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Durchschlafen ohne Flasche oder Stillen | Wir haben es geschafft!

         

Das ich jemals über Durchschlafen ohne nächtliches Stillen oder Flasche schreibe grenzt an ein Wunder. Damit habe ich so früh noch nicht gerechnet. Erst vor ein paar Monaten hatte ich über das Schlafverhalten meines Sohnes Aric berichtet. Ein Kind kann nicht schlafen lernen, auch nicht mit Ritualen, pünktlichen zu Bett geh Zeiten oder einem eigenen Bett in seinem Zimmer. Ein Kind ist so weit oder eben auch nicht. Nun wie haben wir es geschafft, dass unser Sohn nun endlich durchschläft?

Der Weg ist das Ziel

Ehrlich gesagt habe ich seit dem letzten Trimester in Arics Schwangerschaft nicht mehr durchgeschlafen. Die klugen Ratschläge, sich auszuruhen und viel zu schlafen, waren unmöglich zu realisieren. Dann kam die Geburt und plötzlich änderte sich mein ganzes Leben. Die ersten Wochen nutze ich jede Sekunde zum Schlafen. Selbst total unsicher, wurde ich von jedem kleinen Geräusch meines Sohnes wach. Ich war komplett wach und das einschlafen viel mehr bei jedem wach werden schwerer und schwerer. Hatte ich es gerade geschafft wieder in den Schlaf zu finden, weckte Aric mich auch schon wieder. Auch wenn es nur ein kleiner Schluckauf war.

Mit der Zeit wurde es einfacher. Im Schlaf konnte ich Aric an meine Brust legen. Doch leider bin ich keine von diesen Mamas, die am nächsten Tag das nächtliche Trinken vergaß. Nein, ich wusste ganz genau wie oft mein kleiner Junge sich nachts an der Milchbar bedient hatte. An manchen Tagen weckte er mich mit lautem Geschrei – manchmal bis zu fünfzehn Mal. Genau, Ihr habt richtig gehört: F Ü N F Z E H N Mal.

In zahlreichen Foren hieß es immer wieder: Stillen und Schlaf, das passt nicht zusammen. Natürlich habe ich mich bei Bekannten und Freunden umgehört. Genau dieselben Erfahrungen hatten auch Mütter mit Flaschenkindern, bloß das die Kleinen nachts keine Brust trinken wollte, sondern eine ganze Flasche Milch mit einem Schluck wegtranken. Also konnte es nicht am Stillen liegen, es liegt einfach am Kind.

Auch Rituale brachten bei uns nichts. Man kann kein Kind pünktlich ins Bett bringen, wenn es noch hellwach ist. Bei uns entscheidet Aric, wann er schlafen gehen will. Die Uhrzeit um die wir uns ins Bett begeben ist meist immer dieselbe, gezwungen wird jedoch niemand sich schlafen zu legen. Da darf noch gemalt, gelesen und gespielt werden. Meist schläft er zwischen 20 Uhr bis 22 Uhr ein und schafft es bis 8 Uhr oder 9 Uhr durchzuschlafen.

 

Der große Umbruch

Die Frage aller Fragen: wie hast du es endlich geschafft mit dem kleinen Mann durchzuschlafen? Meine Antwort: Euer Kind wird den richten Zeitpunkt finden. Einfacher gesagt als getan, ich weiß. Solche Nächte können anstrengend und kräftezehrend sein. Für stillende und nicht stillende Mütter.

Ich kann nur Vermutungen anstellen, weshalb mein Baby plötzlich zu einem Langschläfer wurde. Aric hat sehr dolle mit dem Zahnwachstum zu kämpfen. Als das Durchbrechen der wachsenden Zähne vorbei war, wurde es langsam ruhiger. Ein weiter Punkt ist, dass Aric sich gerade auf dem Weg des Abstillens befindet. So zu sagen war das Ende des nächtlichen Stillens der Anfang vom Abstillen. Die ersten Nächte brauchte er noch die Brust zum Einschlafen, nun rollt er sich von alleine an die Seite, zieht die Decke über seine kleinen Beine und fängt einfach an einzuschlafen. In den seltenen Fällen wird er nachts wach und wenn dann nur um ein Schluck Wasser zu trinken.

