begriff zur Beführwortung): das Beistellbettchen war dann hauptsächlich als Deko da… ?
    Ich machte mir vor der Geburt wenig Gedanken übers schlafen des Babys, war mir aber ganz sicher, dass ich bis zu einem halben Jahr stillen werde u dann das Baby in sein eigenes Zimmer zieht.. Pustekuchen: Philly ist jetzt 8,5 Monate alt u ich genieße nach wie vor stillend das Familienbett obwohl in unserem 1,40 Bett manchmal echt eng wird – hier muss aber vor allem mein armer Mann darunter leiden weil unser kleiner Prinz u ich unsere Plätze gut verteidigen können ?
    Derweilen ist es für uns noch wundervoll u wir genießen es sehr ?

    1. Laura sagt:

      Liebe Margit,
      ja man macht sich am Anfang so gut wie gar keine Gedanken. Das Babybett stand auch nur so zur Deko rum 😀
      Haha, 140cm? Das ist aber echt eng! Aber mein Mann muss auch leiden: auch bei einem 180cm Bett liegt er ganz eng am Bettgitter gequetscht. Aric liegt quer und ich brauche ja auch noch platz 😉

  2. Sammy sagt:

    Ich teile deine Meinung das ein babybett vorerst absolut überflüssig ist. Ich habe für Baby nr 2 zwar schon eins aber eher als ausweich und ablegemöglichkeit am Tag! Sie lag vielleicht 5 mal drin bisher ? ich hatte bei luana auch deine Variante vom Anfang letztendlich schlief sie in meinem Bett doch mit 6 Monaten forderte sie ihr eigenes Bett bei uns im Zimmer das war ok ☺ für alle…
    Aaliyah is da anders.. ich stille deswegen kommt sie zu mir.. diesmal hab ich mir ein babybay gekauft und wir lieben das .. Sie liegt 15 cm neben mir und trotzdem weiß ich sie ist in Sicherheit.. in Sicherheit vor decken und mir… ab und zu Rutsch sie sich nochmal neben mich aber im babybay schläft sie ruhig zufrieden und durch ? ich bin auch absolut da für uns wenn Kinder Nähe fordern dann unbedingt geben ☺ sie laufen uns früh genug davon..toller Beitrag

    1. Laura sagt:

      Hey Sammy,

      echt von alleine ins eigene Bett? Das finde ich echt spitze – manche fordern einfach schon früh etwas mehr Ruhe. Bei Aric wär das undenkbar, obwohl ich glaube nachts wär es manchmal schon entspannter, wenn er nicht immer halb auf mir liegen würde 😉 Aber er braucht es halt immer noch.
      Das mit dem Babybay finde ich interessant ? das sie dort komplett schläft. Ich habe es bei Aric nie ausprobiert, weil ich erst viel zu spät bemerkt hatte, dass es sowas gibt ? und ich wollte nicht noch ein Bett kaufen.

      :*

  3. Jenni sagt:

    Ich liebe deinen Beitrag! Danke. Auch mein Sohn schläft bei mir (mein Mann darf nicht mehr da er schnarcht wie 5 auf einmal, schlimm). Daher haben wir zu zweit viel Platz auf 1,80. Ich habe ebenfalls erst versucht ihn ins eigene Bett zu „zwingen“ weil…. Ja warum eigentlich? Ich habe mir zu viel einreden lassen denke ich. Leider erzählt mit immer noch jeder dass es falsch sei und dass ich das unbedingt wieder „weg kriegen muss“. Ja ein Hoch auf die westliche Welt und ihr modernes Gedankengut.

    1. Laura sagt:

      Liebe Jenni,

      vielen lieben Dank für Dein tolles Feedback – ich fühle mich geschmeichelt! Ich weiß genau was Du meinst. Ich wollte unbedingt Aric in sein Bett bekommen, egal wann und wie – ich bin so froh, dass es nie dazu gekommen ist. Man lässt sich wirklich so viel einreden und man informiert sich leider so selten bevor das Baby da ist – genau deswegen mache ich Werbung für das Familienbett 😉 <3

  4. Ivy sagt:

    Mein aktueller Plan ist ja diese Variante https://de.pinterest.com/pin/260012578466635093/ von http://www.apinchofstyle.com/. Sieht aus wie 4 kleine Malm-Betten. Ich fragte sie schon über Instagram wie sie das Bett gebaut haben, bekam aber leider keine Antwort. 🙁 Ich bin gespannt wie euers aussehen wird und ob du noch deine Instagram-Inspiration wieder findest.

