Menu
 
Laura / 05.03.2017 / Family / Stillen / STILLGESCHICHTEN
      

Deine Stillgeschichte | Eine Stillberatung kann helfen

         

Auch Du willst uns „Deine Stillgeschichte“ erzählen und ein Teil des Stillsonntags werden? Wenn ja, dann sende mir bitte Deine Geschichte ab 400 Wörter und wenn es geht mit Bild an [email protected]. Ich freue mich über jede Geschichte, Deine Geschichte! Mehr findet Ihr auf meinem Instgramaccount trendshock unter den Hashtags #stillsonntag #deinestillgeschichte und #stillgeschichte.

Heute erzählt Annika, auf Instagram annikaundm, ihre persönliche Stillgeschichte. Aber lest selbst:

 

Deine Stillgeschichte | Eine Stillberatung kann helfen

Mein Name ist Annika und ich wohne mit meinem Freund im schönen Schleswig- Holstein. Ich bin 26 Jahre alt und Mathis ist mein erstes Kind.

Am 24.06.2016 wurde unser süßer Mathis geboren, die Geburt verlief ohne Komplikationen, trotzdem stelle ich mir eine „Traumgeburt“ anders vor (aber darüber könnte ich mal einen Geburtsbericht schreiben). In der Schwangerschaft war mir klar, ich möchte stillen und hoffte dass es klappt. Meine Schwester hat einen Sohn und diesen ca. 13 Monate gestillt, sie gab mir „Das Stillbuch“ von Hannah Lothrop, aber ich konnte damit nicht so richtig viel anfangen, wusste wie wichtig es ist, dass der Mund die Brustwarze richtig umschließt, dieses Wissen müsste reichen dachte ich.

 

“Zuhause ist auch keiner der Ihnen helfen kann“

Nach der Geburt wurde mir Mathis auf die Brust gelegt und kurze Zeit später fing er schon an zu suchen, gemeinsam mit der Hebamme versuchten wir ihn anzulegen, allerdings war das Problem, dass er die Unterlippe mit einsog. Die Hebamme wusste keinen Rat, also kam eine andere Hebamme die uns auch nicht helfen konnte. Sie sagte noch: „Vielleicht hat die Krankenschwester ja noch eine Idee“. Ich muss dazu schreiben, dass Mathis um kurz vor 20 Uhr auf die Welt kam und ich also erst gegen 22.30 Uhr ins Zimmer kam, als die Nachtschwester dann erfahren hat, dass ich am nächsten Tag wieder nach Hause möchte, hat sie mir gar nicht mehr geholfen und sagte nur :“Zuhause ist auch keiner der Ihnen helfen kann“. Also versuchte ich Nachts und am nächsten Morgen ihn selbst anzulegen, dies gelang mir aber nicht, es kam kein einziger Tropfen heraus. Mittags kam dann eine andere Krankenschwester die mir zeigte wie ich die Brust so bearbeiten kann, dass ein paar Tropfen Kolostrum heraus kamen.

 

„Mathis konnte zum ersten Mal richtig an der Brust trinken“

Am späten Nachmittag sind wir dann nach Hause gekommen und eine Stunde später kam meine Hebamme, die mir zeigte wie ich ihn besser anlegen kann. Leider wurde Mathis etwas gelb und sehr schläfrig, so dass wir ihn mit allen Tricks und Tipps aufwecken mussten, er saugte aber nicht richtig. Dann kam meine Hebamme mit einer Milchpumpe an und sagte, ich müsse alle 2 Stunden pumpen, damit der Milcheinschuss kommt, so hab ich also tags und nachts alle 2 Stunden gepumpt und die wenige Milch die kam haben wir ihm per Fingerfeeding eingeflöst, mittlerweile hatte er schon über 10% des Geburtsgewichtes verloren und sogar meine Hebamme, welche absolut fürs Stillen ist, sprach vom Zufüttern. Am 6. Tag nach der Entbindung kam nun endlich der ersehnte Milcheinschuss und Mathis konnte zum ersten Mal richtig an der Brust trinken.

 

„Bei jedem Trinken wurde es schlimmer“

Ca. 2-3 Wochen ging es gut, als dann schlimme Schmerzen begannen, ich dachte es sei alles normal und meine Brustwarzen würden sich schon dran gewöhnen, meine Hebamme war im Urlaub, also stillte ich einfach unter Schmerzen weiter, cremte immer fleißig ein. Nach einem Gespräch mit einer Freundin, welche Mutter und Krankenschwester ist, wusste ich nun, die starken Schmerzen, die mittlerweile bis zum Achselhöhle zogen, kamen von einem sogenannten Vasospasmus, also Gefäßspasmen. Sie empfahl mir Magnesium einzunehmen und damit wurde es besser. Zeitgleich begann Mathis allerdings seltsam an der Brust zu trinken, hatte die Brustwarze immer auf Spannung, die Nase lag gar nicht an meiner Brust an, dadurch wurde die Brustwarze tatsächlich wund und bei jedem Trinken wurde es schlimmer.

Ich sprach meine Hebamme dann an und sagte ihr, dass ich vermute, dass ich ihn nicht richtig anlege und ich starke Schmerzen habe. Zu meiner großen Enttäuschung sagte sie: „Oh das hört sich aber psychisch an…“ und gab mir Kügelchen, ohne sich einmal die Trinkweise anzusehen. Zum Glück kam ich auf die Idee und bin zur Stillberatung im Krankenhaus bei uns um die Ecke gefahren, dort wurde mir empfohlen zusätzlich zum Magnesium auch noch Calcium einzunehmen, damit gingen die Schmerzen des Vasospasmus komplett weg, aber Mathis trinkweise blieb.

 

„Nach dem Termin bei der Osteopathin ging es etwas besser“

Die Stillberaterin empfahl mir unbedingt zur Osteopathie zu gehen und häufig im Liegen zu Stillen, da mein Milchspendereflex so stark sei. Nach dem Termin bei der Osteopathin ging es etwas besser, aber noch besser ging es, als Mathis mit genau 4 Monaten seine ersten Zähne bekam. Ich schätze die Trinkweise kam daher, dass er nichts anderes im Mund nehmen konnte und so die Brustwarze zum Nagen gegen das Zahnen benutzen wollten.

Jetzt ist Mathis 5 Monate alt und ich stille immer noch voll. Ich bin nicht 100% Prozent zufrieden und glaube auch nicht daran, dass ich es je sein werde, möchte aber so lange stillen wie es geht und hoffe, dass es mindestens ein Jahr sein wird. Ich habe Hoffnung, dass es beim (vielleicht) zweiten Kind besser laufen wird. Jeder Mutter mit Stillproblemen kann ich nur empfehlen die Stillberatung in Anspruch zu nehmen, falsch machen kann man damit nichts!

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

          

|