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Laura / 26.02.2017 / Family / Stillen / STILLGESCHICHTEN
      

Deine Stillgeschichte | Ein anstrengender und steiniger Weg

         

Auch Du willst uns „Deine Stillgeschichte“ erzählen und ein Teil des Stillsonntags werden? Wenn ja, dann sende mir bitte Deine Geschichte ab 400 Wörter und wenn es geht mit Bild an [email protected]. Ich freue mich über jede Geschichte, Deine Geschichte! Mehr findet Ihr auf meinem Instgramaccount trendshock unter den Hashtags #stillsonntag #deinestillgeschichte und #stillgeschichte.

 

Deine Stillgeschichte | Ein anstrengender und steiniger Weg

Mein Name ist Margit und ich lebe mit meinem Mann und meinem Sohn Phil (9 Monate) in Oberösterreich, Bezirk Freistadt!

„Ohne unsere Erlaubnis bereits auf der Säuglingsstation mit Milchnahrung gefüttert“

Phil kam durch einen akuten Kaiserschnitt auf die Welt, ich hatte nur Sekundenbruchteile Zeit ihn außerhalb meines Bauches kennenzulernen. Er wurde auf die Säuglingsstation zur Beobachtung gelegt und mein geliebter Mann durfte ihn erst ca. nach zwei Stunden in den Arm nehmen. Ich war alleine, ohne meine Männer und konnte Phil dann erst wieder nach ca. 10 Stunden besuchen. In der Zwischenzeit pumpte ich die paar Tröpfchen Kolostrum ab, damit meine Brust angeregt wird und er mindestens diese Miniflüssigkeit bekommen konnte. Leider wurde er ohne unsere Erlaubnis bereits auf der Säuglingsstation mit Milchnahrung gefüttert!

„Ich fühlte mich übergangen“

Ich sah also mein Baby 10 Stunden nach der Geburt und mein zweites Bedürfnis nach der Nähe zu ihm war es zu stillen. Ich weiß nicht wie es gewesen wäre, wenn wir das sofort erleben hätten dürfen, aber für mein Empfinden war es perfekt… Er, mit mir, stillend…  

24 Stunden später, in einer Nacht-und-Nebel-Aktion wurde Phil zu mir verlegt. Eine Schwester kam und „fuhrwerkte“ an Phil und meinem Busen herum – ich fühlte mich übergangen, war aber wie gelehmt und überfordert, meinem Mann ging es ebenfalls so.

Die erste Nacht mit meinem Herzensjungen war sehr anstrengend, aber die schönste Nacht in meinem Leben! Da Phil nicht zunahm, wurde mir nahegelegt ihn zu zufüttern – einerseits durch abgepumpte Milch von mir und wenn nötig noch mit zusätzlicher Milchnahrung. Ich stillte also, pumpte danach ab, stillte wieder und fütterte ihn zusätzlich mit Spritze oder Sonde.

„Sicherheit und Geborgenheit über das Stillen“

Mir wurde am nächsten Morgen eingeredet, dass ich ein Stillhütchen brauche – ich fühlte mich nicht wohl damit und verstand es nicht, da ich als Laie das Gefühl hatte, dass Phil das auch ohne schafft. Erst Tage später, nach einem Zusammenbruch meinerseits half mir eine Schwester (Danke Schwester Petra) : Sie bot mir ein Heilbad mit Rebonding an und riet mir das Stillen nochmals ohne Stillhütchen zu versuchen. Es klappte, es klappte gut. Seit diesem Zeitpunkt schien Phil meinen Busen nicht mehr loslassen zu wollen. Er verweigerte z.B. nach einer gewissen Zeit einen Fopper! Mein Schatz holte sich nicht nur Nahrung, sondern vor allem Sicherheit und Geborgenheit über das Stillen. Es war monatelang sehr anstrengend, vor allem die ersten Wochen zu Hause: Phil hing durchschnittlich 1,5 Stunden am Busen, danach pumpte ich die ersten Wochen noch ab und dann hatte ich meist so eine halbe Stunde Pause in der ich schnell mal was aß u danach brauchte er wieder das Angedockt sein! Und am Abend bekam er noch zusätzlich sein Flascherl.

„Es war ein anstrengender und steiniger Weg“

Heute braucht Phil unter Tags nur noch wenig bis gar keinen Busen (ziemlich komisch für mich, dass er sich gerade selber abstillt) und ich stille ihn noch am Abend und in der Nacht! Es war ein anstrengender und steiniger Weg, aber ich würde fast alles wieder so machen! Ich liebe meinen Sohn und bin so froh, dass wir jetzt entspannte Stillmomente genießen können! Und ich bin so dankbar, dass mich mein Mann in der ganzen Zeit unterstützt hat, obwohl es auch für ihn eine sehr intensive und anstrengende Zeit war! Danke, mein Schatz!

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