    1. Laura sagt:

      Hey Ivy, genau das Bild haben wir uns auch ausgeguckt. Entweder nehmen wir zwei 160er oder 180er – sind uns noch nicht ganz sicher. Aber hast Du eine gute Idee wie man die „Lücke“ zwischen den Matratzen füllen kann?

      Liebe Grüße <3

      1. Ivy sagt:

        Da bin ich auch noch am überlegen. Vermutlich muss man sich da etwas aus Schaumstoff anfertigen lassen oder selbst zusammen schneiden. Es ist ja bei den Malm-Betten nicht nur die kleine Lücke zwischen den Matratzen die man füllen muss :/ Ich tendiere momentan zu drei 90er Betten. Wir haben nicht so viel Platz und ich mag die gleichmäßigen Anstände. Ich finde, ihr geht das Projekt jetzt an, findet die optimale Lösung und wir machen das dann ganz einfach nach. 😀 <3 Wenn alle Stricke reißen, bauen wir das Bett von Familie Mierau nach http://geborgen-wachsen.de/2012/08/21/schlafen-im-familienbett-anleitung-fuer-den-bau-eines-familienbetts/

      2. Laura sagt:

        Ja wir messen morgen mal aus und kaufen dann nächsten Monat die Betten! Ich bin schon gespannt – habe auch vor ein Paar tagen eine Seite gefunden, die einem diese Schaumstoffdinger in der richtigen Größe anfertigt.

        Das tolle Bett kenne ich schon – diese zweite Ebene ist doch echt der Wahnsinn! <3

    2. Laura sagt:

      Nachtrag: Wir haben 390cm Platz – Malm in 2x 180cm ist zu groß. Habe aber eine gute Alternative von Home24 gefunden. Ich glaube wir starten wirklich im Dezember 😉

  5. Michaela sagt:

    Toller Artikel! Das Thema wird leider oft so verteufelt, dabei ist es ja wirklich sehr seltsam, wenn die kleinen Babies so weit weg von der Mama schlafen… dass das eher als normal angesehen wird als ein Baby, das direkt bei der Mama schläft, ist eigentlich traurig. Interessanterweise wurde in dem Krankenhaus in dem ich entbunden habe mein Sohn in der ersten Nacht sofort zu mir ins Bett gelegt (weiß nicht wie das sonst so ist?! Die sind ja normalerweise total streng was den plötzlichen Kindstod betrifft). In dieses wirklich schmale Krankenhausbett. Zuhause war es dann irgendwie selbstverständlich, dass er neben mir lag, obwohl auch ich den Fehler gemacht hab, mir oft negative Stories und Meinungen zu dem Thema durchzulesen. In den ersten paar Wochen lag er eigentlich nachts NIE in seinem eigenen Bett. Auch nach ein paar Monaten war’s noch so, dass ich ihn zum 1. Mal stillen aus seinem eigenen Bett zu mir holte und er dann dort blieb. Familienbett bzw. Mama-und-Baby-Bett war bei uns also total selbstverständlich. Aber irgendwann hab ich gemerkt, dass Niklas mittlerweile besser alleine schläft. Er war nie der große Kuschler, braucht keine Nähe beim Schlafen. Keinen Körperkontakt. Jetzt ist er ein Jahr alt und schläft seit Monaten immer in seinem eigenen Bett, bei mir nur noch in „schlechten“ Nächten. Würde ich noch stillen, wäre das aber vielleicht anders…

    1. Laura sagt:

      Liebe Michaela,

      vielen lieben Dank für Deine Antwort. Ich glaube, dass das Stillen wirklich viel dazu beiträgt. Aric ist auch nur ganz selten ein richtiger Kuschler und wir dürfen ihn bloß nachts nicht nerven aber manchmal kommt er ganz süß angekuschelt – gerade beim Papa. Ich weiß noch nicht wie es wird, wenn wir nicht mehr stillen aber er darf es sich selbst aussuchen. Bin wirklich gespannt wie sich das alles entwickelt und ob er noch bei uns schlafen will. Unser großes Problem ist eher, dass sein Bett eine Etage weiter unten ist, dass ist mir nicht so geheuer.