Aric befindet sich gerade im Umbruch. Keine nächtlichen Hungerattacken, keine Zahnschmerzen und keine Aufschreckmomente. Als ob er die Zeit brauchte um endlich selbst Ruhe zu finden. Er ist bereit jetzt durch zu schlafen. Zum Zeitpunkt des durchschlafens war er 20 bis 21 Monate alt.

 

Gebt Euren Kindern Zeit

Man kann nichts erzwingen, besonders nicht bei Kindern. Gebt Ihnen die Zeit, auch wenn wenig Schlaf schon fast an Folter grenzt. Es gab Tage, an denen wusste ich gar nicht, ob ich überhaupt geschlafen hatte. Nun kann ich mich so gut wie gar nicht mehr an diese Zeit erinnern, auch wenn sie erst zwei Monate her ist. Ich bin froh, dass ich mit Aric diesen Weg zusammengegangen bin. Keine Rituale um ihn zum Schlafen zu zwingen, kein Abstillen obwohl er noch gar nicht so weit war, kein alleine schlafen in seinem Kinderzimmer. Sein Körper hat selbst entschieden, wann der richtige Zeitpunkt zum Durchschlafen ist – er war es nicht mit sechs Monaten, er war es nicht mit 12 Monaten und nein, er war es nicht einmal mit 18 Monaten.

Natürlich ist jedes Kind anders – manche schlafen von Anfang an durch, andere schaffen es nicht einmal mit drei Jahren. Und? Der richtige Zeitpunkt wird kommen und Eure Kinder werden Euch die Ausdauer danken. Schlaf soll nicht mit Angst und Schrecken behaftet sein: mit dunkleren Räumen und Einsamkeit. Schlaf muss positiv sein: Eltern die an deiner Seite wachen, die dich beschützen und die dir Halt geben. Dann wird zum richtigen Zeitpunkt kommen und das Kind wird sich bereit fühlen loszulassen und lange erholsame Nächte einzuläuten.

 

 

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21 Gedanken zu „Durchschlafen ohne Flasche oder Stillen | Wir haben es geschafft!“

  1. Sabrina sagt:

    Unsere Abenteuerprinzessin ist jetzt 18 Monate alt – durchschlafen? Pustekuchen! Hilfe geholt haben wir uns tatsächlich in einer Schlaf- und Schreiambulanz. Geholfen hat es insoweit das wir alles richtig machen.. sie braucht einfach noch und die Zeit geben wir ihr – jetzt mit gutem Gewissen 🙂

  2. Sabine Platzer sagt:

    Hallo, Dein Bericht gibt Hoffnung! Unser Sohn ist 19 Monate alt und kommt nächtlich ca. 5 – 8 Mal (meist sind’s die 8 Mal 😉 Naja, ich bin chronisch müde, aber daran gewöhnt man sich. Problematisch finde ich nur, dass ich selber mit total schwer tue mit dem Einschlafen, manchmal brauche ich 1,5 h um abends einzuschlafen (obwohl, oder vielleicht weil?, ich fix und foxi bin) Aber ich werde weiter durchhalten, für mich ist Abstillen auch keine Option (weil’s einfach die von Natur vorgesehene Variante ist, basta!). Drückt mir die Daumen, dass es bald besser wird! Danke 🙂

  3. Nina Manzil sagt:

    Guten Tag sehr schöner Blogbeitrag sehr Informativ mir hat http://www.deinbabyschlaf.de geholfen

    Ich freue Mich auf weitere Artikel 🙂

    Lieben Gruß
    Nina

  4. Claudia sagt:

    Hallo,
    Sie sprechen mir aus der Seele. Seit Geburt kommt mein kleiner alle 2h zum trinken. Tagsüber klappt alles super ohne stillen, doch mit dem einschlafen fängt es schon an. Sobald die ersten 3h Schlaf um sind geht der Stundentakt los bis 4/5 Uhr. Und das seit Monaten. Er ist jetzt 12 Monate und es zehrt unheimlich. Er lässt sich durch keinen Schnuller, Wasser , Tee oder sonstiges beruhigen. Ich hoffe das es bei uns auch bald von alleine aufhört

    1. Laura sagt:

      Hey Claudia,

      ich war so mit meinen Nerven am Ende – Aric kam manchmal bis zu 15!!! Mal in der Nacht. Ich dachte, dass es niemals aufhören wird und dann… plötzlich von heut auf morgen hat er einfach durchgeschlafen. Ich denke an Euch – Du wirst es schaffen. Ich glaube wir Mamas haben wirklich eine hohe Belastbarkeitsgrenze, auch wenn wir das manchmal nicht glauben.

