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Laura / 31.01.2016 / FAMILIENBETT
      

Mein Familienbett | Familienbett – Segen oder Fluch?

         

Mein Familienbett | Familienbett – Segen oder Fluch?

Wie selbstverständlich legt die Hebamme Aric in das Babybett im Krankenhaus – die Mama muss sich nämlich von der Geburt erholen. Ich erinnere mich als wäre es gestern gewesen: ein paar Stunden nach der Geburt wache ich auf und mein süßer Sohn guckt mich mit seinen verquollenen Augen an, alleine in dem durchsichtigen Kunststoffbett. Im Krankenhaus war es so einfach: Aric wurde einfach in sein Babybett gelegt und schlief dort ausgezeichnet.

 

Aller Anfang ist schwer

Naiverweise dachte ich, dass es zu Hause genauso sein wird. Er lag ganze zwei Minuten in seinem Ikea Babybett und fing an zu schreien. Ab da war unser Familienbett ‚geboren‘. Am Anfang war die Angst riesig. Schon vorher auf Foren belesen und von Bekannten und Freunden gewarnt: lass dein Baby bloß nicht bei dir schlafen, du erdrückst es, du erstickst es, du machst im Schlaf sonst etwas mit ihm. Mein Mann und ich auf der einen Seite, Aric auf der anderen mit seiner eigenen Babydecke – am Bettrand das Stillkissen positioniert. Er könnte ja einfach so aus dem Bett kullern, ich könnte auf ihn drauf rollen oder die Bettdecke über seinen Kopf ziehen. Die ersten Nächte war es gar nicht möglich zu schlafen, da die Angst größer war als der geliebte und bitter nötige Schlaf. Er lag mindestens 30 cm von mir entfernt. Ich weiß nicht mehr ab wann genau wir unser Familienbett wirklich genossen haben. Jedoch kam nach einer gewissen Zeit der Punkt an dem Aric fest neben mir lag und wir kuschelnd eingeschlafen sind. Besonders schön war das direkte auf mir schlafen, als er noch ein frisches Baby war. Leider wird man komisch angeguckt, wenn man sagt, dass das Baby ganz normal mit ihm Bett schläft.

Unter einer gemeinsamen Decke? Auf einem gemeinsamen Kopfkissen? Aric geht mit uns schlafen und Aric steht mit uns auf – und er schläft durch, ganze zehn bis zwölf Stunden. Mir persönlich war es immer wichtig, dass er im Schlaf seine Brust trinken kann und das er meine Wärme spürt. Natürlich ist es anstrengend mit einem Baby im Bett zu schlafen aber ist alleine schlafen eine bessere Option? Wir haben Aric schon in sein eigenes Bett gelegt – das hielt genau drei Stunden, dann wollte er wieder zu uns. Verwöhnt man sein Kind, weil man es liebt und kuscheln will? Für mich ist das Liebe und kein Verwöhnen.

Natürlich müssen Voraussetzungen geschaffen werden um ein Familienbett zu führen:

  • Die Eltern dürfen keine starken Medikamente oder Alkohol zu sich nehmen, außerdem ist rauchen tabu
  • Es gibt keine Ritze in die das Baby rutschen könnte
  • Das Bett ist nicht zu weich / es ist kein Wasserbett

Mein Schlaf hat oftmals sehr gelitten, gerade weil Aric oft unruhig geschlafen hat. Es gab es für mich Babywatschen und Babytritte – was einem im Nachhinein aber nichts ausmacht. Bei uns zu Hause darf er so lange im Familienbett schlafen, bis er selbst gerne alleine schlafen möchte.

Mein Fazit nach fünf Monaten Familienbett ist, dass ich bei meinem zweiten Kind schon im Krankenhaus damit anfangen werde und das Baby gar nicht erst in dem Babybett schlafen lasse. Eine super Alternative ist auch das Babybay – leider ist es bei unserem Bett nicht möglich gewesen. Wichtig ist aber, dass jeder für sich und sein Kind die beste Möglichkeit des Schlafens findet – ich will das Familienbett aber nicht mehr missen.

 

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4 Gedanken zu „Mein Familienbett | Familienbett – Segen oder Fluch?“

  1. Daniella sagt:

    Hi, ich finde das super. Unser Kleiner schläft auch bei uns (ist jetzt 2monate alt) und ich im KH hatte ich ihn immer bei mir im Bett liegen – ich wollte die Nähe und fand die Bettchen dort so …kalt.
    Im Vorbereitungskur hieß es auch, dass das Baby auf keinen Fall im Elternbett schlafen soll, aber unsere Hebamme meinte zu uns, dass so ein Baby ganz viel Nähe und Liebe bracuht ( is ja klar) und dass das garnicht schlimm ist.
    Ich versuche ihn gerade an die Wiege zu gewöhnen, die steht direkt neben dem Bett. tagsüber schläft er gut dadrin, Nachts eher nicht – aber ich genieße es auch sehr, dass er direkt neben mir liegt 😉
    habt weiterhin viel Freude mit eurem Wunder!
    Gruß Dani

    1. Laura sagt:

      Hallo liebe Daniella,

      ja ich habe auch nur schlechtes gehört. IMMER. Kenne auch niemanden in meinem Bekanntenkreis der es so macht wie ich. Fast alle haben entweder das Babybay oder es liegt im eigenen Bett. Ja, am Tag schläft er auch mal bis zu 3-4 Stunden im eigenen Bett aber nachts NIE. Mir wurde auch erklärt, dass die Babys 9 Monate einem so nah waren und es auch noch lange so nah brauchen.

      Dir auch viel Freude mit deinem Schatz

      Liebe Grüße

  2. karolina sagt:

    Es ist natürlich einfacher das Kind in das Familienbett reinzulegen.Ich habe mit meiner Tochter von Anfang an nicht geschlafen,weil ich es nicht kann.
    Und ein Kind meiner Meinung nach soll im Kinderbett schlafen, nicht um sonst wird oft über plötzlichen Kindertod berichtet.Jedoch das Kind im Bett zu haben, ist wirklich toll, ich genieße immer die Zeit wenn wir Mittagsschlaf ab und zu zusammen machen. Da kann ich meiner Tochter beobachten und bewundern.
    Bei zweiten Kind tue ich das Gleiche.

    Die Fotos sind sehr schön, das Stillfoto jedoch greift mein Herz.

    1. Laura sagt:

      Hallo Karolina,
      ich weiß was Du meinst mit dem plötzlichen Kindstod. Habe davon auch immer extrem Angst gehabt, besonders am Anfang. Wir hatten aber einen Fall wo ich so glücklich war, dass er neben mir geschlafen hat. Irgendwann in der Nacht hat nämlich angefangen extrem mit seinen Händen zu fuchteln, er hatte sich verschluckt – IM SCHLAF. Hätte ich nicht neben ihm gelegen, wer wüsste was passiert wäre :/ Jetzt (wo er knapp 6 Monate alt ist) bin ich viel Angstfreier… aber ich gebe Dir schon recht, es gibt Eltern die keinen leichten Schlaf haben und nicht mitbekommen, wenn das Kind unter die Decke kommt. Ich glaube da muss man sich selbst ran tasten, ob es das richtige ist.

      Dankeschön, liebe Grüße

          

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