      Liebe Grüße

  6. Daniela sagt:

    Wir haben auch ein Familienbett….in vorm von zwei doppelbetten nebeneinander…also ausreichend Liegefläche?Und meine Kinder lieben das gemeinsame Schlafen,sie sind schon 6 und 10 Jahre,aund jeder hat auch ein eigenes Bett in seinem Zimmer.Ich kann es nur empfehlen ?

    1. Laura sagt:

      Hallo Daniela,

      ja genauso soll es bei uns auch werden. Die Beiden schlafen noch manchmal bei Euch? Ich hoffe Aric wird auch so lange bei uns bleiben wollen, ich liebe es so <3
      Liebe Grüße

  7. Daniela sagt:

    Die beiden schlafen eigentlich immer bei uns…es ist einfach normal.Irgendwie wollte noch keins der Kids ins eigene Zimmer ziehen,obwohl jeder von Ihnen schon immer ein eigenes Bett hat im Kinderzimmer hat.Ich liebe es so und solange wir alle damit glücklich sind finde ich es perfekt ?

    1. Laura sagt:

      Ich finde es auch ganz ganz toll! Habe schon zu meinem Mann gesagt: Also die müssen so lange bei uns schlafen, bis sie ausziehen 😀

      Liebe Grüße

  8. Manuela Rieck sagt:

    Toll geschrieben ?

    Auch ich hätte damals nicht gedacht, das ich seit 7 Jahren schon mit meiner Maus (7) ,in einem Bett, schlafen würde.

    Genug Platz haben wir beide: 180*200 ?

    Ich musste mir auch schon des öfteren vom KV anhören “ das ist doch nicht normal“ etc. Inzwischen überhöre ich das.

    LG
    Manuela

  9. Nadine sagt:

    Ich bin begeistert. Ich möchte mehrere Kinder und habe immer gedacht, warum mache ich das nicht wie in Marocco? Alle schlafen zusammen in einem Zimmer. Aber wie schon hier erzählt, die Meinungen der anderen. Ja und? Ich werde das auch planen und schauen wie es wird.

    1. Laura sagt:

      Glaub mir! Es ist so so schön mit seinem Kind einzuschlafen und die ganze Nacht zu kuscheln. Unser Sohn braucht es auch und sucht richtig nachts nach uns <3

  10. Cocoson sagt:

    Ich find’s toll…..Wir haben das schon seit Jahren, unsere älteste Tochter ist 20 der jüngste 10….Er schläft noch sehr oft in unserem Bett und hat eigentlich noch nie wirklich alleine geschlafen.
    Auch wenn niemand gern drüber spricht und manche sagen das das in dem Alter doch nicht normal sei.
    Jeder wie er mag.
    Keines unserer Kinder ist zu anhänglich oder schläft nur zu Hause.
    Aber wenn unsere 2 jüngeren möchten dürfen sie in meinem oder dem Bett meines Mannes schlafen….Manchmal braucht es die Nähe einfach noch.
    Wer schlechtes denkt ist selber schuld. …..

    1. Karen sagt:

      Der Beitrag ist zwar schon älter…aber um den Platz zwischen 2 Matratzen oder 2 Betten zu füllen Gibt es Schaumstoffstreifen, die wie ein T aussehen. Wir haben unsere beim Billig-Roller gefunden.

    2. Ela sagt:

      Hey auch unser Sohn (gerade 6) schläft noch bei mir. Mein Mann wegen schnarchens nebenan. 😉 ich sage immer so schlafen wir alle am besten!

  11. Diana sagt:

    Hallo,
    ich bin selber Mutter von einem Baby und habe mir sehr ausführlich den Artikel durchgelesen.
    Interessant finde ich, dass die Autorin nur Ihre Vorstellung umgesetzt hat, was ist mit Ihrem Mann? Findet er das auch so toll, dass der Knirps jede Nacht zwischen Ihnen schläft? Wie sieht denn die Partnerschaft aus? Gibt es überhaupt noch eine bzw. Sex, Nähe, Zärtlichkeit?
    Ich liebe mein Baby über Alles, aber für mich gibt es auch Grenzen! Scheinbar scheinen viele Frauen zu vergessen, dass sie nicht nur Mütter, sondern auch Frauen sind! Ich möchte persönlich auch noch für meinen Mann begehrenswert bleiben… Mal ganz ehrlich: Bei einem Familienbett kann ich doch jeden Kerl verstehen, der sich dann eine andere Puppe sucht und mit dieser dann fremd geht!