      Liebe Grüße

  5. Leona sagt:

    Danke! Genau nach diesen motivierenden Worten habe ich gesucht, um weiter durchzuhalten! 14 Monate… 🙂

    1. Laura sagt:

      Hey Leona,

      bitteschön <3 Es ist hart aber Du wirst es niemals bereuen!

      LG

  6. Lili sagt:

    Unsere Süße ist 3 Monate alt und schläft schon seit mehreren Wochen durch. Meist von 22-23 bis um 9-10 Uhr. Und das ohne das wir irgendwie nachgeholfen haben oder sonstiges. Haben sie Abends nach der letzten Mahlzeit einfach hingelegt und schon ist sie eingeschlafen und das bis zum nächsten morgen. So als ob sie schon wüsste das es Nachts ist und somit Zeit zum Schlafen 😀
    Also einfach Gedult haben, irgendwann fängt jedes Kind an durchzuschlafen 😉

    1. Elocin sagt:

      Liebe Lilli,

      Ich hoffe für Euch das eure kleine weiterhin durchschläft… kenne ein paar Mamas da war es von heute auf morgen vorbei… unser kleiner ist 12 Monate und von durchschlafen keine Spur… Aber wie im Blog geschrieben, es kommt von allei e wenn die Zeit reif ist… irgendwann schlafen alle durch spätestens im Teenealter😀

    2. Quast sagt:

      Hallo also mit 3 Monaten kann es noch ganz normal sein das dein Kind noch durchschläft das kann sich aber ganz schnell ändern sobald die Zähne kommen. Mein Sohn hat auch bis 5 Monate sehr gut geschlafen und jetzt wacht er alle 1 bis 2 Stunden auf und schreit manchmal auf wegen den Zähnen oder der Verarbeitung des Tages. Dann gibt es Tage wo er ganz okay schläft und nur wach wird wegen Hunger. Ich will dir nicht den Mut nehmen aber 3 Monate sind noch ziemlich früh um zu sagen das es so bleibt mit dem durchschlafen. Liebe Grüße

  7. Sabrina sagt:

    Hallo zusammen 😊
    Unser Sohn ist nun 26Monate alt und hat bis jetzt noch NIE einen Nacht durchgeschlafen. Er geht aufs Töpfchen die Nacht (mit erfolg), muss trinken (Ich auch immer), muss kuscheln… Aber OMG er braucht das halt und es gibt Nächte da braucht er es weniger und es gibt Nächte da braucht er es mehr. Ich freue mich auf die Nächte in denen er es nicht mehr braucht. Bis dahin stehe ich auf und leiste ihm Gesellschaft. Da es mich zerreißt wen er im Dunkeln in seinem eigenen Zimmer, in seinem großen Bett alleine sitzt und lauthals weint. Somit noch viele schlaflose, kuschelbedürftige Nächte euch allen 🙂

  8. lisa sagt:

    Hey, das ist genau auch meine Einstellung. Ich finde es super,einfach der Natur ihren Lauf zu lassen und wenn man sich für ein Kind entscheidet dann kann man sich nicht nur das schöne raus suchen, sondern muss alles bereit sein zu geben. Schließlich ist es das wichtigste auf der Welt! Ich hab zwei Mädels. Die große ist jetzt fast neun und hat sich auch erst mit zwei jahren abgestillt.die Nächte waren auch oft sehr anstrengend. Den Lohn dafür ernte ich aber dafür heute……sie schläft natürlich seit jahren durch und steht NIE an unserem bett des nachts .höchstes wenn sie mal schlecht träumt und das ist so gut wie nie. jedenfalls ist es das natürlichste und beste für kind und Eltern längerfristig.je ungezwungener alles ist, um so ausgeglichener und selbstständig ist das kind im Nachhinein.
    So werde ich es auch mit der kleinen 1, 5jahre alten Tochter angehen und bin neugierig ob es ähnlich laufen wird (*

  9. Gabi sagt:

    Wunderschöner Artikel der zu Herzen geht. Und mit vor allem Mut und Kraft gibt durchzuhalten 😉 Danke !

    1. Laura sagt:

      Hallo Gabi,

      Dankeschön <3

  10. Katja sagt:

    Ich finde dein Artikel richtig gut ich hoffe ich habe die Kraft auch. Ich habe 3 Kinder und die Nächte zerren an meinem Nevenkostüm. Aber ich glaube auch das man den kleinen zeit und liebe geben sollte auch wenn es nicht immer einfach ist. Und an alle Mails mit Zweifel und Unsicherheit ihr seid auch nur Menschen da sind auch mal Fehler erlaubt.

    1. Katja sagt:

      Sorte meinte Mamis nicht Mails

  11. Christin sagt:

    Sehr schöner Artikel, sehe es auch nicht ein deswegen Abzustillen. Auch wenn es anstrengend ist. Meine Maus(fast 13 Monate) schläft von ca. 19–22Uhr und meldet sich dann alle 1;5–2Stunden, ist manchmal um 5Uhr zum Aufstehen bereit und mal um 7Uhr, dann gibt es noch die Nächte in denen mal eine Stunde an der Brust genuckelt werden möchte…Kräftezehrend aber man schafft es irgendwie. Aber der Tag an dem ich wieder Durchschlafe wird kommen und haben wir nicht das größte Glück so kleinen Wesen so viel Sicherheit und Geborgenheit zu vermitteln und sie so nah bei uns zu haben, welch winziger Augenblick es doch eigentlich nur ist…aufs Leben gerechnet. Haltet durch liebe Mamis!

  12. Mama2000 sagt:

    Liebe Mütter, es wird jetzt sicher einige schocken, aber ich habe den 4 Stunden Rhythmus aus dem Krankenhaus auch zu Hause gleich beibehalten und mein Kind hat mit 5 Monaten durchgeschlafen. Ich bin der Meinung, dass Kinder glückliche und auch ausgeruhte Eltern brauchen. Und 20 Monate alte Kinder sind keine Babies mehr, sondern Kleinkinder, die viel am Tag erleben, was verarbeitet werden muss. Und zwar im Schlaf. Sorry, aber hört auf, euch diesen Quatsch schön zu reden.

    1. Laura sagt:

      Ohje, armes Kind.

    2. NatiPli sagt:

      Ich glaube du hattest einfach Glück. So wie ich. Ich glaube nicht,dass du etwas dazu beigetragen hast. Hätte dein Kind nachts vor diesen 4Stunden sich gemeldet,hättest du es auch gestillt/gefüttert.

  13. NatiPli sagt:

    Ich sehe das auch so, man muss sich einfach nach dem Kind richten. Wobei ich sehr leicht zu reden habe. Mein großer Sohn ist 16 Monate alt und hat mit 4 Wochen 7-8Stunden am Stück geschlafen . Das hat sich ab dem Zeitpunkt auch nicht mehr geändert (natürlich gab es vereinzelt unruhige Nächte in Entwicklungsschüben,die meistens aber nichts mit Hunger zu tun hatten). Mein 2. Kind ist nun auch einen Monat alt und schläft seit 2 Tagen ebenfalls so lange. Was ich dazu beigetragen habe? Nichts. Ich stille voll. Das einzige was ich seit Anfang an tue , ist die Babys einzupucken (nur die Arme), bei dem Großen hab ich das gemacht, bis er 7 Monate war und sich dann selbst den Schnuller in den Mund stecken konnte (für den Schnuller musste ich übrigens ab und zu nachts aufstehen). Ich glaube auch nicht, dass es am pucken liegt,wobei ich denke, dass es sehr kleinen Kindern vielleicht helfen kann,im Schlaf nicht aufzuschrecken wegen unkontrollierten Bewegungen. Ich glaube es liegt einfach an den Kindern. Manche haben eben sofort einen Tag-Nacht-Rhythmus,andere nicht. Manche müssen erst lernen , wieder einzuschlafen, wenn sie aufwachen und manchmal geht es eben nur mit Brust oder Nähe.

          

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