  12. Nicole Scholtyssek sagt:

    Hallo, wir hatten auch ein Familienbett, allerdings war ich mir dessen gar nicht bewusst da ich davon noch nie gehört habe! Aber durch deinen Beitrag kenne ich es jetzt, Dankeschön! Unser Sohn wollte auch nie alleine schlafen, somit habe ich ihn auch sehr schnell mit zu mir genommen und dann hat er auch immer zwischen meinem Mann und mir geschlafen. In unserem Umfeld hat das auch keiner befürwortet aber das war mir egal! Mein Sohn hat bis er ca 3,5 Jahre alt war bei uns geschlafen und das hat sich erst mit seinem eigenen großen Bett geändert. Wir können es auch nur für positiv bewertet!

  13. JCarole sagt:

    Super Artikel!
    Ich bin Mutter von 27 Monate alten Zwillingen. Anfangs haben beide in einem kleinen Beistellbett (Next2me) neben meiner Bettseite geschlafen. Als sie dann zu groß fürs Beistellbettchen wurden, sollten sie eigentlich in ihr Zimmer in ihre eigenen Bettchen „umziehen“… Dies erwies sich als sehr schwierig. Nach einiger Zeit und mehreren Versuchen, gab ich nach und seitdem GENIESSEN wir das Familienbett!!! Alle 4…
    Auch wenn manche Nächte nicht so entspannend sind, da wir 2 Akrobaten im Schlaf haben, die sich sehr viel bewegen.
    Schuldig fühle ich mich leider noch immer, wenn ich den Blick der anderen sehe, wenn ich „zugeben muss“ dass unsere Twins bei uns im Bett schlafen. Auch die Oma hat kein Verständnis dafür und kackt immer wieder darauf rum…
    Aber egal, für uns ist es momentan die beste Lösung mit der jeder zufrieden schlafen geht.
    Da wir zu 4 nicht genug Platz im Bett hätten, habe ich ein Kinderbett (70×140) zu einem großen Beistellbett umfunktionniert, wo die Matraze an meine Matraze reicht…das klappt ganz gut. Der Junge schläft im Beistellbett, dann komm ich, dann das Mädchen in der Mitte und zum Schluss Papa.
    Super Artikel, er spricht mir aus dem Herzen!

  14. Sabrina sagt:

    Hallo, es ist so schön zu lesen.
    Unsere große Tochter kam im Juni 2011 auf die Welt und hat sofort bei uns geschlafen.
    Später wo sie größer war, haben wir ihr Kinderbetreuung umgebaut und dran gestellt.
    Im märz 2016 kam unser keiner zu Welt.
    Und alle haben wir zusammen geschlafen.
    Weihnachten 2016 wollte Valentina in ihrem Zimmer schlafen, an dem Tag ist sie auf unserem Zimmer in ihr Kinderzimmer gezogen. Ganz alleine und ohne Probleme.
    Wir hätte sie nie in ihr Zimmer verwiesen.
    Ab und zu kommt sie rüber zu uns oder ruft, dass sie jetzt jemand braucht.
    Dann schläft jemand bei ihr drüben.
    Sie hat auch gleich ein 140cm Bett bekommen, dass wir uns zu ihr legen können.

    Ich liebe das Familienbett!

  15. Anja sagt:

    David hat auch bei uns im Bett geschlafen, quasi von Anfang an. In seiner Wiege lag er meistens nur Tagsüber und das Kinderbett hätten wir uns sparen können. Kann man an zwei Händen abzählen, wie oft er darin geschlafen hat. Von überall bekam ich zu hören: „Da muss ich was tun, sonst geht er nie raus, dann schläft er noch mit 14 in unserem Bett“ etc.

    QUATSCH!

    David ist jetzt 3 1/2 und hat vor zwei Monaten ein Hochbett bekommen. Seit dem schläft er jede Nacht darin. Ich muss zwar neben ihm sitzen und warten bis er einschläft, aber ich denke auch das schaffen wir noch. Stück für Stück …

  16. Yvonne sagt:

    Dein Beitrag ist super. Ich habe mich in jedem Satz wieder erkannt. Anfangs, als ich noch schwanger war, dachte ich auch, der Kleine müsste in seinem Bett schlafen. Dann kam er 4 Wochen zu früh zur Welt und meine Hebamme meinte, er braucht ganz viel Nähe und das nahm ich als „Entschuldigung“ um ihn mit in meinem Bett schlafen zu lassen. Es erleichterte alles. Ich schlief besser, er schlief besser. Ich konnte ihn direkt anlegen, wenn er wach wurde und so konnten wir beide schnell weiterschlafen. Anfangs hatten wir noch das Gitterbett direkt an meiner Bettseite stehen, als Absturzschutz. Drin geschlafen hat er eigentlich nie. Später haben wir erst für meine Seite und dann auch für die meines Mannes so ein Stoffbettgitter, wie du es beschreibst, gekauft und angebracht. Die nutzen wir immer noch, weil unser Bett recht hoch ist. Unser Sohn ist nun 2 Jahre und 7 Monate alt. Er schläft seit vielleicht 1,5 Jahren in seinem Zimmer, kommt aber noch fast jede Nacht zu uns ins Bett gekrabbelt und ich liebe es. Ich muss sogar zugeben, dass ich nachts aufstehe und nach dem rechten sehe, wenn er mal nicht zu uns ins Bett kommt. Meine Hebamme war da aber auch sehr gut und hat immer gesagt „macht es so, wie es für euch am besten passt und ihr euch am wohlsten fühlt. Der Mutterinstinkt lässt es nicht zu, dass man sich nachts ‚aus Versehen‘ aufs Baby legt“ und sie hatte recht. Sobald mein Kind nur den kleinsten Mucks von sich gibt, werde ich instinktiv wach. Ich kann nur jedem raten, sich da voll auf sein Bauchgefühl zu verlassen.
    Vielen Dank für diesen tollen Betrag!!!

  17. Nadine sagt:

    Danke für deinen Artikel. Ist bei uns eins zu eins genauso abgelaufen. Wir haben auch ein 180cm breites Bett und die Tage kommt Kind Nr. 2. Unser erstes Kind ist jetzt fast 4jahre alt und schläft immer noch bei uns, ohne ein eigenes Bett zu haben. Für das 2. Kind wollte ich dieses Mal ein offenes Babybett ausprobieren (ähnlich wie das Babybay). Mal sehen ob es klappt. Liebe Grüße

  18. Sandy sagt:

    Mein kleiner Mann hat die erste Zeit mit im Bett geschlafen. Das Rausfallgitter kann man evtl später nochmal benutzen. Da er schnell gewachsen ist, liegt er seit 6 Monaten im babybay. Ohne den kleinen können wir es uns nicht vorstellen und das babybetts staubt seit 7 Monaten ein 😉

  19. Donia sagt:

    Huhuu ihr lieben, wir haben sozusagen auch ein Familienbett. Wir bringen unseren Sohn in sein Bett, dort schläft er Händchen haltend ein meist erwacht er um 1 Uhr und danach hole ich ihn in unser Bett. Mein Mann und ich geniessen auch die paar Stunden um zu kuscheln und alleine zu sein. Wir haben so ein gutes mittelmass gefunden welches für uns alle passt.

  20. Dana sagt:

    Hallo! Das ist ja wie aus meinem Herzen geschrieben! 😉 Es gibt ein tolles Familienbett von ecolignum. Auf deren Website http://www.ecolignum.de gibt es wunderschöne Vollholzbetten zu einem tollen Preis. Wir haben uns für ein weißes 270 x 200 cm Bett entschieden, wo wir unsere bereits aus dem alten Bett vorhandenen 90 x 200 cm Lattenroste verwenden können. Das Bett kostet ohne Lattenrost und Matratzen (hatten wir ja schon) nur 549.00 €. Das find ich toll! Viel Platz für alle. Unser Junior ist 3 Jahre und wir lieben es, seine warmen Füßchen in der Nacht an uns zu spüren, auch manchmal im Gesicht! 🤣

  21. 3KindMama sagt:

    Hallo in die Runde,
    Fazit Familienbett seit 10 Jahren ;-):
    Wird immer noch genutzt. Muss man halt mögen.
    Wir mögen es.
    Der Dreizehnjährige ist allerdings jetzt ausgezogen.

    1. Laura sagt:

      Ich wette hier wird es auch 10 Jahre so gehen 🙂

      Wann ist sie ausgezogen, jetzt mit 13? <3

  22. Diana sagt:

    Wow! Es ist mir gerade etwas unheimlich, denn es ist als hättest du mir in den Kopf gesehen😁 sogar der Wortlaut ist fast identisch mit meiner Argumentation wenn ich mal wieder erklären (rechtfertigen) muss, wieso unsere Tochter (wird bald 2) noch immer bei uns schläft. Ich habe jedoch irgendwann das Babybett an unser Bett gestellt und die Gitter raus genommen, da mir das auf Dauer auch zu eng und vor allem zu warm wurde. So sie jederzeit zu mir zum kuscheln rüber rollen oder halt auch wieder den Rückzug antreten. Ich finde deinen Beitrag ganz, ganz toll und möchte auch all den unsicheren Muttis sagen was meine Hebamme mir letztendlich gesagt hat: Im großen und ganzen weis die Mutter am besten was ihr Baby braucht. Und wenn du das Gefühl hast dein Baby braucht die Nähe, dann lass sie zu und pass gut auf😊! Ich muss zugeben, dass ich noch bis vor kurzem zum zu Bett gehen und nachts gestillt habe ( und das wo ich zu Beginn meiner Schwangerschaft nicht mal stillen wollte😳). Es war einfach so unglaublich intensiv und mit die schönste, Zeit am Tag.. Endlich etwas Ruhe und viel viel Zeit zum kuscheln😍

    1. Laura sagt:

      Liebe Diana,

      danke für Deinen wundervollen Kommentar <3

      Ich glaube wir tun gerade das Beste für unsere Kinder und es fühlt sich unglaublich gut an!

      Liebe Grüße

  23. Tina K. sagt:

    Huhu. Wir schlafen auch im Familienbett mit unserem 7 Monate alten Sohn. Allerdings Habenseite einsehe hohes boxspringbett. Er war die ganze Zeit nur durch meinen Mann und much dm den seitengeychptht. Wir hätten nun gerne eine sichere Variante. Uns fällt nur nix ein. Hast du eine Idee? Lg Tina

    1. Laura sagt:

      Hey Tina,
      würde es vielleicht mit einem Rausfallschutz funktionieren? Oder wenn Ihr eine Seite an die Wand schiebt?

      Liebe Grüße

  24. Dagmar Brugger sagt:

    Hallo Laura!
    Bei mir ist es ja schon länger her, denn meine Söhne sind 27 und 23 Jahre, dennoch schliefen sie beide bei uns im Bett und sind trotz der Unkenrufe von diversen Verwandten nicht bis zu ihrer Hochzeit bei uns im Bett geblieben. Unterstützung für die Idee des gemeinsamen Bettes fand ich bei der LLL (La LecheLiga)- Stillgruppe. Zum einen von den Frauen dort und durch die Literatur, die ich mir von den StillgruppenTreffen mit nach Hause nehmen konnte. Ich hatte niemals Angst, dass ich mich auf meine Babys drauflege etc., weil ich wusste, dass die Natur es vorsieht, dass Kind und Mutter bzw. Eltern beisammen schlafen. (Bis vor 200/300 Jahren war das auch ganz normal, bis dann Ärzte beschlossen, dass das anders sein soll) Außerdem genossen wir, dass niemand richtig munter werden musste, wenn das Kind hungrig war. Ich hörte schon den leisesten Quitscher/Raunzer und legte automatisch eine Brust frei und schon war wieder Frieden. Beim nächsten Geräusch bekam es die zweite Brust und da das Hormon Prolaktin, das durch das Saugen aktiviert wird, schlaffördernd wirkt, schlief ich gleich wieder ein. Mir war es einerlei ob ich drei oder fünf Mal stillen musste. da ich es im Bett liegend, ohne aufstehen zu müssen durchführen konnte.
    Zum Thema plötzlicher Kindstod: Ich hörte immer nur von Fällen in denen das Kind im EIGENEN Bett leblos aufgefunden wurde, niemals im gemeinsamen Bett.
    Ein Buch das mich damals beeindruckte war: „Auf der Suche nach dem verlorenen Glück“ von Jean Liedloff
    Alles Liebe!
    Dagmar
    PS.: wir hatten zwischen Bett und Wand ein selbstgebautes Beistellbetterl, das allerdings eher selten in Gebrauch war.

          

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